Amperlite hat geschrieben:Wo ist der Unterschied zwischen dem rosa und dem weißen Rauschen?
Und wieso sind diese Signale so benannt?
Ein UKW-Rauschen zählt zu weißem Rauschen, hab ich mal gehört.
Weißes Rauschen hat überall die gleiche spektrale Leistungsdichte. Der Energiegehalt zwischen 1 und 2 Hz ist genauso groß wie zwischen 19999 und 20000 Hz. Viele technische Prozesse erzeugen in erster Näherung weißes Rauschen. Thermisches Rauschen ist z.B. vollkommen weiß.
Rosa Rauschen hat in jeder Oktave den gleichen Energiegehalt. Der Energiegehalt zwischen 1 und 2 Hz ist genauso groß wie zwischen 10000 und 20000 Hz. Es kommt eher an die Energieverteilung von Musik heran, die eher ähnliche Energien in relativen Frequenzbereichen hat. Um aus weißem Rauschen rosa Rauschen zu machen, benötigt man einen Tiefpaß (besser Integrator) mit 3 dB/oct. Flankensteilheit, d.h. einen Tiefpaß 0,5. Ordnung.
Mit einem Filter 1. Ordnung würde man schon 6 dB/oct erhalten, was man als rotes Rauschen bezeichnet. Bei rotem Rauschen sind die Engerien einer Oktave (z.B. zwischen 100 und 200 Hz) und die gesamte oberhalb noch vorhandene Energie identisch (200 Hz...+oo).
Die Farben kommen aus einer Analogie zur vissssuellen Wahrnehmung, wenn man tiefe Frequenzen als "rot" und hohe Frequenzen als "blau" sehen würde.
UKW-Rauschen ist unterhalb ca. 1,5 kHz in erster Näherung blau und wird dann zwischen 1,5 kHz und 6 kHz langsam weiß. Oberhalb 6 kHz kann man es als weißes Rauschen ansehen. Ursache ist die FM-Modulation mit einer Vorverzerrung mit T=50 µs (USA: T=75 µs).
Zur technischen Herstellung von (NF-)Rauschen werden heutzutage digitale Verfahren erwendet, die Zufallsbits generieren, die das gewünschte Spektrum enthalten. Für weißes Rauschen ist das wieder besonders einfach und läßt sich mit einem einfachen Schieberegister mit 20...32 bit und 3 XOR-Gattern erreichen.