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Laststabilität von Endstufen? Messbar? Welche Empfehlungen?
Verfasst: Do 20. Dez 2012, 20:48
von FReak950
Hallo zusammen,
da ich notorisch unzufrieden mit meiner Rotel Kombi bin die mMn bei völlig inakzeptablen Lautstärken schon abschaltet und jetzt Weihnachten is, denk ich mal wieder zumindest theoretisch über einen Wechsel nach... Falls ich mich wider jede Vernunft dafür entscheide ist ein Pioneer AVR in Planung der mit einer geeigneten Endstufe (auch optisch) versorgt werden würde (Achtung das ist alles ein sehr theoretisches Konstrukt, da ich eig ein sehr vernünftiger Mensch bin, alles nur Gedankenspiele).
Aufgrund der Erfahrungen mit der Rotel bin ich mittlerweile (leider erst jetzt) der Meinung, dass nicht primär Leistung sondern vor allem die Laststabilität einer Endstufe das wichtigste Kriterium ist. Aber woran erkenne ich das? Bei Rotel hatten mich die ganzen positiven Berichte "in die Irre geleitet". Gibt es da messbare Kriterien außer ausprobieren? Welche laststabilen (gerne Class-D, schlicht und schwarz) Endstufen fallen euch denn ein?
Hifiakademie? (wäre bei einem evtl. Tausch mein Favorit)
Emotiva? (optisch nicht mein Ding)
NAD?
Onkyo?
Bitte gerne um Tipps, Erfahrungen, Wissen und Empfehlungen!!!
MfG
FReak
Re: Laststabilität von Endstufen? Messbar? Welche Empfehlung
Verfasst: Do 20. Dez 2012, 21:05
von TasteOfMyCheese
Hey,
Laststabilität lässt sich leider quasi nirgends ablesen. Die gemessenen Werte sind üblicherweise an Ohmschen Widerständen gemessen und nicht an Impedanzen, weshalb da sowieso schon quasi nichts stimmt. Ein weiteres Problem sind die angegebenen Sinusleistungen, die eigentlich gar niemanden so wirklich interessieren. Damit hat man leider keinerlei Aussage über die Laststabilität einer Endstufe. Schau ruhig auch nach Endstufen, die nur ca. 150W schaffen, schließlich können die 300W Endstufen auch nur 3dB mehr
(und das auch nur wenn die Messungen vergleichbar wären...)
Ich würde als Kandidat mal noch die Endstufe von XTZ in den Raum werfen, die macht mir einen ordentlichen Eindruck.
Viele Grüße
Berti
Re: Laststabilität von Endstufen? Messbar? Welche Empfehlung
Verfasst: Do 20. Dez 2012, 21:09
von acky
Ich kann Dir nur die RB 1582 empfehlen. Die ist laststabil und passt zu Deinen Geräten.
Re: Laststabilität von Endstufen? Messbar? Welche Empfehlung
Verfasst: Do 20. Dez 2012, 21:10
von König Ralf I
Hallo,
vielleicht solltest du gelegentlich einfach die vielfach verpöhnten Testberichte in z.B. Stereoplay , Audio usw. lesen um etwas passendes an Verstärker zu bekommen.
Aber wirklich die Texte lesen.
Und die AK von Audio beachten ist auch nicht verkehrt.
(Auch berücksichtigen das ein ATM genutzt wird)
Tschuldigung , das mir nichts neues zu dem Thema einfällt...denn den Tip hab ich ja schon x-mal gegeben.
Grüße
Ralf
Re: Laststabilität von Endstufen? Messbar? Welche Empfehlung
Verfasst: Do 20. Dez 2012, 21:54
von Surround-Opa
Wenn die Emotiva nicht dein Fall sind greif zur Rotel RB 1582, das wäre meine 2. Wahl gewesen.
Wie Ralf schon schrieb ist die AK von Audio ein guter Anhaltspunkt, die Nuvero hat AK 64.
Selbst die RB 1552 hat schon einen AK von 69.
Alternativ würde ich mir noch die Vincent SP-993/994 ansehen.
Re: Laststabilität von Endstufen? Messbar? Welche Empfehlung
Verfasst: Do 20. Dez 2012, 22:25
von Zweck0r
Ich würde bzw. werde mir eher eine Yamaha P5000S ansehen. Bei den Studiokisten gibt's am meisten Watt fürs Geld, und man wird bei Clipping per LED vorgewarnt und/oder es greift ein Limiter ein.
Diese im Hifi-Bereich üblichen übereifrigen Schutzschaltungen, die scheinbar schon bei einzelnen geclippten Impulsen gleich hektisch den ganzen Verstärker abschalten, sind IMHO völlig praxisfremd.
NAD verwendet doch angeblich Softclippingschaltungen. Weiß jemand, wie sich die NAD-Verstärker bei aktivem Softclipping verhalten, wenn sie von einem Kinofilm-Bassgewitter 'überfahren' werden ? Betreiben die erfolgreich Schadensbegrenzung oder schalten sie sich auch gleich vorwurfsvoll ab ?
Re: Laststabilität von Endstufen? Messbar? Welche Empfehlung
Verfasst: Do 20. Dez 2012, 23:35
von robsen
Ach Jungs, wenn man es ernst meint bleibt nur eine Marke übrig: Glockenklang.
Mehr Laststabilität bedeutet mehr Stromlieferfähigkeit bedeutet mehr Energiespeicher und davon hab ich in keiner Endstufe bisher mehr gesehen.
http://www.fairaudio.de/test/endstufe/2 ... -se-4.html
Gruss, Robert
Re: Laststabilität von Endstufen? Messbar? Welche Empfehlung
Verfasst: Fr 21. Dez 2012, 00:02
von Rank
König Ralf I hat geschrieben:
vielleicht solltest du gelegentlich einfach die vielfach verpöhnten Testberichte in z.B. Stereoplay , Audio usw. lesen um etwas passendes an Verstärker zu bekommen.
Aber wirklich die Texte lesen.
Und die AK von Audio beachten ist auch nicht verkehrt.
Jepp - mit Verstärkern deren
AK (Audiokennzahl) in etwa bei 70 oder höher eingestuft wurden, macht man (meiner Meinung nach) nicht viel falsch.
Noch besser ist es, sich auch den grafisch dargestellten "Leistungswürfel" (Diagramm) im AUDIO-Testbericht etwas genauer anzuschauen.
Wenn die im "AUDIO-Leistungs-Würfel" dargestellte Spannung möglichst hoch ist, zu 2 Ohm hin kaum abfällt, sowie auch in den Eckbereichen des Diagramms keine Leistungseinbrüche erkennbar sind, dann ist der Verstärker auch entsprechend laststabil.
Ob das Netzteil und die Kühlkörper großzugig dimensioniert sind, darüber gibt sogar bereits das Gewicht des Verstärkers eine ungefähre Auskunft.
Trotzdem kann auch ein Blick ins Innere lohnen, um in Erfahrung zu bringen wie die Kondensatoren und Netzteil tatsächlich dimensioniert sind.
Es ist keine Seltenheit, dass guten Stereo-Verstärkern für lediglich zwei Kanäle eine deutlich höhere Kondensatorkapazität zur Verfügung stehen, als sich viele AV-Receiver für den Mehrkanal-Betrieb wünschen.
FReak950 hat geschrieben:
... da ich notorisch unzufrieden mit meiner Rotel Kombi bin die mMn bei völlig inakzeptablen Lautstärken schon abschaltet und jetzt Weihnachten is, denk ich mal wieder zumindest theoretisch über einen Wechsel nach...
...
Irgendwie erinnert mich Deine Unzufriedenheit ein klein wenig an diesen Link:
http://www.nubert-forum.de/nuforum/view ... 12&t=27071
Gruß
Rank
Re: Laststabilität von Endstufen? Messbar? Welche Empfehlung
Verfasst: Fr 21. Dez 2012, 00:18
von robsen
Rank hat geschrieben:Jepp - mit Verstärkern deren AK (Audiokennzahl) in etwa bei 70 oder höher eingestuft wurden, macht man meiner Meinung nach nicht viel falsch.
Noch besser ist es, sich auch den grafisch dargestellten "Leistungswürfel" (Diagramm) im AUDIO-Testbericht etwas genauer anzuschauen.
Wenn die im "AUDIO-Leistungs-Würfel" dargestellte Spannung möglichst hoch ist, zu 2 Ohm hin kaum abfällt, sowie auch in den Eckbereichen des Diagramms keine Leistungseinbrüche erkennbar sind, dann ist der Verstärker auch entsprechend laststabil.
Spannung fällt zu niedrigeren Impedanz nicht ab ... Hmm... Ist das nicht das was ich mit stromlieferfähigkeit gemeint habe???
Rank hat geschrieben:
Ob Netzteil und die Kühlkörper großzugig dimensioniert sind, darüber gibt sogar bereits das Gewicht des Verstärkers eine ungefähre Auskunft.
Trotzdem kann aber auch ein Blick ins Innere lohnen, um in Erfahrung zu bringen, ob Kondensatoren und Netzteil tatsächlich ausreichend dimensioniert sind.
Danke für den Hinweis. Daran hatte ich in meinem Beitrag gar nicht gedacht...Aber Danke das du's nochmal kompakt auf den Punkt bringst.
Re: Laststabilität von Endstufen? Messbar? Welche Empfehlung
Verfasst: Sa 22. Dez 2012, 12:13
von Lautenist
robsen hat geschrieben:Spannung fällt zu niedrigeren Impedanz nicht ab ... Hmm... Ist das nicht das was ich mit stromlieferfähigkeit gemeint habe??
Im Prinzip ja ... aber ... realistisch muß man mit komplexen Impedanzen rechnen, also die tatsächliche (Wirk)Leistung die man da herausprügelt nach U x I x cosφ = P daddeln. Die reine Messung nach Ohmscher Last und daran abgefallener Spannung ist nur die halbe Wahrheit. Das Drama ist allerdings, dass wir über diese komplexe Impedanz ( die sich auch noch über den Frequenzbereich dramatisch ändert/ändern kann) die so ein Lautsprecher&Weiche darstellt, recht wenig wissen. Bestimmte Schaltungsdesigns kommen da besser zurecht als andere, Single-Chip Leistungsverstärker z.B., rauchen gerne bei hoher kapazitiver Last ab, aber nicht weil sie rein Leistungsmäßig das nicht packen, sondern weil sie oft im xxxkHz/MHz Bereich zu schwingen beginnen.