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Umstieg auf Nubert?

Fragen und Antworten zu Nubert Boxen in klassischer Zwei-Kanal-Anwendung
Doktor
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Re: Umstieg auf Nubert?

Beitrag von Doktor »

Da lese ich jetzt mal raus:

Nubert holt 95% des machbaren raus und kostet hierbei 2000 EUR.
Eine B&W 803 Diamond holt 98% raus, kostet pro Box jedoch ca. 4500 EUR und ist dafür noch ein wenig stylischer und wertiger verarbeitet.

Und nun heisst es sich selber klar zu werden, ob einem die 3% ca. 2500 EUR wert sind. Korrekt?
Gruß
Doktor
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lontano
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Re: Umstieg auf Nubert?

Beitrag von lontano »

... wenn es dir gelingt, dein Hörempfinden in Prozent umzurechnen, möglicherweise korrekt. Aber das ist Quatsch. In Wahrheit kannst du erst entscheiden, wenn du beide Lautsprecher probegehört hast (und möglichst nebeneinander, bei dir zuhause). Möglicherweise hältst du die Nubert für deutlich schwächer, oder sie gefällt dir sogar besser.
Stereo: Squeezebox Touch > CA 840C > CA 840A V2 > nuVero 11
Surround: Philips BD 5200/12 > Marantz SR 6005 > 11, 7, 24, 40
Doktor
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Re: Umstieg auf Nubert?

Beitrag von Doktor »

lontano hat geschrieben:... wenn es dir gelingt, dein Hörempfinden in Prozent umzurechnen, möglicherweise korrekt. Aber das ist Quatsch. In Wahrheit kannst du erst entscheiden, wenn du beide Lautsprecher probegehört hast (und möglichst nebeneinander, bei dir zuhause). Möglicherweise hältst du die Nubert für deutlich schwächer, oder sie gefällt dir sogar besser.
Das ist so schon einfach bei beispielsweise CPUs: Da kann man einfach aus der Tabelle ablesen, welche schneller ist.
Hören ist immer sehr individuell und da gibt es einfach keine Musterlösung.
Gruß
Doktor
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Re: Umstieg auf Nubert?

Beitrag von 10finger »

Nope, bei der Wahl von Lautsprechern menschelt es mehr. So wie: Welche Frau passt besser zu mir, Frau 1 oder 2? Das kann uns niemand beantworten, ausser jeder für sich selbst.
Let the speakers blow your mind! - 10finger
chita
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Re: Umstieg auf Nubert?

Beitrag von chita »

10finger hat geschrieben:.... Welche Frau passt besser zu mir, Frau 1 oder 2? Das kann uns niemand beantworten, ausser jeder für sich selbst.
Nur kannst Du Lautsprecher 1, der schon bei Dir zuhause steht, deutlich gefahrloser zuhause mit dem neuen Lautsprecher 2 vergleichen :mrgreen: :wink:
Front: NL30 + ABL30, Center: NL CS-40; Rear: NL RS-3 ; Sub: AW-1000. AVR: Onkyo TX-NR818, NL30 mit ABL an Endstufe Harman Kardon HK870. CDP: Denon DCD-1450AR, LP: Thorens TD-280 MK II mit Goldring AC-30. Panasonic TX-P46S20
CNeu

Re: Umstieg auf Nubert?

Beitrag von CNeu »

Doktor hat geschrieben:Da lese ich jetzt mal raus:

Nubert holt 95% des machbaren raus und kostet hierbei 2000 EUR.
Eine B&W 803 Diamond holt 98% raus, kostet pro Box jedoch ca. 4500 EUR und ist dafür noch ein wenig stylischer und wertiger verarbeitet.

Und nun heisst es sich selber klar zu werden, ob einem die 3% ca. 2500 EUR wert sind. Korrekt?
Ja. Wobei für mich liegt nubert bei den nuveros bei ca. 80%, aber das ist wie schon gesagt schwer in Zahlen auszudrücken. Es gibt bestimmt auch Menschen, denen eine nuVero tonal besser zusagt als LS für 50k.

Man muss sich darüber im Klaren sagen, dass für viele LS-Hersteller nicht Neutralität das Mass aller Dinge ist sondern "Wohlklang". Für mich sind nsf - insbesondere mit neutraler Elektronik - gelegentlich etwas anstrengend. High-End LS zeichnen sich meistens durch eine besondere klangliche Einfärbung in Kombination mit einem außergewönlichen Design aus. Beides trifft auf nsf-LS nicht zu.
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Re: Umstieg auf Nubert?

Beitrag von Audiophilius »

CNeu hat geschrieben:
Nubert macht sehr gute Lautsprecher mit sehr gutem Klang, die für viele erschwinglich sind.
Wenn du das letzte Quentchen an Klang rausholen möchtest, musst du wesentlich mehr Geld in die Hand nehmen. Ist in anderen Segementen identisch. High End kostet.

Logisch ist auch, dass diese Produkte dann wesentlich aufwendiger/edler verabeitet sind (und somit teurer) und das Marketing auch anspruchsvoller (und somit teurer) ist.

Es ist eben einfacher/billiger sich einzureden, dass man mit nubert schon am Ende des Möglichen angelangt ist... :roll:
CNeu hat geschrieben: Man muss sich darüber im Klaren sagen, dass für viele LS-Hersteller nicht Neutralität das Mass aller Dinge ist sondern "Wohlklang". Für mich sind nsf - insbesondere mit neutraler Elektronik - gelegentlich etwas anstrengend. High-End LS zeichnen sich meistens durch eine besondere klangliche Einfärbung in Kombination mit einem außergewönlichen Design aus. Beides trifft auf nsf-LS nicht zu.
Ich hatte nicht umsonst geschrieben: es gibt nicht nur Nubert. Das wäre ja nun auch völlig vermessen. Das sieht übrigens auch die nsf ganz entspannt und kann durchaus auch für andere Boxen schwärmen, habe ich etwa bei der World of HiFi erlebt. Und Technik, Material und Klang schreiten permanent voran. Natürlich ist da viel Spiel.

Ganz klar kostet aufwändige und edle Verarbeitung Geld, unter Umständen heftig viel Geld. Das kann es wert sein - es kann aber auch völlig unangemessen sein. Hier einen Ausgleich zu finden ist sehr schwer. Manche Boxenhersteller sind da auf einem guten Weg - andere wohl eher nicht...
Ganz klar wird - in jedem Segment, nicht nur bei HiFi - aber auch heftig viel Geld mit "Guru", "Design" und vermentlichem "High End" gemacht.
Wer definiert "High End"? Die Fachzeitschriften?

Abgesehen davon, dass ich das Design der nuVero (bis auf nuVero 4, die ist klobig) außerst schön, zeitlos und wertig finde (was bei der nuLine-Serie für meinen Geschmack nur teils der Fall ist und bei nuBox und nuPro bei allen Bemühungen gemessen am Preis für mich eher eingeschränkt der Fall ist)...
...ist das Geschmackssache.

Das gilt auch für den "Klang".
Es kommt darauf an was man will.
Wenn man einen unverfärbten Klang will, bietet Nubert aus meiner Sicht klar High End. Und man kann auch nicht sagen, dass beispielsweise eine nuVero 14 kein Temperament hat. Wenn man den Klang "einfärben" will, dann bietet Nubert ein ATM. Damit kann man anpassen und "einfärben".

Viele andere teils sehr teure Boxen bieten wie Du sagst: ein Einfärbung.
Die bekommt man nicht weg. Die kann nerven oder gefallen. Das kann sich aber auch ändern, Hörgewohnheiten ändern sich. Dann würde mir die Investition in eine Box die 5.000 EUR pro Seite aufwärts kostet aber sehr weh tun.
Bei neutral abgestimmten unverfärbten Boxen jedenfalls hat man 1:1 das, was die CD hergibt - im Guten und im Schlechten. Ich finde nicht, dass das anstrengend oder nervig ist, es ist ehrlich. Es geht ganz unverfälscht (und dann besser als mit jeder Box die das Gute "einfärbt" bzw. verfärbt) die Sonne auf - oder der Ton-Ingenieur hatte einen schlechten Tag. Ich mag das. Ich höre es gern so wie es ist. Das ist für mich High End, also für mich das, was ich erreichen wollte.
Und wenn meine Ohren mal darauf stehen, dass ich eine schlecht zB mit zu viel Höhen oder Verzerrung aufgenommene CD "tune" und damit "einfärbe", dann habe ich: immerhin ATM und damit eine Möglichkeit, die mir eine andere Box (in dieser Form) nicht bietet.
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aaof
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Re: Umstieg auf Nubert?

Beitrag von aaof »

Obwohl man bei der Neutralität von LS doch etwas aufpassen sollte. Die hat Nubert nicht alleine gepachtet. Wenn ich mich an einen Test im Frühjahr einer Fachzeitschrift erinnere, war die nuVero 10 nicht die neutralste im Test. Hersteller wie z. Bsp. Canton oder Elac die preislich auch interessante Angebote haben, können da ebenfalls in die Kerbe schlagen.

Auch wenn ich Nubert-Fan bin, beobachte ich auch andere Hersteller schon genau (vorallem in den noch bezahlbaren Regionen). Und trotz Direktvertrieb bekommen auch andere Hersteller sehr ordentliche Pakete zu bezahlbaren Preisen auf die Kette.

Aber Nubert punktet eben nicht nur durch tolle LS, sondern auch durch extrem guten Service, Ehrlichkeit und 100% Glaubwürdigkeit.

Gruß

aaof
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Re: Umstieg auf Nubert?

Beitrag von g.vogt »

Doktor hat geschrieben:Da lese ich jetzt mal raus:

Nubert holt 95% des machbaren raus und kostet hierbei 2000 EUR.
Eine B&W 803 Diamond holt 98% raus, kostet pro Box jedoch ca. 4500 EUR und ist dafür noch ein wenig stylischer und wertiger verarbeitet.

Und nun heisst es sich selber klar zu werden, ob einem die 3% ca. 2500 EUR wert sind. Korrekt?
So sollte man m.E. nicht an das Thema herangehen.

B&W verfolgt seit geraumer Zeit eher den Ansatz der Bauteilaskese, ich weiß allerdings nicht, ob das auch schon für deine Schätzchen galt. Da finden sich in Boxen für mehrere tausend Euro drei Weichenbauteile, erlesenste natürlich, und es ist schon erstaunlich, wie relativ wenig wellig der Frequenzgang trotz der 6dB-Filter ausfällt. Nubert verfolgt da einen geradezu gegensätzlichen Ansatz. Und insofern ist auch klanglich Anderes zu erwarten, so dass dich Zahlenvergleiche kaum weiterbringen werden.

Deshalb empfehle ich: Wenn dich der nubertsche Ansatz interessiert, dann nutze Forum und Hotline zur Entscheidung für den geeigneten Vergleichskandidaten und mach dir anschließend dein eigenes (Hör)Bild.
Zuletzt geändert von g.vogt am Di 30. Aug 2011, 20:19, insgesamt 1-mal geändert.
Setzt die Klangsegel! Auf zu neuen Hörizonten!
CNeu

Re: Umstieg auf Nubert?

Beitrag von CNeu »

@ Audiophilius

gut nachvollziehbar.

Klar, wenn man Neutralität als das höchstes Ziel ansieht, ist man mit nubert gut dabei.

Wegen Reinheit der Aufnahme, so wie es der Toningenieur vorgesehen hat: Wenn ich als Toningenieur davon ausgehen kann, dass die Mehrzahl der Kunden/Hörer über Nicht-Neutrale-Systeme verfügt, wird er seine Aufnahme genau für diese Kundschaft optimierern (die jüngste Erscheinung hierzu: siehe Loudness War). Somit ist ein Nicht-Optimales-Hörerlebnis mit neutralen LS absehbar 8O

Was ich als Bereicherung sehe, wenn man unter verschiedenen Abstimmungen wählen kann. Bei mir nv11 (neutral) und als Kopfhörer einen Denon AH D 2000 (leicht eingefärbt). Den KH finde ich total genial (im Gegensatz zum AKG 701 ( mit dem kannst du mich jagen (andere finden den wieder genial, weil neutral - so ist das eben)))

Die Arbeitsweise des ATMs ist zu linear um damit eine "Einfärbung" zu schaffen. Bei Verzerrungen ist übrigens auch das ATM machtlos :wink:

Schönen Gruß
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