Toni78 hat geschrieben:Wieso behauptest Du das kein Mensch die DSP-Programme braucht?? Das stimmt einfach nicht. Ich nutze sie und damit stehe ich ganz sicher nicht alleine da. Wenn Du sagst das viele die nicht (ge-)brauchen - ok!

Ausserdem gibts da eben auch von Hersteller zu Hersteller Unterschiede. Onkyo verfügt auf dieser Ebene eben über kein Know-How, vielleicht sind dort die Programme wirklich unbrauchbar.
Das ist Geschmackssache. Mit DSP-Programmen meine ich aber spezielle Soundeffekte und nicht etwa die Möglichkeit von Stereo auf PLII oder DTS:Neo6 hochzurechnen. Davon mache ich beim Fernsehen oder Spielekonsole schon Gebrauch. Um etwas Klarheit hineinzubringen: Für mich ist der Onkyo genau das richtige weil ich weder eine Einmessung noch zwanzigtausend DSP-Programme brauche, die ich sowieso nie genutzt habe. Ich bin auch mit 5.1 schon völlig zufrieden. Bevor ich zu Nubert Speakern gekommen bin hatte ich einen Sony STR-DB 930 QS an einem einfachen Canton-Surroundset, da ich eine lange Phase hatte in der HiFi keinen grossen Stellenwert mehr hatte (ich war einfach enttäuscht was klanglich bei meinem Kumpel an seiner teuren Anlage zu hören war). Der Sony hatte eine deutlich grössere Auswahl an DSP-Programmen - aber: genutzt habe ich sie nie! Ich habe festgestellt das mir eine neutrale Wiedergabe mit dezenten Surroundanteil deutlich mehr liegt als auf die Effektschleuder zu drücken. Die ganzen künstlichen DSP-Programme klangen für mich einfach zu aufgesetzt/aufgedickt und auch wenn das manchmal lustig war zwischen verschiedenen Effekten umzuschalten war mir das auf Dauer gehört zu nervig - ein Surroundbrei entsteht, der mit der Bildquelle nichts mehr zu tun hat. Würde jemals ein Toningenieur eine Kinoproduktion oder DVD so abmischen? Ich denke nicht. Das Hochrechnen von Stereo klingt aber im Gegensatz dazu sehr angenehm, weil die Effekte nur dezend bis hin und wieder deutlich wahrnehmbar in Erscheinung treten - eben so wie sie aus der Stereoquelle bildunterstützend einwirken. Wenn man sich mal aufs Sofa setzt und einfach entspannt lauscht wird man es ganz von selbst verstehen.
Toni78 hat geschrieben:Dann diese Modulbauweise... ja ist eine geniale Sache, ziemlich einzigartig wie auch der ganze Verstärker.
Aber was nützt mir der modulare Aufbau wenn dieser seitens des Herstellers in keiner Form genutzt wird? Verschenktes Potenzial, weil der Onkyo hätte es durchaus verdient mit zeitgemässen Modulen wieder auf den aktuellen Stand der Technik gebracht zu werden.
Die Modulbauweise ist garnicht mal so das wichtige an dem Gerät sondern der superbe Stereo- und Surroundklang. Ich kann einfach nichts negatives am Klang finden, egal wie laut ich bisher gehört habe - zumindest so laut das man das gesprochene Wort aus nächster Nähe nicht mehr wahrgenommen hat. Dabei klingt aber alles extrem sauber, so das man den eigentlichen Abhörpegel garnicht negativ wahrnimmt. Ich kann bei Film auch garnicht so laut aufreisen, weil mir die Nachbarn wegen der Bassgewalt sonst aufs Dach steigen würden. Mein alter AVR klang bei hohen Laustärken an der NuLine 122 kratzig angestrengt und hatte auch nicht diese Feinauflösung, Präzision, Detailverliebtheit und weiträumige Stereoabbildung. Erst seit dem 5000er habe ich bemerkt wieviel Bass in der 122er steckt. ATM Module vermisse ich diesbezüglich garnicht (höchstens um mal die Klangwaage für den Mittel-/Hochtonbereich zu nutzen, wenn man mal eine schlecht klingende CD erwischt hat). Deshalb habe ich mit dem 5000er einen grossen Schritt gewagt, um die Nubert Lautsprecher so gut wie möglich klanglich auszureizen (sicher bringt eine Stereo Vor- und Endstufe in der selben Preisklasse noch etwas mehr Performance aber die Kombi kostet dann genauso viel wie der ganze AVR und ich wollte ja aus Bequemlichkeit nur ein einziges Gerät, das beides gut kann).
Toni78 hat geschrieben:So wie er jetzt ist, ist er ein leider veraltetes Gerät mit einer excellenten, wertigen Optik und verstärkerseitig auch heute noch ganz weit vorne mit dabei.
Veraltet ist er für meine Bedürfnisse ganz und garnicht. Mir sind die neuen HD-Tonformate einfach nicht wichtig genug. Ich verstehe das die Industrie versucht dem Kunden immer etwas neues vor die Nase zu setzen, das man doch bitte kaufen soll weil es doch soviel besser ist als alles was bisher dagewesen ist. Eigentlich sind die Vorteile wenn man das ganze eher nüchtern betrachtet garnicht so riesig wie uns das die Werbung immer versprechen will. Eine ordentliche Produktion ist bedeutend wichtiger als ein neues Tonformat. Zudem die DVD-Technik nicht immer voll ausgereizt wurde (Double-Layer DVDs sind nicht unbedingt die Regel). Die neuen Formate dienen in erster Linie dazu dem Kunden etwas neues aufs Auge drücken zu können, damit er den Geldbeutel zückt denn technisch ausgereizt waren die alten Formate keineswegs und mangelnden Speicherplatz gab es auf einer DVD auch nicht um ein gutes Bild und den passenden Ton zu liefern. Dazu hätte ein Double-Layer gereicht - wurde aber von der Industrie nicht konsequent genutzt.
Toni78 hat geschrieben:Nur dürften ihn mittlerweile die Geräte der gehobenen Mittelklasse (a la Yamaha 3800, Onkyo 906) klanglich schon ganz schön nahekommen, dafür aber mit ihrer Ausstattung überholen.
Das muss mal jemand testen der diese Geräte zum Vergleich zuhause hat. Ich denke es ist selbst für die heutigen Geräte schwierig dem Onkyo zu einem deutlich günstigeren Preis Paroli zu bieten, da sie nicht annähernd durch die Bank so hochwertige Bauteile und Schaltungen zur Verfügung stellen, wie das im 5000er der Fall ist. Wenn man bedenkt wieviel Technik da drin steckt (Bildwandler, Tonwandler, Endstufen, Vorstufe, Digital-Analog-Wandlung etc.) und das diese auch entsprechend hochwertig, also damit teuer ausgelegt sein müssen kann man sich schon vorstellen warum ein AVR Bolide mit viel Technik soviel Geld kostet. Gute Stereoverstärker kosten auch eine gute Stange Geld, wenn man das Schaltungsdesign fast kompromisslos auslegen will. Diesbezüglich ist der Rotel RSX-1067 auch ein tolles Gerät, wenn man mal in den Verstärker geblickt hat. Warum soll also ein wertiger Aufbau nichts mehr Wert sein?
Toni78 hat geschrieben:Ist einfach schwierig da eine pauschale Antwort zu geben. Der Onkyo 5000 ist halt leider nicht so für die Zukunft gerüstet wie er es sein könnte. Daher würde ich mich eher für einen aktuellen AVR entscheiden.
Da muss jeder nach seinen eigenen Bedürfnissen schauen, da die Schwerpunkte doch recht unterschiedlich ausfallen können. Ich brauche die ganzen neuen Features der AVRs einfach nicht sondern lediglich einen AVR mit hoher Klangreinheit und guter Bildwiedergabe plus praxisgerecht ausgelegten Anchlüssen. Der Rest ist in der Regel eher Marketing: uns glauben zu lassen, das man ohne aktuellen AVR auf der Strecke bleibt. Warum sollte das der Fall sein? Die Industrie will doch immer neue Features als den letzten Schrei verkaufen, dabei ist eine solide Konstruktion wie sie etwa auch beim Rotel RSX-1067 vorzufinden ist für mich persönlich gesehen deutlich wichtiger.