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Betagter Bolide oder neuer AVR?

Diskussionen über AV-Verstärker/Receiver, DVD-Player, TV-Geräte, Projektoren
BlackMac

Beitrag von BlackMac »

Der Pabst hat geschrieben:- Einmessprogramme und andere technische Spielereien sind ebenfalls vollkommen unwichtig
Sehe ich aber genauso. Ich brauche mir nichts von einem mittelmässigen DSP mit schlechten Algorithmen, Frequenzgangverbiegungen mit EQs und derren Phasendrehungen und einem mittelmässigen Beipackmikrofon mit einer Toleranz von einigen dB Lautstärkeunterschied etwas einmessen lassen. Die Raumakustik mit ihrer frequenz- und lautstärkeabhängigen Impulsantwort kriegt man damit sowieso nicht in den Griff. Langsam sind wir bei Surround doch da angekommen was man an einer Aiwa-Kompaktanlage immer so verachtet hat (hier und da denn Boost-Knopf, schnell man Equalizer rein, Enhancer rein, Stereoverbreiterung rein... :wink: )
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Der Pabst
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Beitrag von Der Pabst »

Vorneweg gleich die Geräte die für mich bereits aus dem Rennen ausgeschieden sind:
  • - Arcam AVR 300...........nicht auftrennbar
    - Cambridge Azur 640R..ungünstiges Preis/Klangverhältnis für meine Vorgaben (laut Testberichten)
    - Denon AVC-A1SRA......nicht mehr zu bekommen
    - Denon AVC-A1 VX.......nicht finanzierbar
    - Denon AVR-3808........"nur" Nachfolgemodell, keine allzugroßen Verbesserungen zu erwarten
    - Denon AVR-4308........nicht finanzierbar
    - Marantz SR8002.........im Vergleich zum Vorgänger zu teuer
    - Onkyo TX-SR805........ungünstiges Preis/Klangverhältnis für meine Vorgaben, ansonsten ein Schnäppchen!!! :idea:
    - Onkyo TX-SR806........im Vergleich zum Vorgänger zu teuer
    - Onkyo TX-SR906........im Vergleich zum Vorgänger zu teuer
    - Pioneer SC-LX71........im Vergleich zum Vorgänger zu teuer
    - Pioneer SC-LX81........nicht finanzierbar
    - Yamaha RX-V3900.....im Vergleich zum Vorgänger zu teuer
---------------------------------------------

Danke Horst_ausem_Forst, auf die neuen Pioneer-Modelle bin ich bislang noch gar nicht aufmerksam geworden. Macht die Wahl schwerer... ;-)

Das klingt sehr interessant was du über den Onkyo TX-NR 5000E zu berichten hast, BlackMac, das deckt sich zu mindestens 99% mit dem was ich mir durch diese Auswahl hier im Endeffekt vorstelle. :-)

StefanB, der Denon AVR-2809 ist bestimmt ein gutes Produkt, ich zweifle allerdings daran, dass er die unten stehenden Vorgaben besser erfüllen könnte als die Konkurrenten die ich auf die Liste gesetzt habe:
Horst_ausem_Forst hat geschrieben:Videoverarbeitung braucht kein mensch in nem receiver
Ich brauche es definitiv nicht! Viel wichtiger sind wie gesagt folgende Punkte die eine Dauerlösung für mehrere Jahre sein sollen, pauschal gesprochen:
- sehr guter Stereoklang
- laststabile kräftige Endstufen
- deutliche Klangverbesserung zum momentanen Denon AVR-3803
- HD-Tonformate, Einmessprogramme vollkommen unwichtig
:!:


Folglich habe ich meine Vorauswahl erweitert um einen Marktüberblick von AV-Receivern zu erlangen, die meinen Vorstellungen entsprechen:

"betagte" Boliden:
  • - Denon AVC-A11 XV
    - Harman/Kardon AVR 7300
    - Marantz SR9600
    - Onkyo TX-NR 5000E
    - Pioneer VSA-AX 10 Ai
    - Rotel RSX-1067
    - Yamaha DSP-Z9
"neue" AVR's:
  • - Arcam AVR 350
    - Denon AVR-4306
    - Marantz SR8001
    - Onkyo TX-SR875
    - Onkyo TX-SR876
    - Onkyo TX-SR905
    - Pioneer SC-LX70
    - Pioneer SC-LX80
    - Yamaha RX-V2700
    - Yamaha RX-V3800
    - Yamaha RX-V4600
Wenn ihr aufgrund dieser Liste nun die freie Auswahl hättet, welchem Gerät würdet ihr den Vorzug geben - insbesondere wenn jetzt mehrere von einer Firma gelistet sind?

Grüße
Kai
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Toni78
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Beitrag von Toni78 »

BlackMac hat geschrieben:
Der Pabst hat geschrieben:- Einmessprogramme und andere technische Spielereien sind ebenfalls vollkommen unwichtig
Sehe ich aber genauso. Ich brauche mir nichts von einem mittelmässigen DSP mit schlechten Algorithmen, Frequenzgangverbiegungen mit EQs und derren Phasendrehungen und einem mittelmässigen Beipackmikrofon mit einer Toleranz von einigen dB Lautstärkeunterschied etwas einmessen lassen. Die Raumakustik mit ihrer frequenz- und lautstärkeabhängigen Impulsantwort kriegt man damit sowieso nicht in den Griff. Langsam sind wir bei Surround doch da angekommen was man an einer Aiwa-Kompaktanlage immer so verachtet hat (hier und da denn Boost-Knopf, schnell man Equalizer rein, Enhancer rein, Stereoverbreiterung rein... :wink: )
Und ich bin froh über den parametrischen EQ und die DSPs in meinem AVR... so unterschiedlich können Meinungen eben sein. Bin ich jetzt verachtet? Oder doch nur mein AVR :lol: :wink:
BlackMac

Beitrag von BlackMac »

Toni78 hat geschrieben:Und ich bin froh über den parametrischen EQ und die DSPs in meinem AVR... so unterschiedlich können Meinungen eben sein. Bin ich jetzt verachtet? Oder doch nur mein AVR :lol: :wink:
Gerade im privaten Unterhaltungssektor ist vieles Geschmackssache. Man kann die sauberen Prinzipien der Studiobranche nicht 1:1 auf die Unterhaltungselektronik zuhause anwenden, da hier auch der individuelle Geschmack eine Rolle spielt. Deshalb möchte ich da nichts verallgemeinern aber trotzdem meine Ansichten zu dem Thema äussern.
Ego

Beitrag von Ego »

Der Pabst hat geschrieben: Wenn ihr aufgrund dieser Liste nun die freie Auswahl hättet, welchem Gerät würdet ihr den Vorzug geben - insbesondere wenn jetzt mehrere von einer Firma gelistet sind?

Grüße
Kai
Immernoch den Yamaha RX-V3800 8)
BlackMac

Beitrag von BlackMac »

Der Pabst hat geschrieben:Das klingt sehr interessant was du über den Onkyo TX-NR 5000E zu berichten hast, BlackMac, das deckt sich zu mindestens 99% mit dem was ich mir durch diese Auswahl hier im Endeffekt vorstelle. :-)
Hallo Kai,

bezüglich des Onkyo TX-NR 5000 E gibt es noch folgenden Bericht:
http://www.nubert-forum.de/nuforum/fpos ... tml#112569
http://www.nubert-forum.de/nuforum/ftopic10019.html
http://www.eu.onkyo.com/dl/4044/Sonderd ... 2-2005.pdf
http://www.eu.onkyo.com/dl/4041/CybermediaADV1.pdf
http://www.hifi-regler.de/onkyo/onkyo-t ... 77ea5a609f

Zahlreiche Testberichte in Fachmagazinen:
http://www.eu.onkyo.com/de/products/pro ... 77876.html

Innenaufbau:
http://www.eu.onkyo.com/de/ir_img/17551 ... 7c3fc7.jpg
http://www.eu.onkyo.com/de/ir_img/17551 ... 92c253.jpg

Bedenke aber das der Onkyo kein DSP-Wunder ist und dir nicht unzählige Soundprogramme (Hallräume etc.) liefert, die sowie keiner braucht. Ansonsten ist der 5000er ein sehr solides Gerät und für die Ewigkeit gebaut. Der Onkyo ist was seine Konstruktion und den Aufbau anbelangt ein ziemlich einzigartiges Gerät. Ich kenne solch aufwändige Modulbauweisen eigentlich nur aus dem professionellen Tontechnikreich, wie sie beispielsweise bei Salzbrenner Stagetec angewendet werden.

Siehe:
http://www.stagetec.com/stagetec/nexus.htm

Gruss,
Jorge
Toni78
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Beitrag von Toni78 »

BlackMac hat geschrieben: Bedenke aber das der Onkyo kein DSP-Wunder ist und dir nicht unzählige Soundprogramme (Hallräume etc.) liefert, die sowie keiner braucht. Ansonsten ist der 5000er ein sehr solides Gerät und für die Ewigkeit gebaut. Der Onkyo ist was seine Konstruktion und den Aufbau anbelangt ein ziemlich einzigartiges Gerät. Ich kenne solch aufwändige Modulbauweisen eigentlich nur aus dem professionellen Tontechnikreich, wie sie beispielsweise bei Salzbrenner Stagetec angewendet werden.

Siehe:
http://www.stagetec.com/stagetec/nexus.htm

Gruss,
Jorge
Hi Jorge,

ich will Dir wirklich nicht dauernd "reinpfuschen"... aaaaaber :oops:

Wieso behauptest Du das kein Mensch die DSP-Programme braucht?? Das stimmt einfach nicht. Ich nutze sie und damit stehe ich ganz sicher nicht alleine da. Wenn Du sagst das viele die nicht (ge-)brauchen - ok! :wink: Ausserdem gibts da eben auch von Hersteller zu Hersteller Unterschiede. Onkyo verfügt auf dieser Ebene eben über kein Know-How, vielleicht sind dort die Programme wirklich unbrauchbar.

Dann diese Modulbauweise... ja ist eine geniale Sache, ziemlich einzigartig wie auch der ganze Verstärker.
Aber was nützt mir der modulare Aufbau wenn dieser seitens des Herstellers in keiner Form genutzt wird? Verschenktes Potenzial, weil der Onkyo hätte es durchaus verdient mit zeitgemässen Modulen wieder auf den aktuellen Stand der Technik gebracht zu werden.

So wie er jetzt ist, ist er ein leider veraltetes Gerät mit einer excellenten, wertigen Optik und verstärkerseitig auch heute noch ganz weit vorne mit dabei.

Nur dürften ihn mittlerweile die Geräte der gehobenen Mittelklasse (a la Yamaha 3800, Onkyo 906) klanglich schon ganz schön nahekommen, dafür aber mit ihrer Ausstattung überholen.

Ist einfach schwierig da eine pauschale Antwort zu geben. Der Onkyo 5000 ist halt leider nicht so für die Zukunft gerüstet wie er es sein könnte. Daher würde ich mich eher für einen aktuellen AVR entscheiden.
BlackMac

Beitrag von BlackMac »

Toni78 hat geschrieben:Wieso behauptest Du das kein Mensch die DSP-Programme braucht?? Das stimmt einfach nicht. Ich nutze sie und damit stehe ich ganz sicher nicht alleine da. Wenn Du sagst das viele die nicht (ge-)brauchen - ok! :wink: Ausserdem gibts da eben auch von Hersteller zu Hersteller Unterschiede. Onkyo verfügt auf dieser Ebene eben über kein Know-How, vielleicht sind dort die Programme wirklich unbrauchbar.
Das ist Geschmackssache. Mit DSP-Programmen meine ich aber spezielle Soundeffekte und nicht etwa die Möglichkeit von Stereo auf PLII oder DTS:Neo6 hochzurechnen. Davon mache ich beim Fernsehen oder Spielekonsole schon Gebrauch. Um etwas Klarheit hineinzubringen: Für mich ist der Onkyo genau das richtige weil ich weder eine Einmessung noch zwanzigtausend DSP-Programme brauche, die ich sowieso nie genutzt habe. Ich bin auch mit 5.1 schon völlig zufrieden. Bevor ich zu Nubert Speakern gekommen bin hatte ich einen Sony STR-DB 930 QS an einem einfachen Canton-Surroundset, da ich eine lange Phase hatte in der HiFi keinen grossen Stellenwert mehr hatte (ich war einfach enttäuscht was klanglich bei meinem Kumpel an seiner teuren Anlage zu hören war). Der Sony hatte eine deutlich grössere Auswahl an DSP-Programmen - aber: genutzt habe ich sie nie! Ich habe festgestellt das mir eine neutrale Wiedergabe mit dezenten Surroundanteil deutlich mehr liegt als auf die Effektschleuder zu drücken. Die ganzen künstlichen DSP-Programme klangen für mich einfach zu aufgesetzt/aufgedickt und auch wenn das manchmal lustig war zwischen verschiedenen Effekten umzuschalten war mir das auf Dauer gehört zu nervig - ein Surroundbrei entsteht, der mit der Bildquelle nichts mehr zu tun hat. Würde jemals ein Toningenieur eine Kinoproduktion oder DVD so abmischen? Ich denke nicht. Das Hochrechnen von Stereo klingt aber im Gegensatz dazu sehr angenehm, weil die Effekte nur dezend bis hin und wieder deutlich wahrnehmbar in Erscheinung treten - eben so wie sie aus der Stereoquelle bildunterstützend einwirken. Wenn man sich mal aufs Sofa setzt und einfach entspannt lauscht wird man es ganz von selbst verstehen.
Toni78 hat geschrieben:Dann diese Modulbauweise... ja ist eine geniale Sache, ziemlich einzigartig wie auch der ganze Verstärker.
Aber was nützt mir der modulare Aufbau wenn dieser seitens des Herstellers in keiner Form genutzt wird? Verschenktes Potenzial, weil der Onkyo hätte es durchaus verdient mit zeitgemässen Modulen wieder auf den aktuellen Stand der Technik gebracht zu werden.
Die Modulbauweise ist garnicht mal so das wichtige an dem Gerät sondern der superbe Stereo- und Surroundklang. Ich kann einfach nichts negatives am Klang finden, egal wie laut ich bisher gehört habe - zumindest so laut das man das gesprochene Wort aus nächster Nähe nicht mehr wahrgenommen hat. Dabei klingt aber alles extrem sauber, so das man den eigentlichen Abhörpegel garnicht negativ wahrnimmt. Ich kann bei Film auch garnicht so laut aufreisen, weil mir die Nachbarn wegen der Bassgewalt sonst aufs Dach steigen würden. Mein alter AVR klang bei hohen Laustärken an der NuLine 122 kratzig angestrengt und hatte auch nicht diese Feinauflösung, Präzision, Detailverliebtheit und weiträumige Stereoabbildung. Erst seit dem 5000er habe ich bemerkt wieviel Bass in der 122er steckt. ATM Module vermisse ich diesbezüglich garnicht (höchstens um mal die Klangwaage für den Mittel-/Hochtonbereich zu nutzen, wenn man mal eine schlecht klingende CD erwischt hat). Deshalb habe ich mit dem 5000er einen grossen Schritt gewagt, um die Nubert Lautsprecher so gut wie möglich klanglich auszureizen (sicher bringt eine Stereo Vor- und Endstufe in der selben Preisklasse noch etwas mehr Performance aber die Kombi kostet dann genauso viel wie der ganze AVR und ich wollte ja aus Bequemlichkeit nur ein einziges Gerät, das beides gut kann).
Toni78 hat geschrieben:So wie er jetzt ist, ist er ein leider veraltetes Gerät mit einer excellenten, wertigen Optik und verstärkerseitig auch heute noch ganz weit vorne mit dabei.
Veraltet ist er für meine Bedürfnisse ganz und garnicht. Mir sind die neuen HD-Tonformate einfach nicht wichtig genug. Ich verstehe das die Industrie versucht dem Kunden immer etwas neues vor die Nase zu setzen, das man doch bitte kaufen soll weil es doch soviel besser ist als alles was bisher dagewesen ist. Eigentlich sind die Vorteile wenn man das ganze eher nüchtern betrachtet garnicht so riesig wie uns das die Werbung immer versprechen will. Eine ordentliche Produktion ist bedeutend wichtiger als ein neues Tonformat. Zudem die DVD-Technik nicht immer voll ausgereizt wurde (Double-Layer DVDs sind nicht unbedingt die Regel). Die neuen Formate dienen in erster Linie dazu dem Kunden etwas neues aufs Auge drücken zu können, damit er den Geldbeutel zückt denn technisch ausgereizt waren die alten Formate keineswegs und mangelnden Speicherplatz gab es auf einer DVD auch nicht um ein gutes Bild und den passenden Ton zu liefern. Dazu hätte ein Double-Layer gereicht - wurde aber von der Industrie nicht konsequent genutzt.
Toni78 hat geschrieben:Nur dürften ihn mittlerweile die Geräte der gehobenen Mittelklasse (a la Yamaha 3800, Onkyo 906) klanglich schon ganz schön nahekommen, dafür aber mit ihrer Ausstattung überholen.
Das muss mal jemand testen der diese Geräte zum Vergleich zuhause hat. Ich denke es ist selbst für die heutigen Geräte schwierig dem Onkyo zu einem deutlich günstigeren Preis Paroli zu bieten, da sie nicht annähernd durch die Bank so hochwertige Bauteile und Schaltungen zur Verfügung stellen, wie das im 5000er der Fall ist. Wenn man bedenkt wieviel Technik da drin steckt (Bildwandler, Tonwandler, Endstufen, Vorstufe, Digital-Analog-Wandlung etc.) und das diese auch entsprechend hochwertig, also damit teuer ausgelegt sein müssen kann man sich schon vorstellen warum ein AVR Bolide mit viel Technik soviel Geld kostet. Gute Stereoverstärker kosten auch eine gute Stange Geld, wenn man das Schaltungsdesign fast kompromisslos auslegen will. Diesbezüglich ist der Rotel RSX-1067 auch ein tolles Gerät, wenn man mal in den Verstärker geblickt hat. Warum soll also ein wertiger Aufbau nichts mehr Wert sein?
Toni78 hat geschrieben:Ist einfach schwierig da eine pauschale Antwort zu geben. Der Onkyo 5000 ist halt leider nicht so für die Zukunft gerüstet wie er es sein könnte. Daher würde ich mich eher für einen aktuellen AVR entscheiden.
Da muss jeder nach seinen eigenen Bedürfnissen schauen, da die Schwerpunkte doch recht unterschiedlich ausfallen können. Ich brauche die ganzen neuen Features der AVRs einfach nicht sondern lediglich einen AVR mit hoher Klangreinheit und guter Bildwiedergabe plus praxisgerecht ausgelegten Anchlüssen. Der Rest ist in der Regel eher Marketing: uns glauben zu lassen, das man ohne aktuellen AVR auf der Strecke bleibt. Warum sollte das der Fall sein? Die Industrie will doch immer neue Features als den letzten Schrei verkaufen, dabei ist eine solide Konstruktion wie sie etwa auch beim Rotel RSX-1067 vorzufinden ist für mich persönlich gesehen deutlich wichtiger.
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bernardus
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Beitrag von bernardus »

Hallo Kai,

ich möchte jetzt nicht von deiner eigentlichen Frage zu weit abschweifen, aber mich würde im Hinblick auf die schon angesprochenen DSP-Programme (auch im Hinblick auf eine eventuell spätere Geräteaufwertung meinerseits) doch folgendes interessieren:

Ich nutze zur Zeit den Denon 3805. Da ich überwiegend im Mehrkanalbereich, weniger Stereo, höre, bin ich mit dem Klangpotential eigentlich sehr zufrieden, zumal dies ja mein erster AVR ist und als damaliger Einstieg bereits weit weg von der Einsteigerklasse angesiedelt war. Die zehn DSP-Programme, die das Gerät anbietet, sind für mich unbrauchbar. Ich nutze sie nie, weil sie in meinen Ohren durchweg künstlich, eben elektronisch erzeugt, klingen. (ProLogic IIx etc. überzeugt mich dagegen voll, dies schalte ich häufig zu.)

Nun hört man von den Yamaha-Receivern immer wieder, dass sie mit Abstand die überzeugendsten DSP-Programme böten, da hier echte Räume sehr authentisch nachgebildet würden, was vor allem auch dem Einsatz der speziellen Presence-Kanäle zu verdanken sei. Wie gut sind diese DSPs denn nun in der neuesten Gerätegeneration wirklich? Gibt es Kollegen, die diese Programme aufgrund ihrer Qualität häufig nutzen? Würden die Yamaha-DSPs vielleicht sogar den Ausschlag zugunsten Yamaha geben, wenn die Entscheidung zum Beispiel zwischen einem gleichklassigen Denon und einem Yamaha-AVR fallen sollte?

@ Ego: Ist die gelungene DSP-Abteilung der Grund, warum du dich für den Yamaha RX-V3800 entscheiden würdest?

Viele Grüße
Bernd
2 x nuWave 125; nuWave CS-65 mit AW-440; 4 x nuWave RS-5 auf BS-103, davon je 2 mit eigenem AW-440; AW-1300 DSP; AW-880; Magnat Omega 300; Panasonic TX-P65VTW60; Technisat DigiCorder HD S3; Denon AVR-3805+DVD 2930; Panasonic Blu-ray DMP-BDT500
BlackMac

Beitrag von BlackMac »

Hallo Bernd,

wenn ich mich bezüglich der DSP-Programme einmischen darf:
Ich halte die DSP-Programme für deutlich überbewertet in einem AVR.

Mein Kumpel hatte damals auch ein Yamaha Flagschiff an seinen Canton Ergo Standboxen. Die DSP-Programme klingen besonders was den Hall angeht deutlich natürlicher (Yamaha holt sich das Know-How aus der Tonstudioabteilung, da auch sehr hochwertige Halleffekte als Mainframes gebaut wurden) aber es gab ausser zur Vorführzwecken quasi nie eine Situation, in der sie dauerhaft zum Einsatz kamen. Und wir haben bei ihm nur ständig Filme gesehen. Diese ganzen Effekte klingen beim Durchschalten ganz lustig aber es gibt eigentlich kaum ein Stereo- oder Surroundquellensignal das damit vernünftig umgehen könnte. Hätte man einzelne Tonspuren auf denen sich die Effekte anwenden lassen, würde das noch Sinn machen aber so bleibt es für mich eher Spielerei (am Sony habe ich die ganzen DSP-Effekte auch nie genutzt - bei Filmgenuss höre ich ja die Tonspuren von der DVD - bei Stereomusik die Tonspuren aus den Frontkanälen. Die Surroundmischung sollte an sich schon so gut sein, das man nicht genötigt wird noch zusätzlich und willkürlich eigene DSP-Programme aufzuschalten).
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