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Verfasst: Do 19. Mai 2005, 12:11
von Benutzername
Die XLS-Serie ist aber auch nicht gerade billig. Außerdem funktioniert sie nicht besonders gut in geschlossenen Gehäusen. Der Abfall ist sehr früh.
Die CCX- oder SLS-Serie sind da deutlich billiger und für geschlossene Gehäuse geradezu prädestiniert.
Wenn ich das Geld hätte würde ich mir sofort ein einen XLS-Sub zulegen - vorher aber natürlich den QTs wert optimieren, dann dürfte dieses Chassis eins der Besten für geschlossene Bauweise sein!!
Ich hab selber den SLS 12, ist für den Preis sicher nicht schlecht, hat aber ehrlich gesagt einen viel zu hohen Qwert - selber gemessen habe ich Qts=0,524!! - daher muss selbst ein geschlossenes GEhäuse ziemlich groß ausfallen; klingt aber trotzdem ganz annehmbar :D , selbst wenn ich wahrscheinlich den BAss vollkommen überdreht habe. OT: Erstaunlich find ich aber wie schnell der Sub an seine Grenzen kommt trotz eines linearen Hubs von +-8mm, was ja eigentlich überdurchschnittlich ist. Deswegen wird jetzt bald ein zweiter SLS 12 dazukommen :twisted:
Also ich denke du meinst das XLS10 Chassis
jep

Was ein ohmschen Widerstand in dieser Situation bringen soll ist mir allerdings unklar, das bringt doch einfach nur einen negativen Gain bis zur Resonanzfrequenz (simuliert 48Hz) oder?
negativer GAin??

durch einen Vorwiderstand erhöhst den Qes-Wert und damit auch den Qts-wert, da der Gleichstromwiderstand Rs der Schwingspule in Qes mit einhergeht:

Qes=2*pi*fs*Mms*Rs/(Bl)^2

wenn du den Qts Wert auf ungefähr 0,35 hochbringts schaut die Wiedergabe schon verdammt schöner aus....
"Die Vorwiderstandmethode" tauch auch immer wieder in den Selbstbauerzeitschriften auf....
Als Nachteil würde ich auch die schlechtere Chassiskontrolle durch den Amp, Stichwort Dämpfungsfaktor, sehen.
Die Wiedergabe hängt letztendlich hauptsächlich nur vom QtcWert ab. Einen guten Qtc WErt (0,6) bekommt aber mit jedem einigermaßen hochwertigen Chassis hin. Bei großen Qts-Werten muss das Gehäuse für einen sinnvollen QTc-Wert dementsprechend größer ausfallen...
Die schlechtere Ampkontrolle ist sowas von marginal, weil du zwar schon einen Vorwiderstand dazwischenschaltest, insgesamt aber den QtsWErt lediglich auf ca. 0,35 erhöhst, was noch ein relativ niedriger WErt ist - da wird nicht wirklich was verschlechtert. Viel schlimmer und hörbarer ist es wenn du mir Filtern den Bassbereich entzerrst => Gruppenlaufzeiten von weit über 20ms!! und vor allem funktioniert dann dein Druckkammereffekt nicht mehr, da der Abfall "unterhalb der Entzerrung" extrem steil ist (mind. 24 dB/Oktave)

Gruß,
Andi

Verfasst: Do 19. Mai 2005, 20:32
von teite
Hallo,
Benutzername hat geschrieben: Wenn ich das Geld hätte würde ich mir sofort ein einen XLS-Sub zulegen - vorher aber natürlich den QTs wert optimieren, dann dürfte dieses Chassis eins der Besten für geschlossene Bauweise sein!!
Hrhr das hört man gern. :P
Ich hab selber den SLS 12, ist für den Preis sicher nicht schlecht, hat aber ehrlich gesagt einen viel zu hohen Qwert - selber gemessen habe ich Qts=0,524!! - daher muss selbst ein geschlossenes GEhäuse ziemlich groß ausfallen
Genau deswegen habe ich mich auch nicht für die SLS Chassis entschieden, sie brauchten einfach ein zu grosses Gehäuse und die Chassis sind auch relativ tief.
negativer GAin??
Pegelabschwächung.
durch einen Vorwiderstand erhöhst den Qes-Wert und damit auch den Qts-wert, da der Gleichstromwiderstand Rs der Schwingspule in Qes mit einhergeht:

Qes=2*pi*fs*Mms*Rs/(Bl)^2

wenn du den Qts Wert auf ungefähr 0,35 hochbringts schaut die Wiedergabe schon verdammt schöner aus....
Dann bräuchte ich ca einen Widerstand von 3.3Ohm. Der sollte aber schon ziemlichst viel Last abkönnen oder? ;)
Die schlechtere Ampkontrolle ist sowas von marginal, weil du zwar schon einen Vorwiderstand dazwischenschaltest, insgesamt aber den QtsWErt lediglich auf ca. 0,35 erhöhst, was noch ein relativ niedriger WErt ist - da wird nicht wirklich was verschlechtert.
Kann ich nicht viel gegen sagen. Gibt leider nur grobe Empfehlungen was den optimalen Qtc Wert angeht.
Viel schlimmer und hörbarer ist es wenn du mir Filtern den Bassbereich entzerrst => Gruppenlaufzeiten von weit über 20ms!! und vor allem funktioniert dann dein Druckkammereffekt nicht mehr, da der Abfall "unterhalb der Entzerrung" extrem steil ist (mind. 24 dB/Oktave)
Gut die Entzerrung verursacht schon etwas group delay da ich keine FIR Filter zur Verfügung habe. ;) Das mit dem 24db/Okt Abfall versteh ich nicht so ganz.

cu,
Stefan

Verfasst: Fr 20. Mai 2005, 02:11
von Benutzername
Gut die Entzerrung verursacht schon etwas group delay da ich keine FIR Filter zur Verfügung habe. Das mit dem 24db/Okt Abfall versteh ich nicht so ganz.
hab ich ehrlich gesagt auch ein bisschen so in den Raum gestellt, aber dennoch ist der Rolloff nach einer Bassentzerrung deutlich steiler als der tyische 12dB einer geschlossenen Box - das kannst du sehr gut mit WinIsdPro simulieren oder im Dickason nachlesen.
warum nimmst du eigentlich nicht gleich den XLS 12???? So sehr viel mehr teuerer ist der auch nicht...

Gruß,
Andi

Verfasst: So 5. Jun 2005, 22:45
von teite
Hallo,

Tag 4:

Nach einer kleinen Zwangspause wegen Zeitmangel gings heute weiter.

Das Chassis ist tatsächlich doch noch eingetroffen und ich konnte mit den Abschlussarbeiten loslegen.

Bild

Die Speakonbuchse eingebaut und die Lautsprecherkabel angelötet. Das 4mm² sieht zwar etwas wuchtig aus, aber ich hatte nur die 4mm² Rolle von Reichelt da. ;) Beim Anlöten ist mir auch mal wieder aufgefallen, das man zum Löten immer eine Hand zu wenig hat. ;)

Hinten sieht man die Befestigung für die Standfüsse.

Bild

Leicht problematisch war das Befestigen der Einschlagmuttern für die Chassisbefestigung. Ich habe den Chassisausschnitt etwas zu gross gesägt, aber es passte noch grad so. *phew* 8)

Bild

Danach konnte ich endlich das Gehäuse verleimen. Jetzt weiss ich auch, wieso andere Selbstbauer massig Schraubzwingen verwenden. ;) Musste noch ein paar uralte Zwingen ausgraben damit es überall dicht wurde.

Bild


So das wars für heute, morgen werd ich das Teil mal in Betrieb nehmen und durchmessen...

cu,
Stefan

Verfasst: So 5. Jun 2005, 23:12
von MisterT
Sieht gar nicht schlecht aus,bin mal auf das Endprodukt gespannt.
Vielleicht noch eine kleine Verbesserung fürs nächste mal,ich hätte statt der Einschlagmuttern Gewindeeinsätze benutzt,die sitzen bündig im Holz und halten genauso.

Gruß Mister T

Verfasst: So 5. Jun 2005, 23:18
von stan libuda
Hallo,
wieso sind die Einschlagmuttern auf der Falschen Seite???. Oder sind das Zuganker???
Gruß Dirk

Verfasst: So 5. Jun 2005, 23:22
von stan libuda
Hallo,
ich würde das ändern, ist nur ein Frage der Zeit, bis das Chassis rausfällt.
Nix für Ungut, aber das hält nicht!!!
Gruß Dirk

Verfasst: So 5. Jun 2005, 23:26
von MisterT
Falls die Löcher für die Einschlagmuttern nicht größer als 8,5mm kannst Du sie immer noch durch Gewindeeinsätze mit Gewinde M5 austauschen.

Verfasst: Mo 6. Jun 2005, 00:20
von teite
Hallo,

Die Einschlagmuttern sind natürlich auf der Innenseite. ;) Ich hab die Frontseite für das Foto nur umgedreht, man sieht uach tiefer noch die Löcher für die Dübel.

@MisterT:
Ich hab bisher keine Gewindeeinsätze/hülsen kleiner M6 gesehen.

cu,
Stefan

Verfasst: Mo 6. Jun 2005, 05:48
von Christof