Nun ja, also ganz so negativ sehe ich das nicht. Grundsätzlich finde ich es eine gute Idee. Ich frage mich allerdings, ob das so in der Praxis richtig realisierbar ist. Recht gebe ich Dir darin, dass der Boxenhersteller eigentlich den Phasenverlauf und die daraus abgeleiteten Gruppenlaufzeiten seiner Box am besten kennt. Es ist also eigentlich Aufgabe der Lautsprecher-Hersteller die Lautsprecher zu optimieren.BlackMac hat geschrieben:...
Das war ja meine Kritik, inwiefern sich dieses Feature am Pioneer hörbar bemerkbar macht. Herr Belcher, einer der Entwickler bei Nubert sagte ja selbst erst kürzlich das die klanglichen Unterschiede zwischen Aktiv- und Passivboxen nicht besonders gross sind (bzw. eher zu vernachlässigen sind). Ich halte das bei Pioneer für den falschen Ansatz - das ist Aufgabe der Lautsprecher-Hersteller, wenn sie denn mal Aktivlautsprecher für den Heimbereich anbieten. Der Entwickler kann das bei der Konstruktion der Box besser abstimmen als irgendein Fremdhersteller. Im Vergleich zum Thema Raumakustik und derren Probleme ist das Thema Gruppenlaufzeit doch eher zweit-, wenn nicht sogar drittrangig. ausfallen, denn die Entwickler sind sich dem schon bewusst!Ich bin mal gespannt ob dieser Verstärker die Konstruktion der NuVero 14 deklassieren wird, weil sich durch die Anpassung noch deutlich wahrnehmbare Klangverbesserung ergeben könnten. Das wäre doch ein Armutszeugnis für die Lautsprecher-Hersteller und für Nubert! Deshalb gehe ich kaum davon aus, das die Unterschiede deutlich
Dieses Prinzip ist übrigens so sinnvoll wie der DBA Vergleich in einem leeren und vollgestellten Raum. In einem leeren Raum hat die Schallwelle keine Hindernisse, also auch keine Beugungseffekte, während sich das Prinzip in einem vollgestelltem Wohnzimmer schon eher problematischer gestalten kann.
Gruss,
Jorge
Zur Frage Hörbarkeit möchte ich noch anmerken, dass die Laufzeitunterschiede zwar gering sind, aber hörbar sein könnten, wenn es um zeitgleich abgestrahlte Signale geht. Laufzeitunterschiede scheinen schon ein Thema zu sein, gerade bei der Konstruktion der Nuvero wurde darauf geachtet: "Das komplexe Design der mit über 70 hochwertigsten Bauteilen bestückten Frequenzweiche vermeidet dabei weitgehend die großen Laufzeitunterschiede früherer Dreiwege-Konstruktionen."
Eigentlich ist eine Aktivbox der bessere Ansatz, um FIR-Filter zu implementieren. Der AV-Receiver-Hersteller ist aber wahrscheinlich nicht darauf erpicht, dass in Zukunft der Boxenhersteller an seiner Stelle Endstufen mit den Boxen verkauft. So lange allerdings Passivboxen der Standard im Hifi-Bereich sind, ist das Pio-Konzept nicht unvernünftig, IMHO!
Gruß
Kikl