Fly hat geschrieben:
Die intelligente Elektronik der nuPro bestimmt nach dem Einschalten
die Eingangsempfindlichkeit der analogen Eingänge automatisch.
Ich verstehe das auch so, dass da der Vorverstärker für den Wandler umgeschaltet wird, um die Wandlerauflösung auszulasten. Bei geringen Aussteuerungen käme es sonst zu erhöhtem Digitalrauschen. Das ist ein gängiges VErfahren bei ADCs. Da das aber digital berücksichtigt wird, sollte es sich nicht auswirken. Viele ADCs haben dazu programmierbare PreAMPs vorgeschaltet, die genau Faktor 1,2,4,8,16 verstärken. Das ist dann leicht zu berücksichtigen. Mitunter gibt es aber glitches beim Umschalten. Wandler, die das integriert haben, lösen das aber synchron und damit glichtfrei. Keine Ahnung, wie das bei den Numberts ist und ob man da was hören kann.
Schon mal probiert zu übersteuen?
Audiooo hat geschrieben:Dass die Nupros keine professionellen Schnittstellen haben ( XLR Eingänge ) ist wohl der Grund, dass sie in der Studioszene nicht Fuß fassen werden. Da im Tonstudio eben mit symmetrischer Verkabelung gearbeitet wird kriegt jeder ne Krise wenn er gleich mal wieder Kabel löten muß.....
Nun ja, es ist nicht das Kabel löten, würde ich sagen. Ich habe genug Consumerzeug rumliegen. Der Punkt ist die Anfälligkeit der unsymmetrischen Kabel gegen Störungen. Man kann bekanntlich in der Cinch-Zuleitung das 50Hz Brummen eines naheliegenden Netzkabels messen (nicht unbedingt hören). Genau so kann das digitale Verbindungskabel zwischen den NuPros den Analogeingang stören. Ist aber zu 90% im nicht hörbaren Bereich
Mit dem Digitaleingang sind die Lautsprecher durchaus studiotauglich, finde ich. S/PDIF über Coax ist zwar auch nicht 100% ideal und über optisch nicht 100% sicher, aber das ist schonmal eine Hausnummer, die die meisten komplexen analogen Verkabelungen übertrifft. Wenn ich manchmal sehe, dass ich hochwertigen Studiotischen, 5m Kabel verlegt sind, um vom Rack hin und wieder zurück zu kommen, weil dort die Endstufe sitzt und woanders die Umschaltbox und wieder woanders der analoge PreAmp mit EQ, dann kommen da schnell 20m Kabel von der DAW zum Monitor zusammen und die können auch schon so einiges einsammeln.
Der Punkt ist halt der, dass hochwertigere Monitorpaare locker die 1000 Euro-Grenze überwinden und man dann auch symmetrische Eingänge haben möchte - bzw bei den digitalen Schnittstellen halt AES/EBU und einen Word/Clock-Eingang. Letzter ist essenziell für eine jitterarme Aufführung. Eine saubere Taktrekonstruktion aus S/PDIF hat schon so seine Problemchen und von USB ist ganz zu schweigen.
Momentan sind die NuPros im Studiobetrieb aber eher die Drittmonitore. Für meine Zwecke, nämlich mobil vorort kleine - aber doch leistungsfähige Monis zu haben, die direkt aus der Recording-DSP-Karte gespeist werden können, sind sie geradezu ideal. Da ich oft in Räumen aufzeichne, die nicht akustisch ideal sind, machen Topmonitore eh keinen grossen Sinn. Für diese Zwecke sehe ich da breiten Einsatz, jedenfalls, was die A200 angeht.
Die 300er wären mir da fast schon zu gross und bei deren Preis bin ich fast schon bei meinen KH120A.