Weyoun hat geschrieben: Di 9. Mai 2023, 10:08
daXXes hat geschrieben: Di 9. Mai 2023, 09:40
Die Leute in Hamburg ticken auch anders als die in Stuttgart. Und das ist auch okay so, weil jede Region ihre eigene Kultur, Brauchtümer und Dialekte hat

Deswegen braucht man aber nicht ständig irgendwelche jahrzehntealten ollen Kamellen und Klischees neu aufwärmen.
Ich meinte das eher anders. Bestes Beispiel: Es gibt 33 Jahre nach dem Mauerfall prozentual immer noch deutlich mehr Westdeutsche (17 %), die noch nie im Osten waren als umgekehrt (2 %). Und das, obwohl sie während des 40 jährigen Bestehens der DDR im Gegensatz zu den DDR-Bürgern recht einfach mal zu Besuch kommen konnten.
Kann das leider nur unterstreichen.
Speziell in westdeutschen Dörfchen herrschen weiterhin starke Klischees.
West finanziert Ost, die Straßen sind dort besser, die Rechten leben dort.., bla bla bla.
Ich bin mit Ostdeutschen hier im Westen groß geworden.
Es war für die alle nicht leicht, angefangen vom Kindergarten bis zur Schule.
Aber ich habe diese Menschen von Anfang an geschätzt, offene und ehrliche Art, kein hintenrum.
In Gera war ich oft, spätestens wenn die westdeutschen dann an ostdeutschen Rasthöfen sich von heimischen Metzgern dort Fleisch, Sülze usw. geholt haben, war die Freude auf einmal gross.
Heute kenne ich viele ältere Ostdeutsche, welche hier im Westen hart gearbeitet haben bis zur Rente, aber Sie gehen wieder zurück, alle.
Weil das Lebensgefühl im Osten anders ist und ein Großteil sich im Alter doch wieder die Heimat zurückwünscht.
Aber das geht noch weiter, wenn man Dresden kennt, Kollegen in Threna kennt, oder mal im Erzgebirge war.
Es ist anders dort, menschlicher...
Ein Generationsdenken, weil wir älter sind?
Nein, ich denke nicht... würde eher sagen Erfahrung.