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Kritik: Messwerte

Fragen und Antworten rund um Produkte und Dienstleistungen der Nubert Speaker Factory und Nubert electronic GmbH.
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Koala
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Beitrag von Koala »

neuman356 hat geschrieben:+++OT+++[viel OT ;)]+++OT+++
*huch* da hab ich doch glatt den Thread vergessen... :lol: Im Grunde hast du das geschrieben, was ich BlueDanubes Aussage entgegnen wollte... ;)

greetings, Keita
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Frank Klemm
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Beitrag von Frank Klemm »

neuman356 hat geschrieben:+++OT+++
und zwar genau so, wie es der Künstler sah, als er es für gut befunden hat!
Wenn das Bild bei Sonnenlicht gemalt wurde, möchte ich es auch bei Sonnenlicht (oder ähnlicher künstlicher Beleuchtung) sehen.
@Blue Danube
Gehen wir mal davon aus z.B. Corregio hätte Portraits am liebsten unter folgenden Umständen gemalt: Hofraum, dessen Wände schwarz gestrichen sind und und mit Leinen überdacht ist -> gibt soetwas wie einen Weichzeichner ab.
Würdest du dir dieses Portrait jetzt unter den selben Bedingungen ansehen, siehst du nicht mehr viel vom Bild. Wo soll da der Sinn sein?
Wenn der Künstler eine Abendstimmung möchte, hält er diese im Bild fest und erwartet nicht vom Betrachter sich das Bild am Abend anzusehen.
Zur Sixtinischen Kapelle: Schau dir z.B. mal das Tondo Doni von Michelangelo an.
Die, wie du es ausdrückst, "Kitschigkeit" der Farbgebung dürfte sich mit der der Fresken in der Sixtinischen Kapelle decken.
Die Malerei in der italienischen Hochrenaissance besticht nicht gerade durch farbliche Zurückhaltung oder weiche Übergänge. (mit Ausnahme von Leonardo und seinem Sfumato)
Und deswegen versuchen die Entwickler von Digitalkameras, dieses dadurch zu
korrigieren, daß Kameras Farben viel zu blaß wiedergeben, damit dieses Bilder
alle nicht so grell und unangenehm aussehen.

Es scheint für viele Leser schwer bis unmöglich zu sein, zwischen einem
Objekt (Bild, Musik, CD) und einer Reproduktionsmaschine (Fotoapparat, Lautsprecher,
Maschine) zu unterscheiden.

Was für ein heilloses Durcheinander entsteht, wenn man Reproduktionsmaschinen
nicht standardisiert, sieht man sehr schön bei Webbrowsern. HTML ist zwar
standardiert, aber so gut wie niemand hält sich daran. Damit Webseiten brauchbar
dargestellt werden, müssen die Hersteller von Webbrowsern sich nicht nach dem
W3C-Standard richten, sondern an Hand von gesammelten Testseiten den Webbrowser
so zu tunen, daß dieser nichtnormkonforme Webseiten halbwegs brauchbar darstellen.
Im Gegeneffekt kommt es zu Fehler bei der Darstellung von normkonformen Seiten
und auch Webseitengestalter müssen pröbeln, bis sie ein halbwegs sinnvolles Layout
haben. Es gab über dieses Problem ein Interview mit den Programmierern von Opera.
Dieses Interview war eine vernichtende Kritik an dem Kuddelmuddel, was da getrieben wird.
Die Kernaussage war: ca. 95% der Programmierzeit geht auf dieses Kuddelmuddel rauf, weiterhin werden die Parser dadurch sehr langsam, weil man die Seiten
nach verschiedenen Merkmalen erst mal beurteilen muß, wie sie am besten zu
interpretieren sind.

Gleiches würde auftreten, wenn z.B. bei der Bilddarstellung die Hersteller von
Monitoren an den Primärfarben rumdrehen würden, damit Bilder angenehmer
aussehen. Scanner und Knipsenhersteller müßten wieder versuchen das
auszugleichen, damit Bilder nicht zu sehr verfremdet aussehen. Wenn man an
allen Stellen rumschraubt, entfernt man sich immer weiter von der Ideallösung.
Keiner weiß mehr, was der Kunde wirklich zu sehen bekommt. Warm abgestimmte
Bilder treffen auf warm abgestimmt Monitore und sehen dann selbst bei aller Toleranz
zu rötlich aus. Der nächste stimmt die Bilder bläulich ab, damit sie trotz der Tendenz
zu warmen Monitoren normal aussehen. Nur trifft er auf einen der wenigen neutralen
Monitore und das Bild sind zu blau aus.
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