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Verfasst: Di 17. Feb 2009, 12:27
von Blap
Eyes of Crystal

Der Kriminalbeamte Giacomo Amaldi (Luigi Lo Cascio) bekommt es mit einem besonders grausigen Fall zu tun. Ein offensichtlich irrer Killer schlachtet seine Opfer nicht nur brutal ab, er entwendet auch noch Körperteile die er gegen Teile einer Puppe austauscht. Im Laufe seiner Ermittlungen bittet ihn die attraktive Studentin Giuditta (Lucía Jiménez) um Hilfe, sie wird von einem Stalker belästigt der immer dreister wird. Gibt es eventuell Zusammenhänge mit der unheimlichen Mordserie, kann Amaldi den Wahnsinnigen stoppen...???

Das ich ein grosser Freund gepflegter Gialli bin ist kein Geheimnis. In den siebziger Jahren wurde ständig neuer Stoff produziert, selbst die Achtziger brachten noch ansprechende Beiträge zum Genre hervor. Doch seit das italienische Kino weitgehend am Boden liegt, ist auch der Nachschub herrlicher Kriminalfilme nahezu versiegt. Dario Argento beackert das Feld noch immer, scheint jedoch fast zum Einzelkämpfer geworden zu sein. Ein junger Mann namens Eros Puglielli sorgte mit "Eyes of Crystal" (Occhi di cristallo) im Jahre 2004 für ein kleines Ausrufezeichen. Die Schauspieler wirken motiviert und unverbraucht, die gesamte Besetzung leistet gute Arbeit. An Atmosphäre mangelt es dem Werk ebenfalls nicht. Die Story bleibt zu jeder Zeit nachvollziehbar, dabei bedient sich der Film recht elegant bei ähnlichen Ergüssen, Puglielli gelingt es aber eine gewisse Eigenständigkeit zu bewahren.

Zu den grossen Klassikern des Genres kann dieser solide Giallo nicht ganz aufschliessen. Italo-Fans und Freunde guter Thrillerkost sollten dem Film aber auf jeden Fall eine Chance geben. Die DVD aus dem Hause EuroVideo geht in Ordnung und ist inzwischen recht günstig zu bekommen.

Von meiner Seite erfreute 7,5/10. Bitte mehr davon!

Verfasst: Di 17. Feb 2009, 17:08
von Nolli
Blap hat geschrieben:Eyes of Crystal
Ist visuell auf jeden Fall interessant! Gut gefilmt und mit manch interessanter Kamerafahrt/-perspektive!

Mich hat nur die Attraktivität der attraktiven Studentin so garnicht überzeugt :D

Verfasst: Di 17. Feb 2009, 20:21
von Blap
Nolli hat geschrieben:
Mich hat nur die Attraktivität der attraktiven Studentin so garnicht überzeugt :D
Naja, die Dame ist natürlich kein Vergleich zu den herrlichen "Hammer-Frauen". ;)

Verfasst: Mi 18. Feb 2009, 12:56
von Faiko
ich hab gestern abend, nachdem mir die insel so gut gefallen hat, und in diesem zusammenhang dann children of men genannt wurde, selbigen kurz danach besorgt und gestern dann geguckt. fand die schauspielerischen leistungen längst nicht so gut wie bei der insel. aber irgendwie hat auch das gesamtpaket nicht so ganz gestimmt für meinen geschmack. ich kann es auch net so recht beschreiben aber mir hat es der film echt nicht angetan...

Verfasst: Mi 18. Feb 2009, 14:03
von Blap
Faiko hat geschrieben:ich hab gestern abend, nachdem mir die insel so gut gefallen hat, und in diesem zusammenhang dann children of men genannt wurde, selbigen kurz danach besorgt und gestern dann geguckt. fand die schauspielerischen leistungen längst nicht so gut wie bei der insel. aber irgendwie hat auch das gesamtpaket nicht so ganz gestimmt für meinen geschmack. ich kann es auch net so recht beschreiben aber mir hat es der film echt nicht angetan...
Das überrascht mich. IMHO ist "Die Insel" nettes Popcorn-Kino, während "Children of Men" weitaus mehr Tiefe, bessere Darsteller und eine extrem gelungene Atmosphäre bietet. Aber was solls, Geschmäcker sind unterschiedlich... :)

Verfasst: Mi 18. Feb 2009, 14:41
von Nubox481fan
Faiko hat geschrieben:aber irgendwie hat auch das gesamtpaket nicht so ganz gestimmt für meinen geschmack. .
Jupp, fand "die Insel" auch besser. Ich find bei Children of Man hätte ruhig etwas mehr SciFi reingepasst und auch zukunftsorientiertere Drehorte spielt ja immerhin in der Zukunft. Irgendwie sah der Film halt so aus als ob er "nebenan" gedreht wurde. Ja, schwer zu beschreiben. Die schauspielerische Leistung hingegen fand ich eigentlich ganz gut.

Verfasst: Mi 18. Feb 2009, 15:00
von Vin_Superbleifrei
"Felon"

Ein junger Familienvater und aufstrebender Jungunternehmer hat mit seiner hübschen, ihn liebenden Frau und seinem kleinen Sohn ein Haus gebaut, plant seine Hochzeit und erfreut sich an der Glückseligkeit seines perfekten Lebens.

Eines Nachts bricht ein Mann in sein Haus ein, der die Flucht ergreift, als der Familienvater ihn mit einem Baseballschläger stellt.

Bei der Verfolgung des Einbrechers trifft ein Schlag mit tödlicher Wirkung den Kopf des Flüchtenden.

Da diese Tat nicht mehr als Notwehr, sondern als Totschlag im Affekt behandelt wird, erwartet den Keulenschwinger eine dreijährige Gefängnisstrafe, die bei guter Führung halbiert werden soll.

Die unbekannte, harte Welt des Gefängnisalltages stellt den Neuling vor schwierige Entscheidungen. Er tut, was ihm am geeignetsten erscheint, um zu überleben.

Da er sich dadurch den Unmut eines sadistischen Gefängnisaufsehers zuzieht, landet er schliesslich im Hochsicherheitstrak bei einem sechzehnfachen Mörder (Val Kimer) und muss mit einer Verlängerung seiner Haftstrafe rechnen, während seine Familie ausserhalb des Gefängnisses um das wirtschaftliche Überleben kämpft.

Wirklich gute Filme aus 2008 kann man m. E. an zwei Händen abzählen. Diesen würde ich als Geheimtip bezeichnen und in die Liste aufnehmen.

Es wird zwar mit Klischees aus Gefängnisfilmen gespielt, diese werden zum Glück aber nicht zu sehr überzogen, sondern dienen wirksam der Erzeugung von Spannung und Dramatik.

Ich gebe sehr gute 8 von 10 Punkten

Verfasst: Mi 18. Feb 2009, 15:53
von Blap
dnitsche hat geschrieben: Ich find bei Children of Man hätte ruhig etwas mehr SciFi reingepasst und auch zukunftsorientiertere Drehorte spielt ja immerhin in der Zukunft. Irgendwie sah der Film halt so aus als ob er "nebenan" gedreht wurde.
Das war doch genau Sinn der Sache. Die Gesellschaft im Verfall, die ganze Welt in Auflösung...

Verfasst: Mi 18. Feb 2009, 16:03
von Nubox481fan
Jaein. Wusste das der Einwand kommt.

Also der Film spielt ja in der Zukunft also hätten die Gebäude etc. Infrastruktur schon etwas moderner ausfallen können. Das der Sinn des Films darin besteht das alles zerfällt, die Menschheit am Abgrund ist etc...ist klar. Nur der Film kommt halt so rüber als ob jetzt schon alles zerfallen würde. Der Film spielt aber im Jahre 2027 und da wird mit nem alten Volvo rumgefahren... Ist für mich halt insofern mit der Story nicht unbedingt im Einklang. Aber gut ich mag da evtl. etwas pinipel sein...

Verfasst: Mi 18. Feb 2009, 17:42
von Faiko
dnitsche hat geschrieben: Die schauspielerische Leistung hingegen fand ich eigentlich ganz gut.
clive owen hat bei mir eh einen stein im brett... den fand ich auch gut, jedoch der rest... ich weiß net, mich hats nicht berührt