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Fahrenheit 451
In der Zukunft kommt die Feuerwehr nicht um Brände zu löschen. Im Gegenteil, sie entfacht Feuer! Spezielle Feuer, denn in der Zukunft sind Bücher verboten, wer Bücher besitzt wird bestraft, das Lesewerk gleich vor Ort verbrannt. Montag (Oskar Werner) ist Feuerwehrmann. Von der Richtigkeit seiner Aufgabe ist er überzeugt. Als er jedoch Clarisse (Julie Christie) begegnet, die seiner Ehefrau Linda (Ebenfalls von Julie Christie dargestellt) optisch sehr ähnelt, beginnt der bisher sehr pflichtbewusste Feuerwehrmann über sein Leben nachzudenken. Clarisse ist so völlig anders als seine Frau, aufgeweckt, wißbegierig, während Linda den ganzen Tag nur vor der Glotze hängt, sich mit diversen Pillen zuballert. Montag erliegt bald dem Reiz des geschriebenen Wortes, seine gesamte Welt gerät aus den Fugen...
"Fahrenheit 451" (1966) von François Truffaut erinnert optisch an "A Clockwork Orange" (1971) von Stanley Kubrick, bzw. Kubricks Werk erinnert an den Film von Truffaut, der bereits einige Jahre zuvor am Start war. Im Gegensatz zu Kubrick schafft es Truffaut jedoch, seinen Film nicht in einem verquasten Sumpf aus pseudointellektueller Nichtigkeit absaufen zu lassen. Ich bin sicher kein Gegner Kubricks, Filme wie "Wege zum Ruhm", "2001: A Space Odyssey" oder "Full Metal Jacket" mag ich sehr. Sicher, Oskar Werner in der Hauptrolle von "Fahrenheit 451" spielt teils sehr hölzern -wen wundert es, der Typ stammte aus Österreich- jedoch passt seine darstellerische Beschränktheit sehr gut zu diesem Film. Auf jeden Fall ist er nicht derart unerträglich wie das wandelnde Brechmittel Malcolm McDowell in "A Clockwork Orange". Schauspielerisch glänzt "Fahrenheit 451" mit Julie Christie, die einen erstklassigen Job macht. Dies gilt für beide Figuren die sie extrem überzeugend darstellt.
Nun soll es auch genug der Verweise auf Kubricks Ausfall sein. Ok, einer geht noch, beide Filme fallen in die Schublade, die für dystopische Filme reserviert ist. "Fahrenheit 451" erstrahlt oft in schönsten Farben, ein klarer Kontrast zur tristen Thematik (Womit wir schon wieder eine Verwandtschaft mit "A Clockwork..." aufgezählt haben).
Insgesamt kann der Streifen nicht mit Genre-Grössen wie z.B. "Rollerball" (1975) mithalten, jedoch sollte man auch "Fahrenheit 451" den Einzug in die hauseigene Videothek nicht verwehren. Die DVD von "Universal" verdient Lob. Der Film liegt in schöner Qualität vor, es gibt interessantes Bonusmaterial zu sichten. Guter Stoff: 7/10
In der Zukunft kommt die Feuerwehr nicht um Brände zu löschen. Im Gegenteil, sie entfacht Feuer! Spezielle Feuer, denn in der Zukunft sind Bücher verboten, wer Bücher besitzt wird bestraft, das Lesewerk gleich vor Ort verbrannt. Montag (Oskar Werner) ist Feuerwehrmann. Von der Richtigkeit seiner Aufgabe ist er überzeugt. Als er jedoch Clarisse (Julie Christie) begegnet, die seiner Ehefrau Linda (Ebenfalls von Julie Christie dargestellt) optisch sehr ähnelt, beginnt der bisher sehr pflichtbewusste Feuerwehrmann über sein Leben nachzudenken. Clarisse ist so völlig anders als seine Frau, aufgeweckt, wißbegierig, während Linda den ganzen Tag nur vor der Glotze hängt, sich mit diversen Pillen zuballert. Montag erliegt bald dem Reiz des geschriebenen Wortes, seine gesamte Welt gerät aus den Fugen...
"Fahrenheit 451" (1966) von François Truffaut erinnert optisch an "A Clockwork Orange" (1971) von Stanley Kubrick, bzw. Kubricks Werk erinnert an den Film von Truffaut, der bereits einige Jahre zuvor am Start war. Im Gegensatz zu Kubrick schafft es Truffaut jedoch, seinen Film nicht in einem verquasten Sumpf aus pseudointellektueller Nichtigkeit absaufen zu lassen. Ich bin sicher kein Gegner Kubricks, Filme wie "Wege zum Ruhm", "2001: A Space Odyssey" oder "Full Metal Jacket" mag ich sehr. Sicher, Oskar Werner in der Hauptrolle von "Fahrenheit 451" spielt teils sehr hölzern -wen wundert es, der Typ stammte aus Österreich- jedoch passt seine darstellerische Beschränktheit sehr gut zu diesem Film. Auf jeden Fall ist er nicht derart unerträglich wie das wandelnde Brechmittel Malcolm McDowell in "A Clockwork Orange". Schauspielerisch glänzt "Fahrenheit 451" mit Julie Christie, die einen erstklassigen Job macht. Dies gilt für beide Figuren die sie extrem überzeugend darstellt.
Nun soll es auch genug der Verweise auf Kubricks Ausfall sein. Ok, einer geht noch, beide Filme fallen in die Schublade, die für dystopische Filme reserviert ist. "Fahrenheit 451" erstrahlt oft in schönsten Farben, ein klarer Kontrast zur tristen Thematik (Womit wir schon wieder eine Verwandtschaft mit "A Clockwork..." aufgezählt haben).
Insgesamt kann der Streifen nicht mit Genre-Grössen wie z.B. "Rollerball" (1975) mithalten, jedoch sollte man auch "Fahrenheit 451" den Einzug in die hauseigene Videothek nicht verwehren. Die DVD von "Universal" verdient Lob. Der Film liegt in schöner Qualität vor, es gibt interessantes Bonusmaterial zu sichten. Guter Stoff: 7/10
Zuletzt geändert von Blap am Sa 28. Feb 2009, 01:17, insgesamt 1-mal geändert.
Ich bin zwar ein Radikaler, aber mehr noch bin ich ein Lüstling! (Lady Snowblood 2: Love Song of Vengeance)
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Driver
Man kennt ihn nur als "The Driver" (Ryan O'Neal). Brauchen Bankräuber oder ähnliches Gesindel einen Fahrer für das Fluchtfahrzeug, der Driver ist ihr Mann, natürlich nur gegen gute Bezahlung. Ein Bulle (Bruce Dern) ist ihm hart auf den Fersen, jedoch kann er seinen "Lieblingsverbrecher" einfach nicht festnageln. Eine junge Dame (Isabelle Adjani), die ständig Geldsorgen hat, müsste den Driver eigentlich identifizieren können, war sie doch Augenzeugin eines Überfalles. Jedoch kann sie der Polizist nicht zur Mitarbeit motivieren, dafür hat sein Gegenspieler per entsprechender Summe bereits gesorgt. Als er mit den üblichen, legalen Methoden nicht zum Ziel kommt, beschliesst der Cop zu unkonventionellen Mitteln zu greifen. Wird "The Driver" in die gestellte Falle tappen...?
Walter Hill inszenierte diesen feinen Action-Thriller im Jahre 1978. Der Name des Regisseurs dürfte das Herz jedes Actionfans höher schlagen lassen. Verdenken wir ihm doch so herrliche Filme wie z.B.: "The Warriors", "Die letzten Amerikaner", "Nur 48 Stunden", "Ausgelöscht" oder auch "Trespass" und "Red Heat", um nur einige Highlights zu nennen. "The Driver" darf man ohne Zweifel zu den Genre-Klassikern der siebziger Jahre zählen. Hill setzt in seinen Filmen häufig auf Geballer, der Mann steht offensichtlich auf "Bloody Sam" Peckinpah, ganz sicher kein schlechtes Vorblid. Bei "Driver" wird jedoch nur recht selten zur Schusswaffe gegriffen. Toll gefilmte Verfolgungsjagden bestimmen das Bild, hier wird jede Menge Blech zu Schund gefahren, allerliebst. Doch nicht nur die Action ist Hill erstklassig gelungen. Zwischen den Gegenspielern O'Neal und Dern herrscht ständig eine unbändige Spannung, die beiden liefern sich ein tolles Duell, hier stimmt die Chemie perfekt. Die damals noch sehr junge Isabelle Adjani -der Traum meiner pubertären Wahnvorstellungen- fügt sich ebenfalls hervorragend in den Film ein. Die Handlung mag unbestritten sehr gradlinig und simpel gestrickt sein. In diesem Fall ist dies keinesfalls von Nachteil, denn "The Driver" lebt von seiner tollen Atmosphäre und den sehr gut gewählten Darstellern.
Die DVD von Kinowelt trägt noch immer das Siegel "Keine Jugendfreigabe", ich war der Ansicht der Film wäre nach erneuter Prüfung auf "FSK 16" heruntergestuft worden. Naja, vielleicht irre ich mich auch. Zumindest wäre eine Freigabe ab 16 angemessen. Das Bild dieser Veröffentlichung ist mittelprächtig ausgefallen, die gesamte Aufmachung wirkt nicht besonders liebevoll. Da kennt man von Kinowelt deutlich bessere DVDs, dafür ist die Scheibe immerhin sehr günstig zu bekommen. Der Freude über diesen feinen Klassiker tut die durchschnittliche DVD sowieso keinen Abbruch.
Ein sehr guter Film, eine Bereicherung für jede Sammlung! 8/10
Man kennt ihn nur als "The Driver" (Ryan O'Neal). Brauchen Bankräuber oder ähnliches Gesindel einen Fahrer für das Fluchtfahrzeug, der Driver ist ihr Mann, natürlich nur gegen gute Bezahlung. Ein Bulle (Bruce Dern) ist ihm hart auf den Fersen, jedoch kann er seinen "Lieblingsverbrecher" einfach nicht festnageln. Eine junge Dame (Isabelle Adjani), die ständig Geldsorgen hat, müsste den Driver eigentlich identifizieren können, war sie doch Augenzeugin eines Überfalles. Jedoch kann sie der Polizist nicht zur Mitarbeit motivieren, dafür hat sein Gegenspieler per entsprechender Summe bereits gesorgt. Als er mit den üblichen, legalen Methoden nicht zum Ziel kommt, beschliesst der Cop zu unkonventionellen Mitteln zu greifen. Wird "The Driver" in die gestellte Falle tappen...?
Walter Hill inszenierte diesen feinen Action-Thriller im Jahre 1978. Der Name des Regisseurs dürfte das Herz jedes Actionfans höher schlagen lassen. Verdenken wir ihm doch so herrliche Filme wie z.B.: "The Warriors", "Die letzten Amerikaner", "Nur 48 Stunden", "Ausgelöscht" oder auch "Trespass" und "Red Heat", um nur einige Highlights zu nennen. "The Driver" darf man ohne Zweifel zu den Genre-Klassikern der siebziger Jahre zählen. Hill setzt in seinen Filmen häufig auf Geballer, der Mann steht offensichtlich auf "Bloody Sam" Peckinpah, ganz sicher kein schlechtes Vorblid. Bei "Driver" wird jedoch nur recht selten zur Schusswaffe gegriffen. Toll gefilmte Verfolgungsjagden bestimmen das Bild, hier wird jede Menge Blech zu Schund gefahren, allerliebst. Doch nicht nur die Action ist Hill erstklassig gelungen. Zwischen den Gegenspielern O'Neal und Dern herrscht ständig eine unbändige Spannung, die beiden liefern sich ein tolles Duell, hier stimmt die Chemie perfekt. Die damals noch sehr junge Isabelle Adjani -der Traum meiner pubertären Wahnvorstellungen- fügt sich ebenfalls hervorragend in den Film ein. Die Handlung mag unbestritten sehr gradlinig und simpel gestrickt sein. In diesem Fall ist dies keinesfalls von Nachteil, denn "The Driver" lebt von seiner tollen Atmosphäre und den sehr gut gewählten Darstellern.
Die DVD von Kinowelt trägt noch immer das Siegel "Keine Jugendfreigabe", ich war der Ansicht der Film wäre nach erneuter Prüfung auf "FSK 16" heruntergestuft worden. Naja, vielleicht irre ich mich auch. Zumindest wäre eine Freigabe ab 16 angemessen. Das Bild dieser Veröffentlichung ist mittelprächtig ausgefallen, die gesamte Aufmachung wirkt nicht besonders liebevoll. Da kennt man von Kinowelt deutlich bessere DVDs, dafür ist die Scheibe immerhin sehr günstig zu bekommen. Der Freude über diesen feinen Klassiker tut die durchschnittliche DVD sowieso keinen Abbruch.
Ein sehr guter Film, eine Bereicherung für jede Sammlung! 8/10
Ich bin zwar ein Radikaler, aber mehr noch bin ich ein Lüstling! (Lady Snowblood 2: Love Song of Vengeance)
hab grad als erste dvd in meiner neuen wohnung sieben mit zwei der verbliebenen umzugshelfer geguckt... war lange her, dass ich den gesehen habe und somit waren einige lücken in der handlung bzw in expliziten szenen, die das schauen sehr erfrischend gestaltet haben.
ein klassiker in meinen augen. sehr coole story
ein klassiker in meinen augen. sehr coole story

2x nL 84 | 1x nL CS-44 | 2x nL 24
Denon AVR 3313 | Raspberry Pi3 LibrElec | Panasonic DMP-UB404
Samsung UE55C6200, Acer H6510BD, Spalluto GC-Tension 274cm
Denon AVR 3313 | Raspberry Pi3 LibrElec | Panasonic DMP-UB404
Samsung UE55C6200, Acer H6510BD, Spalluto GC-Tension 274cm
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Urlaub in der Hölle
Roger (Peter Fonda) und Frank (Warren Oates) sind seit Jahren dicke Freunde. Nun steht ein gemeinsamer Urlaub an, die Damen im Schlepptau. Mit einem grossen, luxeriös ausgestatteten Camper geht es auf Reise durch die Staaten. Abseits der Strasse sucht sich das Quartett ein lauschiges Plätzchen zur Übernachtung. Die Männer sitzen am späten Abend noch draussen, kippen sich ein paar Drinks in die Köppe. Als sie in der Nähe plötzlich ein recht grosses Lagerfeuer sehen, werden sie naturgemäß von der Neugier gepackt. Auf der anderen Seite eines kleinen Flusses beobachten sie eine Horde vermeintlicher Hippies die um das Feuer tanzt. Doch was sie nach kurzer Zeit zu sehen bekommen versetzt ihnen einen gewaltigen Schock, offensichtlich wird eine junge Frau Opfer eines grausigen Ritualmordes. Unglücklicherweise werden die Reisenden von den Schlächtern entdeckt, in Panik fliehen sie mit ihrem Camper, können ihren Verfolgern nur knapp entkommen. Im nächsten Ort suchen sie die Polizeistation auf, der Sheriff erweist sich glücklicherweise als sehr freundlich und hilfsbereit, sucht mit den Männern den Ort des Schreckens auf. Bald versucht die Polizei jedoch den Vorfall runterzuspielen, als Einbildung unter Alkoholeinfluss abzustempeln, denn man findet lediglich ein Tierkadaver vor. Roger, Frank und ihre Frauen setzen die Reise fort, fühlen sich fortan allerdings ständig verfolgt und beobachtet. Tatsächlich kommt es zu weiteren Übergriffen auf die vier Freunde, das Grauen schlägt mit geballter Faust zu...
Regisseur Jack Starrett gehört vielleicht nicht zu den bekannstesten Vertretern seiner Zunft, jedoch verdankt ihm der Filmfreund ein paar kleine, feine Streifen: "Verdammt, verkommen, verloren" (1970), Ein Fall für Cleopatra Jones (1973) und natürlich "Urlaub in der Hölle" (Race with the Devil, 1975). An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass der Film in Deutschland ursprünglich -den weitaus passenderen- Titel "Vier im rasenden Sarg" trug.
Egal welchen Titel der Film nun trägt, dieser herrliche Mix aus Roadmovie und Grusel macht einfach jede Menge Spass. Keine Angst, auch wer mit Horror nicht viel anfangen kann, darf sich diesen Film durchaus zu Gemüte führen. Das "satanische Ritual" welches die "Helden" zu Beginn aus purer Neugier beobachten, ist lediglich der passende Aufhänger für eine wunderbar bösartige Hetzjagd. Eine wilde Mettgut-Orgie sollte man nicht erwarten, den Reiz macht hier die Spannung aus, die irgendwie ständig präsente Bedrohung. Fonda und Oates erweisen sich als sehr gute Besetzung für die Hauptrollen. Deren Damen passen sich gut ins Gefüge ein, bleiben allerdings überwiegend in der passiven Rolle, typische Opfer halt...
Der Film ist sehr kurzweilig erzählt, kommt über die gesamte Distanz ohne Hänger daher. Ein paar Kleinigkeiten erscheinen bei genauer Betrachtung nicht unbedingt logisch, jedoch erweisen sie sich nicht als störend.
"Vier im rasenden Sarg" ist tolles Kino der Siebziger, daran gibt es für mich keinerlei Zweifel. Die DVD bietet eine schöne Bildqualität, die Aufmachung ist leider eher unpassend gewählt. Zunächst hört sich der neue Titel nach 08/15 Horror an, womit man dem Film nicht gerecht wird. Noch unpassender finde ich das auf modern getrimmt Cover. Ein völlig belangloses Bild, da waren z.B. die alten Tapes mit ansprechenderen Covern gesegnet! Die schwache Verpackung sollte niemanden abhalten diese kleine Perle in die Sammlung aufzunehmen!
Sehr guter Stoff! Dicke 8/10
Roger (Peter Fonda) und Frank (Warren Oates) sind seit Jahren dicke Freunde. Nun steht ein gemeinsamer Urlaub an, die Damen im Schlepptau. Mit einem grossen, luxeriös ausgestatteten Camper geht es auf Reise durch die Staaten. Abseits der Strasse sucht sich das Quartett ein lauschiges Plätzchen zur Übernachtung. Die Männer sitzen am späten Abend noch draussen, kippen sich ein paar Drinks in die Köppe. Als sie in der Nähe plötzlich ein recht grosses Lagerfeuer sehen, werden sie naturgemäß von der Neugier gepackt. Auf der anderen Seite eines kleinen Flusses beobachten sie eine Horde vermeintlicher Hippies die um das Feuer tanzt. Doch was sie nach kurzer Zeit zu sehen bekommen versetzt ihnen einen gewaltigen Schock, offensichtlich wird eine junge Frau Opfer eines grausigen Ritualmordes. Unglücklicherweise werden die Reisenden von den Schlächtern entdeckt, in Panik fliehen sie mit ihrem Camper, können ihren Verfolgern nur knapp entkommen. Im nächsten Ort suchen sie die Polizeistation auf, der Sheriff erweist sich glücklicherweise als sehr freundlich und hilfsbereit, sucht mit den Männern den Ort des Schreckens auf. Bald versucht die Polizei jedoch den Vorfall runterzuspielen, als Einbildung unter Alkoholeinfluss abzustempeln, denn man findet lediglich ein Tierkadaver vor. Roger, Frank und ihre Frauen setzen die Reise fort, fühlen sich fortan allerdings ständig verfolgt und beobachtet. Tatsächlich kommt es zu weiteren Übergriffen auf die vier Freunde, das Grauen schlägt mit geballter Faust zu...
Regisseur Jack Starrett gehört vielleicht nicht zu den bekannstesten Vertretern seiner Zunft, jedoch verdankt ihm der Filmfreund ein paar kleine, feine Streifen: "Verdammt, verkommen, verloren" (1970), Ein Fall für Cleopatra Jones (1973) und natürlich "Urlaub in der Hölle" (Race with the Devil, 1975). An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass der Film in Deutschland ursprünglich -den weitaus passenderen- Titel "Vier im rasenden Sarg" trug.
Egal welchen Titel der Film nun trägt, dieser herrliche Mix aus Roadmovie und Grusel macht einfach jede Menge Spass. Keine Angst, auch wer mit Horror nicht viel anfangen kann, darf sich diesen Film durchaus zu Gemüte führen. Das "satanische Ritual" welches die "Helden" zu Beginn aus purer Neugier beobachten, ist lediglich der passende Aufhänger für eine wunderbar bösartige Hetzjagd. Eine wilde Mettgut-Orgie sollte man nicht erwarten, den Reiz macht hier die Spannung aus, die irgendwie ständig präsente Bedrohung. Fonda und Oates erweisen sich als sehr gute Besetzung für die Hauptrollen. Deren Damen passen sich gut ins Gefüge ein, bleiben allerdings überwiegend in der passiven Rolle, typische Opfer halt...

"Vier im rasenden Sarg" ist tolles Kino der Siebziger, daran gibt es für mich keinerlei Zweifel. Die DVD bietet eine schöne Bildqualität, die Aufmachung ist leider eher unpassend gewählt. Zunächst hört sich der neue Titel nach 08/15 Horror an, womit man dem Film nicht gerecht wird. Noch unpassender finde ich das auf modern getrimmt Cover. Ein völlig belangloses Bild, da waren z.B. die alten Tapes mit ansprechenderen Covern gesegnet! Die schwache Verpackung sollte niemanden abhalten diese kleine Perle in die Sammlung aufzunehmen!
Sehr guter Stoff! Dicke 8/10
Ich bin zwar ein Radikaler, aber mehr noch bin ich ein Lüstling! (Lady Snowblood 2: Love Song of Vengeance)
Wanted (BD)
Hat mir besser gefallen als erwartet. Einer tätowierten, dünnarmigen Angelina Jolie mag ich zwar nicht all zu viel abgewinnen können, aber die sonstige Optik von "Wanted" stimmt. Flott inszeniert, zu keiner Minute langweilig, zwar viel CGI, aber ganz ordentlich gemacht und sehr gute (und auch sehr explizite) Actionszenen machen "Wanted" zu einem kurzweiligen Vergnügen. Der durch und durch zynische (und menschenverachtende) Grundton des Films dürfte allerdings nicht jedermanns Sache sein.
Dass die dürftige Handlung um einen Webstuhl, der wie von Geisterhand unentwegt webt und dabei durch das Muster des Webstoffes Namen von Personen preisgibt, welche wiederum von eine geheimen Bruderschaft von Killern eleminiert werden müssen, nur müdes Beiwerk ist und Absonderlichkeiten wie "um-die-Ecke-Schießen" und ich "Ich-spring-mal-eben-50n-von-Dach-zu-Dach" erst gar nicht versucht werden zu erklären, sollte vor dem Genuss allerdings klar sein. Action- (und Comicfans) sollten dennoch auf ihre Kosten kommen.
7,5/10 P.
Chiko
Der in Hamburg lebende Türke Chiko träumt wie auch sein Kumpel (und der Rest der Plattensiedlung) vom großen und schnellen Geld. Erst wird mit Hasch gedealt, dann kommen die härteren Sachen. Das der rasante Aufstieg des Chiko mit Opfern verbunden ist und alles auf die große Katastrophe zusteuert, ist von Anfang an zu vermuten.
Ohne die beschriebene Szene näher zu kennen, hinterläßt der von Fatih Akin produzierte und u.a. mit Moritz Bleibtreu besetzte Chiko einen recht authentischen Eindruck. Auch von der Darstellung härterer Szenen wird nicht zurückgeschreckt, darüber hinaus machen die Darsteller ihre Sache gut und der Deutsch-Hip-Hop-lastige Score passt ausgezeichnet. Kommt zwar nicht ganz an "Kurz und schmerzlos" heran, hat mir aber sehr gut gefallen.
8/10 P.
Hat mir besser gefallen als erwartet. Einer tätowierten, dünnarmigen Angelina Jolie mag ich zwar nicht all zu viel abgewinnen können, aber die sonstige Optik von "Wanted" stimmt. Flott inszeniert, zu keiner Minute langweilig, zwar viel CGI, aber ganz ordentlich gemacht und sehr gute (und auch sehr explizite) Actionszenen machen "Wanted" zu einem kurzweiligen Vergnügen. Der durch und durch zynische (und menschenverachtende) Grundton des Films dürfte allerdings nicht jedermanns Sache sein.
Dass die dürftige Handlung um einen Webstuhl, der wie von Geisterhand unentwegt webt und dabei durch das Muster des Webstoffes Namen von Personen preisgibt, welche wiederum von eine geheimen Bruderschaft von Killern eleminiert werden müssen, nur müdes Beiwerk ist und Absonderlichkeiten wie "um-die-Ecke-Schießen" und ich "Ich-spring-mal-eben-50n-von-Dach-zu-Dach" erst gar nicht versucht werden zu erklären, sollte vor dem Genuss allerdings klar sein. Action- (und Comicfans) sollten dennoch auf ihre Kosten kommen.
7,5/10 P.
Chiko
Der in Hamburg lebende Türke Chiko träumt wie auch sein Kumpel (und der Rest der Plattensiedlung) vom großen und schnellen Geld. Erst wird mit Hasch gedealt, dann kommen die härteren Sachen. Das der rasante Aufstieg des Chiko mit Opfern verbunden ist und alles auf die große Katastrophe zusteuert, ist von Anfang an zu vermuten.
Ohne die beschriebene Szene näher zu kennen, hinterläßt der von Fatih Akin produzierte und u.a. mit Moritz Bleibtreu besetzte Chiko einen recht authentischen Eindruck. Auch von der Darstellung härterer Szenen wird nicht zurückgeschreckt, darüber hinaus machen die Darsteller ihre Sache gut und der Deutsch-Hip-Hop-lastige Score passt ausgezeichnet. Kommt zwar nicht ganz an "Kurz und schmerzlos" heran, hat mir aber sehr gut gefallen.
8/10 P.
[size=75]nuline 30 + ATM / CS-40 / DS-50 / PS4 [/size]
Das schlimme ist das sowas zum Alltag seit paar Jahren in Deutschland gehört......Der in Hamburg lebende Türke Chiko träumt wie auch sein Kumpel (und der Rest der Plattensiedlung) vom großen und schnellen Geld. Erst wird mit Hasch gedealt, dann kommen die härteren Sachen.
Arbeit,Schule,Sozialverhalten = Fremdwort
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