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Verfasst: Fr 23. Jan 2009, 09:47
von g.vogt
Hallo Toni78,
Toni78 hat geschrieben:Jetzt muss ich mir erstmal Gedanken machen was für eine Linse als nächstes angeschafft werden soll. Kostet ja nicht gerade wenig und da sollte so eine Anschaffung gut überlegt sein. Reizen würde mich ja so ein Superzoom a la Tamron 18-250. Aber ich glaube damit macht man viele Vorteile der DSLR wieder kaputt. Oder doch ein schönes Weitwinkel? Oder eine lichtstarke Festbrennweite? Oder einfach noch ein Zoomobjektiv? Hach das ist schon echt nicht leicht. :roll: :D
ich kann den Reiz eines Superzooms verstehen, denn kein Bild ist schlechter als das wegen Objektivwechsels nicht gemachte. Aber die Dinger können alle nicht zaubern, und wenn du für eine gute Schärfe auf 8 oder 11 abblenden musst, dann hättest du beinahe auch bei der FZ18 bleiben können.

Wenn du es mit etwas besserer Qualität versuchen willst ohne gleich ganz ohne Zoom auskommen zu müssen wäre IMHO das Pentax Objektiv smc DA 17-70mm 4.0 AL IF SDM einen Versuch wert; es deckt einen wichtigen Brennweitenbereich ab, ist wohl auch offen schon ganz gut zu gebrauchen und macht ein schönes Bokeh. Mein Bruder nutzt ein 17-70 Sigma an der K100D und ist damit sehr zufrieden, das Pentax ist am unteren Ende nicht ganz so lichtstark, hat dafür aber den fixen AF-Motor.

Mit internetten Grüßen
Gerald Vogt

Verfasst: Fr 23. Jan 2009, 10:50
von anton59
Ich möchte hier mal eine Lanze für ein Superzoom brechen...
Ich benutze die Pentax 1*st d mit einem Tamron 18-200 mm. Sicher ist es bei höheren Blenden nicht besonders lichtstark, auch ist sicher die optische Güte eines solchen Universalobjektivs nicht so toll - aber das ist doch noch um ein Vielfaches besser als die Plastiklinsen in den meisten (allen?) Superzoom-Kompaktkameras. Und all die Vorteile einer DSLR wie
- kreative Bildgestaltung (manuelle Belichtungssteuerung, manuelle Fokussierung, Arbeit mit der Tiefenschärfe)
- schnelle Auslösung, Serienbilder
- geringes Rauschen (ISO-800 möglich)
sind doch weiter gültig. Und ganz wichtig: das richtige Objektiv ist immer dabei, ggf. wechselt man mal den Filter (Polfilter etc.).
Da ich auch ziemlich kräftige Linsen vor den Augen habe, bin ich vielleicht nicht so empfindlich auf Verzeichnungen und ähnliches - aber ich halte die Superzoom-Objektive für eine tolle Erfiindung.

Verfasst: Fr 23. Jan 2009, 10:54
von Instabil
Stimmt schon.
Wenn da nur nicht, bei den günstigeren Linsen, das Schärfeproblem nicht immer wieder wäre. Oder es geht mir nur so.

Verfasst: Fr 23. Jan 2009, 11:13
von anton59
Zumindest für mich (und meine Augen :wink: ) ist die Qualität völlig ausreichend - es ist ja auch insgesamt mehr ein Einsteigerset. Mehr geht immer, kostet aber auch.

Verfasst: Fr 23. Jan 2009, 11:33
von buhfie
Ich bin so froh, dass man heutzutage auch ohne ne SLR genau sehen kann, was man fotografiert. Immer dieses Geschleppe und Geraffel, bis alles draußen ist und die ganze Aufmerksamkeit, die man damit erregt. Ich benutze schon meine Bridgekamera (fuji 6000) viel weniger als die kleine f31.

Anderseits wenn einen das nicht stört gibts natürlich schon einiges, was man ohne SLR nicht bekommt. Dies sind aber zum Teil künstliche Einschränkungen. An dem von Kikl zitierten Test der Panasonic G1 kann man zum Beispiel sehen, wie schnell man auch ohne Spiegel fokussieren kan.

Sehr gespannt bin ich darauf, was Fuji aus seinem neuen Sensor macht. Könnte ne super Kamera werden oder auch ordentlich daneben gehen. Fuji ist ja bekannt dafür, fantastische Sensoren zu entwickeln und sie dann entweder gar nicht einzusetzen oder mäßige Kameras drum herum zu bauen. Im Frühjahr wissen wir mehr.


Gruß
Michael

Verfasst: Fr 23. Jan 2009, 13:31
von anton59
So viel mehr Geschleppe als mit einer Bridgekamera ist es (dank Superzoom) auch nicht - und wegen der Aufmerksamkeit anderer habe ich die DSLR auch nicht gekauft. Ich finde die Qualität wichtig und soweit ich es sehen und vergleichen kann, kann eine Einsteiger-DSLR da gut mithalten.
Ob da nun ein Spiegel dabei ist oder nicht (die Diskussion hatten wir ja schon), ist mir persönlich egal. Aber einen guten Sucher halte ich heute trotz Liveview immer noch für unverzichtbar. Erstens habe ich noch kein Superdisplay gesehn, was mir auch bei Sonneneinstrahlung einen so guten Einblick auf das "Foto" gibt, zweitens lassen sich besonders bewegte Objekte für mich besser einfangen, drittens werden ja viele wichtige Parameter in den Sucher eingeblendet (und die kann ich persönlich hier besser auswerten als auf einem Display, viertens nehme ich bei "Displaysicht" viel zu viel von der Umwelt wahr (was vom Objekt ablenkt),...
Das soll nur ein Plädoyer pro Sucher sein (nicht pro DSLR). Die Panasonic G1 ist sicher eine tolle Kamera, aber im Moment viel zu teuer und nur mit einer begrenzten Zubehörauswahl. Mal sehen, wie sich das so entwickelt.
Bezüglich Fuji: was machen die gerade neues/besseres?

Verfasst: Fr 23. Jan 2009, 13:39
von Instabil
Wer noch sucht..in Stuttgart nähe Bahnhof macht grad ein Fotoladen dicht...da gibts Canons 450d für schlappe 350€. Was ich finde...ein Schnäppchenpreis ist.

Verfasst: Fr 23. Jan 2009, 13:58
von buhfie
anton59 hat geschrieben:So viel mehr Geschleppe als mit einer Bridgekamera ist es (dank Superzoom) auch nicht - und wegen der Aufmerksamkeit anderer habe ich die DSLR auch nicht gekauft. Ich finde die Qualität wichtig und soweit ich es sehen und vergleichen kann, kann eine Einsteiger-DSLR da gut mithalten.
Ob da nun ein Spiegel dabei ist oder nicht (die Diskussion hatten wir ja schon), ist mir persönlich egal. Aber einen guten Sucher halte ich heute trotz Liveview immer noch für unverzichtbar. Erstens habe ich noch kein Superdisplay gesehn, was mir auch bei Sonneneinstrahlung einen so guten Einblick auf das "Foto" gibt, zweitens lassen sich besonders bewegte Objekte für mich besser einfangen, drittens werden ja viele wichtige Parameter in den Sucher eingeblendet (und die kann ich persönlich hier besser auswerten als auf einem Display, viertens nehme ich bei "Displaysicht" viel zu viel von der Umwelt wahr (was vom Objekt ablenkt),...
Das soll nur ein Plädoyer pro Sucher sein (nicht pro DSLR). Die Panasonic G1 ist sicher eine tolle Kamera, aber im Moment viel zu teuer und nur mit einer begrenzten Zubehörauswahl. Mal sehen, wie sich das so entwickelt.
Bezüglich Fuji: was machen die gerade neues/besseres?
Das mit der Aufmerksamkeit meinte ich anders herum. Möglichst wenig finde ich vorteilhaft.

Mit dem Sucher hast Du sicher recht. Ist angenehmer mit nem optischen. Mit nem Monitor muß man sich ne andere Arbeitsweise angewöhnen. Hat aber auch Vorteile (sind glaube ich bekannt)

Ne G1 würde ich auch nicht kaufen, aber ich finde sie sehr interessant (Hoffentlich denken nicht alle so und keiner kauft sie)

Der neue Fuji-Sensor soll drei Modi haben


Use 12 MP for pics with good lighting for hi-resolution.
Use 6 MP for low-noise, high-sensitivity low light shot (double density).
Use 6 MP for Wide Dynamic Range by combining 2 6mp pics with varying exposures.
und adressiert damit eine große Schwäche von digitalen Kameras, ihren geringen Kontrastumfang. Schaun mer mal.


http://www.fujifilm.com/photokina2008/p ... cd_exr.pdf

Verfasst: Fr 23. Jan 2009, 14:27
von g.vogt
Hallo Anton,
anton59 hat geschrieben:Ich möchte hier mal eine Lanze für ein Superzoom brechen...
ich verstehe dich sehr gut, besitze schließlich selber eines dieser "Suppenzoom" geschimpften Universalisten (Zuiko 18-180 an einer E510). In letzter Zeit habe ich mich jedoch mehrfach über die Begrenzungen geärgert, denen man mit so einem Objektiv (und meines soll noch zu den besseren gehören) unterworfen ist. So schwächelt der AF am Tele-Ende, weil Anfangsblende 6,3 da einfach grenzwertig ist. Zudem habe ich einige eigentlich schöne Bilder, die durch das nicht so prickelnde Bokeh (ein schönes Bokeh bedeutet, dass der unscharfe Hintergrund ganz weich hinter dem Motiv zurücktritt, bei einem weniger schönen Bokeh entwickeln sich dagegen irgendwelche Muster, die den Hintergrund störend ins Blickfeld holen) erheblich an Eindruck verlieren. Im Moment versuche ich mich deshalb mit einer "Zweilinsen-Lösung", weiß aber noch nicht, wie oft mich der Objektivwechsel zwischen "Standardzoom" und Tele am Fotografieren nachhaltig behindern wird (von der Schlepperei ganz zu schweigen). Ich verrate lieber nicht, wie oft ich dann doch "nur" die F31 mitnehme ;-)
Sicher ist es bei höheren Blenden nicht besonders lichtstark, auch ist sicher die optische Güte eines solchen Universalobjektivs nicht so toll - aber das ist doch noch um ein Vielfaches besser als die Plastiklinsen in den meisten (allen?) Superzoom-Kompaktkameras.
Ich habe bzw. hatte den Vergleich zur Fuji 6500fd, zur Panasonic FZ30 und FZ50. Letztere ist bei guten Lichtverhältnissen im Telebereich erheblich besser als das Superzoom an der Olympus, selbst wenn ich dieses kräftig abblende.
Und all die Vorteile einer DSLR wie
- kreative Bildgestaltung (manuelle Belichtungssteuerung, manuelle Fokussierung, Arbeit mit der Tiefenschärfe)
Wenn sich eine wirklich gute Schärfe eher erst ab Blende 8 einstellen will, dann bleibt die Arbeit mit der Tiefen(un)schärfe ziemlich auf der Strecke. Und ein Objektiv mit geringerer Anfangsöffnung (5,6 und aufwärts) schränkt die manuelle Fokussierung ebenfalls ein. Mit deiner Pentax gehörst du da wohl noch zu den Glücklichen mit einem relativ großen, hellen Sucher.
- schnelle Auslösung, Serienbilder
Ok, aber sobald ein Nachführfokus nötig wird sieht die Sache etwas komplizierter aus.
- geringes Rauschen (ISO-800 möglich)
Dieser Vorteil reduziert sich durch Verwendung nicht sonderlich lichtstarker Objektive, wie es Superzooms bauartbedingt sind, ein bisschen.
Und ganz wichtig: das richtige Objektiv ist immer dabei, ggf. wechselt man mal den Filter (Polfilter etc.).
Da ich auch ziemlich kräftige Linsen vor den Augen habe, bin ich vielleicht nicht so empfindlich auf Verzeichnungen und ähnliches - aber ich halte die Superzoom-Objektive für eine tolle Erfiindung.
Ich stimme dir zu und bin auch nicht gerade der Fotograf vor dem Herrn. Verzeichnungen gehören übrigens zu den Sachen, die man ja mit Software hinbiegen kann, wenn es mal stört. Allgemeine bauartbedingte Unschärfe und Kontrastarmut und Verwacklungs-/Bewegungsunschärfen durch zu geringe Lichtstärke eines Objektives lassen sich aber kaum durch Nachbearbeitung retten.

Da haben kompakte Superzooms durchaus auch Vorteile zu bieten. Allerdings habe ich mittlerweile den Eindruck, dass Kameras mit weit geringerer Brennweite als unser Auge (bedingt durch den Winzsensor, der dieses Format bei dieser optischen Qualität erst möglich macht) irgendwie keinen so "natürlichen Bildeindruck" bieten.

Mit internetten Grüßen
Gerald Vogt

Verfasst: Mi 28. Jan 2009, 18:58
von Toni78
So ein kleines Update... auch wenn mich dafür die Anspruchsvollen unter Euch steinigen werden. :oops:

Habe mir jetzt mal noch ein Suppenhuhn *äääh* Superzoom für die Pentax zugelegt, das Pentax 18-250 3,6-6,3 (baugleich mit dem Tamron 18-250)... wird wohl nicht mehr hergestellt und es sind nur noch die Restexpemplare zu ergattern.

Mit dem Teil wird die Kamera schon nochmal ein gutes Stück wuchtiger und schwerer, aber dafür kann man unterwegs auf weitere Linsen und die umsteckerei verzichten. Klar ist so eine Linse immer ein Kompromiss und kommt von den optischen Qualitäten niemals an "Normalzooms" ran... von Festbrennweiten mal ganz zu schweigen.

ABER die Qualität ist erstaunlich gut, für meine Ansprüche langts erstmal. So habe ich einen idealen Reisebegleiter und kann herausfinden welche Brennweiten ich für meine Zwecke am häufigsten benötige.

Klar, die 18mm im Weitwinkel sind für Architektur unbrauchbar, das da Verzeichnungen drin sind sehe sogar ich deutlich. Aber ab 22mm wirds immer besser. Und die Kitlinse (wohlgemerkt, nur mit 18-55) ist da auch nicht wirklich genauer. Zudem lassen sich solche Verzerrungen noch etwas am PC glattbügeln. Ich fotografiere jetzt schon immer in RAW und kann dann mit dem Konverter sogar die Linsenfehler etwas ausbessern.

Ich denke das war jetzt das richtige für mich, bin halt brennweitenmässig von der FZ 18 extrem verwöhnt. Da kann man nicht so plötzlich auf so winzige Zoomfaktoren verzichten. Irgendwann mal wenn Geld da ist werde ich mir noch ein Weitwinkel und eine lichtstarke Portraitlinse zulegen. Bei Pentax gibts ja sehr viele ältere Objektive auf dem Gebrauchtmarkt die passen da Pentax schon seit Ende der 70er Jahre das Bajonett nicht mehr groß verändert hatte. Ggf. muss ich halt auf Autofokus verzichten, aber das wäre verschmerzbar. :D

So jetzt muss ich mal noch aufs Wochenende warten damit ich das Superhuhn :lol: auch mal bei Tageslicht testen kann.

Habe ja noch 14 Tage Rückgaberecht. Zudem sind die Preise bei Objektiven nicht einem allzu hohen Verfall unterworfen, wenns mir irgendwann wirklich gar nicht mehr zusagt, dann wirds halt verkauft.

Im übrigen macht die Kamera sogar mit Kitlinse schon schöne Bilder :o