Verfasst: Mo 26. Dez 2005, 00:08
Das sehe ich anders...
Boxen, Tontechnik und Klangphilosophie
https://nubert-forum.de/nuforum/
Na, du hast scheinbar den wesentlich wichtigereren Punkt ausgelassen, das Bündelungsverhalten.Sorry, aber ich finde Deine Aussagen in diesem Thread etwas pauschal.
Membranresonanzen und Klirrverhalten sind vom techn. Aufbau eines Chassis abhängig. Es gibt 13er die bereits bei 2Khz größere Resonanzen und ein schlechteres Klirrverhalten haben wie einige 17er. Es gibt 2-Weg LS mit einem Folien- oder Bändchenhochtöner, welche aufgrund der techn. Eigenschaften des Hochtöner eine hohe Trennfrequenz >3Khz haben. Die müssen deshalb nicht "schlecht" oder "falsch" klingen wenn der TM und die Frequenzweiche passend dazu ausgewählt bzw. abgestimmt wurden.
Einfach?Ich denke so einfach läßt sich keine "gute" Box bauen.
Im Grunde ja, wenn auch etwas schlechtes Beispiel, weil man hier keine rein technischen Kompromisse eingehen muss (Preis mal aussen vor). Bei Chassis kann man nicht alles haben - egal wie teuer.Der Entwickler kam zu dem Entschluß das es unkritisch ist. Ein anderer sieht es vielleicht nicht so und verbaut auch an dieser Stelle Folienkondensatoren, der Preis steigt dann natürlich auch entsprechend, oder es wird an anderen Stellen eingespart (Gehäuse). Noch ein anderer hat eine niedrigere Kostenvorgabe und geht den Kompromiss ein überall Elkos zu verbauen.
Ich finde es gut, daß es hier solch eine Vielfalt gibt, andere Konzepte deswegen gleich als "Fehlkonstruktion" zu titulieren empfinde ich als pauschale Aussage.
Klar, weshalb z.B. von Bohnenstangen Abstand zu halten ist.Betreffend des Bündelungsverhalten ist dies natürlich auch noch von der Schallwand abhängig
Klar, es geht hier in diesem Thread aber um einen normalen Hifi LS, nicht um die Kunst der gewollt gestörten Abstrahlungaber auch hier gilt es verschiedene Konstruktionskonzepte und Praxiseinsatz zu berücksichtigen (Ausrichtung auf Hörplatz, gewollte starke vertikale Bündelung wie z.B. bei der THX-Norm)
fs ~2800Hz 25mm Kalotte? Halte ich für unwahrscheinlich!Die hohe Flankensteilheit z.B. kann auch bewußt gewählt sein, weil der Hochtöner nahe an seiner Resonanzfrequenz angekoppelt wurde.
Es geht ja nicht nur um "neutrale Box", sondern um eine neutrale Wiedergabe. Die allermeisten Leute wissen einfach nicht, was eine gute Wiedergabe ist und wie sich soetwas anhört - sie sind die heute typische "HiFi"-Wiedergabe gewöhnt. Deswegen kann man hier keine so eindeutigen Behauptungen aufstellen. Klar kann ein so krasser Unterschied bei Vergleichen durchaus negative Urteile (aufgrund der Gewöhnung) hervorrufen.Eine komplett neutrale Box würde am Hifimarkt verlieren.
Schon, aber so oder so bleibt (bei zueinander in der Größe sehr unterschiedlichen Chassis) eine Unstetigkeit in der Bündelung, wobei eine geschickte Schallwanddimensionierung im Mittelton helfen kann (naja, da gibt's aber auch wieder Nachteile...).Eine tiefere Trennung (mit entsprechend belsatbarem HT) wirkt da Wunder.
Hier fände ich es geschickt, auf Breitbänder zu setzen. Diese haben oftmals vergleichsweise schwach ausgeprägte Membranresonanzen.Es gibt 13er die bereits bei 2Khz größere Resonanzen und ein schlechteres Klirrverhalten haben wie einige 17er.
Naja, Folien-HTs haben im Durchschnitt andere Nachteile. Und hier muss man auch wiederrum bedenken, dass beide Chassismittelpunkte im Abstand einer halben Wellenlänge der Trennfrequenz zueinander sitzen sollten. Je höher die Wellenlänge, desto schwieriger.Es gibt 2-Weg LS mit einem Folien- oder Bändchenhochtöner, welche aufgrund der techn. Eigenschaften des Hochtöner eine hohe Trennfrequenz >3Khz haben. Die müssen deshalb nicht "schlecht" oder "falsch" klingen wenn der TM und die Frequenzweiche passend dazu ausgewählt bzw. abgestimmt wurden.
Natürlich nicht (bei der heutigen Technologie). Das realistischere Ideal ist eine hörbar neutrale Wiedergabe (für's Ohr ist's dasselbe). Diese ist durchaus erreichbar. Eine hörbar neutrale Wiedergabe in akustisch vorhandenen Wohnräumen ist zwar ein Paradoxon, aber es lässt sich in Wohnräumen durchaus verdammt viel erreichen. Ich gehe sogar so weit, dass ich sage (und das voll begründet! (das mag was bedeuten)), dass schon für 1000 eine erstaunlich gute Wiedergabe in einem Wohnraum erreichbar ist. Gute Wiedergabe kann so kostengünstig sein...Meiner Meinung nach gibts es keinen allgemein gültigen "perfekten LS".
Da stellt sich doch die Frage wie wohnlich dieser Wohnraum ist. Man sollte diesen wohl nach form follows function - bauen. Dass man in einem normalen Raum eine gute Akustik bringen kann bezweifle ich nicht, es geht allerdings oft darum einen Kompromiss zwischen Wohnqualität und dem Hobby zu finden, und da gehen die Meinungen weit auseinander! Allerdings bin auch ich der Meinung, dass eine gute Positionierung der Lautsprecher sowie der Raum das letzlich entscheidende in der Kette sind, und man sich dort wirklich viel Geld sparen kann!raw hat geschrieben: [...] aber es lässt sich in Wohnräumen durchaus verdammt viel erreichen. Ich gehe sogar so weit, dass ich sage (und das voll begründet! (das mag was bedeuten)), dass schon für 1000 eine erstaunlich gute Wiedergabe in einem Wohnraum erreichbar ist. Gute Wiedergabe kann so kostengünstig sein...