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Verfasst: Mi 29. Okt 2008, 23:46
von raw
Blap hat geschrieben:Stimmt. Diese absolut miese und unglaublich langweilige Serie sollte nicht in einem Atemzug mit Herrscher Dolph genannt werden. Eine bodenlose Sauerei! :twisted:
Hehe, völlig richtig. 8)


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Akte X, alle Staffeln

Na ja. Die letzten beiden Staffeln waren eine Qual und eine schlimme Beleidigung für jeden Fan dieser Serie. Sie fing noch etwas unbeholfen an, blieb (bis auf ein paar Ausnahmen) auf einem hohen und teils sehr hohen Niveau, aber dann setzte eine radikale Kommerzialisierung ein. Nach und nach wurden coole Charaktere abserviert und durch neue, weitaus minderwertigere Charaktere ersetzt. Die Handlungen wurden immer schlechter. Sogar der verwendete Fremdwortschatz wurde unglaublich verringert.

Mann, war das noch geil mit "Deep Throat" (!!!), "Mr. X", dem Syndikat, dem Raucher, "Well-Manicured Man", "First Elder", Mulders Vater, Gibson und und und... Mulder war ein unheimlich cooler Geek. 8)

In manchen Folgen hat es mich vor lauter Coolness, Spannung oder Witz schier verrissen. Dann gab es noch pro Staffel etwa eine Blödelfolge - die waren zum Schreien. :D

Das ist so schade, wie die Serie von richtig coolem Geek-Stuff zu erbärmlicher Kommerzscheiße degeneriert wurde. :cry: Am allerschlimmsten war, wie die Jungs vom einsamen Schützen einfach mal so von den Produzenten abserviert wurden, nachdem sie in den letzten Staffeln missbraucht wurden. Man hätte noch so viele Fragen beantworten oder weitere Fragen stellen können, aber nein, es wurde nur Scheiße draus gemacht. "Supersoldaten", oh je... :roll: Leider wurde Akte X erst in den späteren Staffeln bekannt. Wer die noch im TV gesehen hat und sie gut fand (so wie ich als unwissender Pubertärling), sollte auf jeden Fall frühere Staffeln ansehen. Ihr merkt, der Schock über die letzten Staffeln sitzt immer noch tief.

Keine Wertung. Ein Hoch auf Mulder. Die Wahrheit ist irgendwo da draußen.

Verfasst: Do 30. Okt 2008, 19:03
von Blap
Unsichtbarer Feind

Den Amis ist ein Megasuperhyperflieger abhanden gekommen. Das Teil ist mit einer modernen, einzigartigen Tarnvorrichtung ausgestattet, darf also keinesfalls in Feindeshand bleiben. An dieser Stelle kommt John Sands (Steven Seagal) ins Spiel. Dessen bisherige Tätigkeiten sind so geheim, dass man seitens der Regierungsgewalt das Gedächtnis von Sands löschen möchte. Natürlich lässt sich der harte Bursche solche Frechheiten nicht bieten. Damit alle wieder glücklich sind begibt sich Sands auf die gefährliche Mission um den Flieger mit aller Gewalt nach Hause zu bringen...

Steven Seagal als Pilot eines Kampfjets? Irgendwie mag das nicht so recht passen, ist der Kampfklops doch fast so gross und breit wie der Flieger selbst. War die vorherige Keusch/Seagal Offenbarung "Attack Force" eine harte Bewährungsprobe für den ewig treuen Seagal Fan, kommt "Unsichtbarer Feind" spürbar besser weg. Der Plot ist nicht völlig verworren, der Meister wirkt nicht ganz so lustlos wie im vorherigen Film.

Also alles in bester Ordnung? Sicher nicht! Der Film ist keine absolute Gurke, mir hat er sogar recht gut gefallen, aber die Mehrheit der Action-Fans wird eher weniger glücklich mit "Unsichtbarer Feind" werden.

6,5/10 Blap-Punkte™ - die Allgemeinheit darf beliebig viele Punkte abziehen!

Verfasst: Do 30. Okt 2008, 21:40
von Riddick
U.D.O. - Mastercutor Alive

Mitschnitt des Jubiläumskonzerts vom Mai 08 in Tuttlingen. Die Show dauert über 140 Minuten und beinhaltet so gut wie alles, was man sich aus dem Repertoire von U.D.O./Accept nur wünschen kann.
Die Begegnung mit alten Klassikern wie "Balls To The Wall", "Metal Heart" oder "Princess Of The Dawn" macht Spaß. Bild und Sound sind auch in Ordnung.
Erwähnenswert ist noch der sehr gute Schnitt des Konzertes. Endlich mal keine hektische Videoclipschnittfolge die einem nach einigen Minuten schon an den Nerven zehrt, sondern eine abwechlungsreiche eher ruhigere Kameraführung in der man auch mal dem Gitarristen auf die Finger schauen kann.

8/10

Verfasst: Fr 31. Okt 2008, 08:10
von Danielocean
Hancock - BD

Frisch aus der Videothek....: Der etwas andere Held: Hancock, zunächst ein versoffener, aggressiver, schmuddeliger und ignoranter Superheld, der zwar den ein oder anderen Ganoven festnagelt oder auch das ein oder andere Leben rettet, dabei aber auf wenig Gegenliebe stößt da er zwar etwas gutmacht, dabei aber Schutt und Asche hinterlässt...
Durch die Rettung eines PR-Beraters fühlt dieser sich zu Dank verpflichtet und möchte aus dem ungeliebten Helden eine schillernde Person a la Everybody's darling machen...

Einiges zu Schmunzeln und zum Lachen, dabei herrlich übertrieben so wie es bei einer Comic-Verfilmung sein soll... mich hat dieser Film also vergnügt und darauf kommt ja auch an...

Zur Disk: Knackscharfes Bild und sehr viel Dynamik im Ton... Meiner Meinung nach lohnt sich hier der Hauf der BD ggü einer normalen DVD... Im übrigen sind auf der Disk zwei Versionen enthalten, eine Kinoversion und eine ungeschnittene Version.

8/10 Pkt

Verfasst: Fr 31. Okt 2008, 17:20
von Nolli
Daumen hoch für das Statement von RAW!!!

Du sprichst mir aus der Seele, war in meiner Kindheit/Jugend auch riesiger Akte X Fan und habe die Charaktere und manchmal wirklich herrlich mindfuckigen Folgen geliebt :D

Hab aber bestimmt 5 oder 6 Jahre nichts mehr gesehen...

Verfasst: Fr 31. Okt 2008, 19:09
von Blap
Der Kuss des Vampirs

Gerald Harcourt (Edward de Souza) und seine liebliche Gattin Marianne (Jennifer Daniel) sind auf Hochzeitsreise. Dafür hat Papi dem Sohnemann sogar seine Droschke mit Hilfsmotor überlassen. Als das Pärchen auf einer Nebenstrecke unterwegs ist geht natürlich der Sprit aus. Da so leicht ken Nachschub zu beschaffen ist, kehren die Eheleute in ein nahegelegenes Hotel ein. Dort scheinen sie die einzigen Gäste zu sein, überhaupt herrscht in der gesamten Gegend eine sehr merkwürdige, unwirkliche Stimmung.

Am Abend erhalten Gerald und Marianne eine freundliche Einladung. Dr. Ravna (Noel Willman) ist der Besitzer einen herrschaftlichen Schlosses, das junge Paar wird dort freundlich empfangen. Sie lernen die Kinder Ravnas kennen, die schöne Sabena und Carl, der offensichtlich ein sehr talentierter Pianist ist. Bald soll ein rauschendes Fest stattfinden, auch zu diesem lädt Ravna die jungen Turteltäubchen ein. Während des Festes verschwindet Marianne jedoch, Gerald wird als Randalierer des Schlosses verwiesen. Nun kann ihm nur noch der verschrobene Professor Zimmer (Clifford Evans) helfen, der den entsetzten Gerald endlich darüber aufklärt mit wem oder was er es hier zu tun bekommen hat...

"The Kiss of the Vampire" ist ein wundervoller Vampirfilm aus dem Hause Hammer, der sich in vielen Details jedoch deutlich von den anderen Hammer Filmen zu diesem Thema unterscheidet. Während Christopher Lee als Dracula gern mit roher Gewalt den Weg zum Erfolg sucht, kommen die hiesigen Blutsauger sehr kultiviert daher. Gerade im späteren Verlauf des Filmes erinnert das Verhalten der Vampire an einen sektenartigen Zusammenhalt, ich will jedoch nicht zu viel verraten. Der Film ist in mancher Hinsicht seiner Zeit voraus, so können sich die Blutsauger auch am Tage bewegen, nur direktes Sonnenlicht bekommt ihnen nicht gut. Auch der Fingerzeig Richtung Sekte scheint aus den Siebzigern zu stammen, tatsächlich entstand dieser Film aber bereits in den frühen sechziger Jahren.

Don Sharp fällt dem Hammer Fan sicher nicht zuerst ein, wenn er Namen bewährter Hammer Regisseure nennen soll. Doch gerade diesem Don Sharp ist mit "Der Kuss des Vampirs" eine echte Perle gelungen. Die Dichte der Atmosphäre hat er mit anderen Hammer Produktionen gemein, doch ansonsten schlägt dieser feine Film recht leise, zarte Töne an. Auch das Ende ist durchaus ungewöhnlich, passt aber wunderbar zu diesem kleinen Geheimtipp!

Koch Media hat sich dieses Schatzes angenommen, wie gewohnt ist das Ergebnis vom allerfeinsten. Der Film liegt in schöner Qualität vor, ein interessantes Booklet liegt bei, die Hülle steckt in einem sehr hübschen Schuber. Danke dafür!

Ein leiser, aber nicht minder faszinierender Vampirfilm. Wundervoll! Sehr gut, sehr schön = 8/10 Pflicht für Freunde gepflegten Grusels!

Verfasst: Fr 31. Okt 2008, 20:47
von Blap
Die Todesfaust

Fiese Schurken rauben eine wertvolle Pagode aus Jade. Zusätzlich entführen sie auch noch die Tochter des Botschafters. Ein junger, ehrenhafter Recke stellt dem Gesindel nach, will sie allesamt zur Strecke bringen...

Diesmal gibt es nur eine sehr kurze Stellungnahme, irgendwie will mir nicht mehr einfallen. "Die Todesfaust" ein kleiner, unterhaltsamer Eastern, der besonders im letzten Drittel mit nahezu endlosen Prügelorgien verwöhnt. Die DVD stammt aus dem Hause MiB. Sie reisst qualitativ keine Bäume aus, insgesamt ist die gebotene Qualität aber noch knapp im grünen Bereich. Da die Scheibe zu einem sehr günstigen Preis gehandelt wird, darf jeder Eastern Fan einen Blick riskieren. Dabei ist auf die Freigaben zu achten. Die 16er Version ist gekürzt und unbrauchbar, die ungekürzte Variante ist entweder einzeln oder im Set mit vier weiteren DVDs zu haben. Das Set trägt den Namen "Eastern Uncut Edition". Man bekommt fünf Filme für sehr kleines Geld geboten, jedoch ist die Verpackung ein echtes Ärgernis. Die DVDs sind ohne Schutz in eine Papphülle gesteckt, sehen bereits nach sehr vorsichtiger Entnahme stark vergammelt aus. Hier wurde am falschen Ende gespart. Ich hätte lieber ein paar Euro mehr gelöhnt, dafür aber vernünftig verpackte Scheiben erhalten.

Der Film macht auf jeden Fall Spass, auch ohne große Namen ist für kurzweilige Unterhaltung gesorgt. 7/10

Verfasst: Fr 31. Okt 2008, 21:08
von Steppenwolf
Hi Claus,

bewundere Deine Standhaftigkeit, wie Du Deinen nie endenden DVD-Vorrat abarbeitest und uns hier mit Deinen informativen und unterhaltsamen Rezis daran teilhaben lässt.

Hast bestimmt schon viereckige Augen ... :lol:

Spaß bei Seite, gibst Dir recht viel Mühe und opferst sehr viel Zeit, Deine Eindrücke hier zu posten.

Hut ab, dafür bekommst Du von mir den virtuellen nuGold Award 2008. :wink:

Verfasst: Sa 1. Nov 2008, 00:40
von Blap
Moin Manfred,

als "abarbeiten" empfinde ich den Filmgenuß glücklicherweise nicht. Danke für die Blumen. :D

Verfasst: Sa 1. Nov 2008, 12:20
von Riddick
Heute Nacht gabs zur Feier des Tages:

Rob Zombie's Halloween (Directors Cut)

Große Vergleiche zum Original erspare ich mir, das John Carpenter's Film eh unantastbar ist.

Ich bin zufrieden mit der Neuverfilmung. Es wird lang auf Michaels Kindheit eingegangen, alles ist ein bißchen blutiger und die Rob Zombie typische Obszönsprache kommt auch nicht zu kurz.
Schwachpunkte des Streifens sind mit Sicherheit die Darsteller von Dr. Loomis und Laurie. Da bleiben Donald Pleasence und Jamie Lee Curtis unerreicht.

8/10