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Re: Rund ums Auto

Verfasst: Mi 27. Feb 2019, 21:22
von bezet
Weyoun hat geschrieben: Oder würdest du selber Teil des Experiments werden und im gefährlichsten Talkessel Deutschlands auf den vorzeitigen Todesfall warten?
Wenn man mit dem Auto in dieser Provinz-Metropole unterwegs ist, stirbt man nicht an Feinstaub, sondern an Altersschwäche! :evil:

Heute wieder von Feuerbach (15:45 Uhr) bis Untertürkheim (17:00 Uhr) durch den Stau gequält. Wenn diese grünideologischen Stadtväter für besseren Verkehrsfluss sorgen würden, wären keine Fahrverbote wegen Luftverschmutzung nötig und man müsste auch keine hunderttausende Euro an Steuergeldern für leere Speedy-Busse und ungenützte Busspuren ausgeben! :evil:

Aber was rege ich mich schon wieder auf, das ist schlecht für den Blutdruck. ... 8O

Re: Rund ums Auto

Verfasst: Mi 27. Feb 2019, 22:00
von rockyou
g.vogt hat geschrieben:
Andreas H. hat geschrieben:
g.vogt hat geschrieben:Früher hatten Mediziner noch n A... in der Hose und haben an sich selber experimentiert :mrgreen:
Genau, wir brauchen viel mehr von diesen Menschen :wink: :
http://www.spiegel.de/einestages/verrue ... 46798.html
Ich meinte das durchaus ernst. Würde sogar meinen Urlaub investieren und Prof. Köhler jeden Tag ne Bemme und n Schälchen Heßen an den Zaun tragen.
Klar, du bist ja auch viel qualifizierter. Es haben natürlich nur diejenigen Recht, deren Wissen oder oder Qualfikation dir passt... alles klar!
So ist das momentan mit den selbsternannten Umwelt- und Klimaschützern. Forschung und Wissen ist dann gut und richtig, wenn es dem Zweck nützt. Genau wie bei Trump, nur auf der anderen Seite.
Hast du auch Twitter? :mrgreen:

Re: Rund ums Auto

Verfasst: Mi 27. Feb 2019, 22:37
von Indianer
rockyou hat geschrieben:Klar, du bist ja auch viel qualifizierter. Es haben natürlich nur diejenigen Recht, deren Wissen oder oder Qualfikation dir passt... alles klar! Forschung und Wissen ist dann gut und richtig, wenn es dem Zweck nützt. Genau wie bei Trump, …
und (nur beispielsweise) über deine Diskreditierungsversuche der Epidemiologie ein paar posts weiter oben kann man ganz genau das gleiche sagen … :lol:

Re: Rund ums Auto

Verfasst: Mi 27. Feb 2019, 23:48
von g.vogt
Weyoun hat geschrieben:1) Immer ist einzig der Straßenverkehr schuld, niemals die millionen Holzofen- und Kaminbesitzer, die nicht fachmännisch abgelagertes Holz verfeuern. Oder die Besitzer uralter Ölbrenner, die man meilenweit gegen den Wind riecht.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass sehr wohl auch über diese Kaminfritzen schon desöfteren diskutiert wurde.
2) Schrebergärtenbesitzer verfeuern ein oder zwei mal jährlich ihre Gartenabfälle auf einem großen Feuerhaufen. Wie das stinkt und pestet und der Feinstaub erst! Im Namen der Allgemeinheit müssen alle Lagerfeuer umgehend verboten werden! Dazu auch alle Oster- und Hexenfeuer!
Gerade Ersteres ist inzwischen schon in etlichen Städten untersagt.
3) Selbst "sauberste" E-Autos und sogar Fahrräder verursachen dank Bremsscheiben und Reifen immer noch mehr als genug Feinstaub.
Diese Diskussion finde ich etwas albern. Auch Dieselautos und Benziner haben Bremsscheiben und Reifen. E-Autos und ordentliche Hybride bremsen aber in erster Linie elektrisch und erst bei starkem Bremsen mit Scheiben/Klötzern. Und da noch die Fahrräder mit in die Diskussion zu ziehen, mit ihren vergleichsweise schmalen Reifen und Felgen und den im Vergleich zum Auto lächerlichen 100kg, die es abzubremsen gilt, halte ich für unseriös.
Diese Rechnung versteht jede Blondine: Mehr Kilo = mehr Reibung = mehr Abrieb = mehr Feinstaub.
4) Wie schaut es mit den Rauchern aus? Die produzieren Feinstaub, also muss man das Rauchen im Namen der Allgemeinheit umgehend verbieten.
Aber gerne doch! Bist du einmal bei Regen mit ÖPNV gefahren und hast erlebt, wie die "armen" Raucher alle unter der Überdachung des Wartehäuschens stehen und die Nichtraucher lieber mit dem Schirm im Regen?
5) Kerzen in geschlossenen Räumen zu Weihnachten oder weil es ein "heimeliges" Gefühl verursacht? Sofort verbieten! Es könnten ja 3,5 vorzeitige Todesfälle dadurch verursacht werden!
Das ist a) auch eine Frage der Dosis und Häufigkeit. Und b) verursacht mir das heimelige Gefühl von Kerzen tatsächlich desöfteren gesundheitliche Beschwerden, weswegen ich außerhalb des Weihnachtswahnsinns dagegen opponiere.
6) Weihrauch in der Kirche (oder Adventskerzen)? Sofort abschaffen und vom Vatikan eine "saubere Lösung" fordern!
Das ist prinzipbedingt. Je eher die in den Himmel kommen desto besser :mrgreen:
7) Moderne Schuhe produzieren durch den natürlichen Abrieb einen netten Mix aus Mikroplastik und Feinstaub! Also müssen wir im Namen der Allgemeinheit in Zukunft barfuß laufen. Ist sowieso für die verweichlichte Gesellschaft deutlich gesünder als mit Schuhwerk durch die Gegend zu laufen.
Siehe zu 3). Das mag ja im Prinzip alles auch irgendwie stauben, aber immer das Verhältnis zu den 2-Tonnen-SUV im Auge behalten und zu den monströsen Kreuzfahrern und den ollen Dieselloks der DB usw.

Oder lass mich ein anderes Gleichnis wagen: Was du hier anführst ist ungefähr so sinnvoll wie wenn dem Bauern die Biogasanlage um die Ohren fliegt und die Gülle tonnenweise auf den Acker und in den Bach läuft, und der Bauer sagt: Du hast aber letztes Jahr beim Wandern in den Wald gekackt!!!
8: In Kletterhallen gibt es aufgrund des eingesetzten Magnesia regelmäßig Feinstaub-Höchstwerte! Alarm! Wir dürfen nicht mehr Klettern und Bouldern!
Keine Ahnung. Aber Kletterer leben eh gefährlich, die brauchen das wahrscheinlich.
9) Zu Hause und auf der Arbeit werden alle Laserdrucker auf der Stelle abgeschafft, spart wieder 12,7 vorzeitige Todesfälle. Und Papier spart man so obendrein!
Auf Arbeit sind die Dinger tatsächlich aus dem Büro verschwunden und privat habe ich mir aus bekannten Gründen niemals einen Laser angeschafft. Aber ja, das Papier staubt auch im Tintenstrahldrucker.
Das könnte man jetzt so weiterführen, bis wir in der Steinzeit angelangt sind...
Das ist einfach albern.
g.vogt hat geschrieben:Ich meinte das durchaus ernst. Würde sogar meinen Urlaub investieren und Prof. Köhler jeden Tag ne Bemme und n Schälchen Heßen an den Zaun tragen.
Kommst du mit einer Tankfüllung deines Kleinwagens überhaupt von Sachsen Anhalt bis nach Stuttgart? :P
Das solltest du noch mal nachrechnen. Selbst mit dem Gaspedal auf dem Bodenblech dürfte die Reisschüssel das mit weniger als 40 Litern schaffen. Bei normaler Fahrweise reichts ungefähr für 600km.

Re: Rund ums Auto

Verfasst: Mi 27. Feb 2019, 23:55
von g.vogt
bezet hat geschrieben:Wenn man mit dem Auto in dieser Provinz-Metropole unterwegs ist, stirbt man nicht an Feinstaub, sondern an Altersschwäche! :evil:

Heute wieder von Feuerbach (15:45 Uhr) bis Untertürkheim (17:00 Uhr) durch den Stau gequält. Wenn diese grünideologischen Stadtväter für besseren Verkehrsfluss sorgen würden, wären keine Fahrverbote wegen Luftverschmutzung nötig und man müsste auch keine hunderttausende Euro an Steuergeldern für leere Speedy-Busse und ungenützte Busspuren ausgeben! :evil:
Ich kenne Stuttgart nur aus der Ferne. Aber u.a. lese ich gelegentlich einen Fahrradblog, aus deren Sicht ist Stuttgart eine gnadenlose Autostadt und für Radfahrer so ziemlich die schlimmste Hölle. Das lässt mich zumindest vermuten, dass die von dir erlebten Staus nichts mit grüner Ideologie zu tun haben, sondern schlicht und einfach mit Überforderung des zur Verfügung stehenden Verkehrsraums durch allzu ideologische Ausrichtung auf den MIV.

Re: Rund ums Auto

Verfasst: Mi 27. Feb 2019, 23:59
von g.vogt
rockyou hat geschrieben:Klar, du bist ja auch viel qualifizierter.
Du erkennst einen Witz auch nur, wenn dahinter so ein gelber Kerl zwinkert oder die Kapelle "Tätää, tätää, tätää" trötet.

Im Übrigen traue ich dann tatsächlich eher den Verlautbarungen der DPG oder Informationen von SMC als dem Brandbrief eines unübersehbar geltungsbedürftigen Professors im Ruhestand ohne Sekretärin.

Re: Rund ums Auto

Verfasst: Do 28. Feb 2019, 07:24
von joe.i.m
g.vogt hat geschrieben:...

Ich kenne Stuttgart nur aus der Ferne. Aber u.a. lese ich gelegentlich einen Fahrradblog, aus deren Sicht ist Stuttgart eine gnadenlose Autostadt und für Radfahrer so ziemlich die schlimmste Hölle. Das lässt mich zumindest vermuten, dass die von dir erlebten Staus nichts mit grüner Ideologie zu tun haben, sondern schlicht und einfach mit Überforderung des zur Verfügung stehenden Verkehrsraums durch allzu ideologische Ausrichtung auf den MIV.
Da ich ja schon seit einigen Jahren die Entwicklung mitverfolgen kann, Sei dazu folgendes gesagt. Aus meiner Sicht liegt das stetige ansteigen der Stausituationen auch daran, das die unsehlige Entwicklung zu immer mehr Konzentration von Arbeit im Großraum Stuttgart (ähnliche Entwicklungen gibt es aber auch in anderen Ballungszentren) eben dazu führt, das immer mehr Menschen zur Arbeit fahren oder anders gesagt ihrer Arbeit hinterherfahren, die früher in ihrer Nachbarschaft angesiedelt war. Scheinbar hat die Politik keine regulierdenden Antworten mehr darauf. Das wirkt sich dann eben negativ aus auf den Bereich des Verkehr, aber auch darauf, das es kaum noch genügend Wohnraum in diesen Konzentrationsräumen gibt, eigentlich haben Menschen lieber kürzere als längere Wege zur Arbeit als ihren täglichen Stau. Die Kehrseite der Medallie ist dan die, das in den ländlicheren Gebieten weiter draußen der ÖNV immer mehr ausgedünnt wird, so das die Leute kaum noch vernünftig zu ihrer Arbeit Richtung Großraum Stuttgart kommen, also wieder aufs Auto angewiesen sind. Und zum zweiten nimmt der Gütervehrker auf der Straßen immer weiter zu. Auch hier scheint die Politik keine Antworten auf dieses Problem zu finden. Ich zu mindest hätte schon erwartet, das man ernsthaft zuschaut, das wieder mehr auf die Bahn verlagert wird. Vor allem auch, das zum Beispiel der Transitverkehr auf der einen Seite Deutschlands auf die Bahn rollen muß und an der anderen Seiten Deutschlands wieder runterfahren darf.
Recht muß ich Dir allerdings in sofern geben, das es noch sehr viel Luft nach oben gibt, was Fahrradwege in Stuttgart gibt. Auch den Zustand der vorhandenen Radwege betrifft könnte man sich teils besser wünschen.

Gruß joe

Re: Rund ums Auto

Verfasst: Do 28. Feb 2019, 08:25
von Andreas H.
Weyoun hat geschrieben:6) Weihrauch in der Kirche (oder Adventskerzen)? Sofort abschaffen und vom Vatikan eine "saubere Lösung" fordern!
g.vogt hat geschrieben:Das ist prinzipbedingt. Je eher die in den Himmel kommen desto besser :mrgreen:
@Gerald
Ich bin ja eher bei weyoun, aber Deine Antwort ist total Klasse !!! :mrgreen:

Re: Rund ums Auto

Verfasst: Do 28. Feb 2019, 09:40
von Weyoun
g.vogt hat geschrieben:Ich bin mir ziemlich sicher, dass sehr wohl auch über diese Kaminfritzen schon desöfteren diskutiert wurde.
Diskutiert ja, aber niemals sanktioniert wie die Autofahrer, die immer als Melk-Kühe herhalten müssen.
g.vogt hat geschrieben:Gerade Ersteres ist inzwischen schon in etlichen Städten untersagt.
Nichtbeachtung wird bei uns mit Nichtsanktionierung geahndet. Es steigen regelmäßige Rauchwolken auf, dass man schon denkt, die Papstwahl wurde an einen anderen Ort verlegt.
g.vogt hat geschrieben:Diese Diskussion finde ich etwas albern. Auch Dieselautos und Benziner haben Bremsscheiben und Reifen. E-Autos und ordentliche Hybride bremsen aber in erster Linie elektrisch und erst bei starkem Bremsen mit Scheiben/Klötzern. Und da noch die Fahrräder mit in die Diskussion zu ziehen, mit ihren vergleichsweise schmalen Reifen und Felgen und den im Vergleich zum Auto lächerlichen 100kg, die es abzubremsen gilt, halte ich für unseriös.
Diese Rechnung versteht jede Blondine: Mehr Kilo = mehr Reibung = mehr Abrieb = mehr Feinstaub.
Dann heul doch. :P
Das war natürlich nicht ernstgemeint, spielt aber zumindest untergeordent eine Rolle. Und was die Bremsung angeht: Nur die ganz starken PS-Protzkarren mit 400 und mehr PS schaffen beim Rekuperieren negative Beschleunigungen von 0,4g oder mehr. Die geplanten "E-Volkswagen" können gar nicht so viel Strom auf einmal "vernichten", um nennenswert abbremsen zu können. Hier bleibt die Bremsscheibe nach wie vor das Hauptelement (vor allem in der Stadt, leichte Tempoänderungen auf der Autobahn oder Landstraße dagegen funktionieren sehr gut).
g.vogt hat geschrieben:Aber gerne doch! Bist du einmal bei Regen mit ÖPNV gefahren und hast erlebt, wie die "armen" Raucher alle unter der Überdachung des Wartehäuschens stehen und die Nichtraucher lieber mit dem Schirm im Regen?
Ich bin früher AUSSCHLIESSLICH ÖPNV gefahren (selbst als Student hatte ich kein Auto) und weiß, was du meinst. Dennoch lässt sich in einem Rechtsstaat das Rauchen maximal auf öffentlichen Plätzen verbieten.
g.vogt hat geschrieben:Das ist a) auch eine Frage der Dosis und Häufigkeit. Und b) verursacht mir das heimelige Gefühl von Kerzen tatsächlich desöfteren gesundheitliche Beschwerden, weswegen ich außerhalb des Weihnachtswahnsinns dagegen opponiere.
Die Kirche möge Weihrauch durch Hanf ersetzen. Wird auch medizinisch eingesetzt. :twisted:
g.vogt hat geschrieben:Das ist prinzipbedingt. Je eher die in den Himmel kommen desto besser :mrgreen:
Das verwechselst du jetzt aber mit dem Buddhismus. Je eher man das Nirvana erreicht, desto besser. :mrgreen:
Zudem gilt Selbstmord ja als Sünde mit garantierter Hölleneinfahrt, also darf sich ein guter Katholik nicht selbst mit Weihrauch richten. :twisted:
g.vogt hat geschrieben:Siehe zu 3). Das mag ja im Prinzip alles auch irgendwie stauben, aber immer das Verhältnis zu den 2-Tonnen-SUV im Auge behalten und zu den monströsen Kreuzfahrern und den ollen Dieselloks der DB usw.
Mimimi :!: Es ging mir nur darin, dass man alle Faktoren berücksichtigen muss und es sich nicht so leicht machen soll wie ein Hannes Jaenicke. Als ich gestern ein par Petitionen auf change.org gezeichnet habe, sparte ich seine explizit aus, weil mir seine Heuchelei auf den Zeiger geht.
g.vogt hat geschrieben:Oder lass mich ein anderes Gleichnis wagen: Was du hier anführst ist ungefähr so sinnvoll wie wenn dem Bauern die Biogasanlage um die Ohren fliegt und die Gülle tonnenweise auf den Acker und in den Bach läuft, und der Bauer sagt: Du hast aber letztes Jahr beim Wandern in den Wald gekackt!!!
Ich liebe Gleichnisse...
g.vogt hat geschrieben:Keine Ahnung. Aber Kletterer leben eh gefährlich, die brauchen das wahrscheinlich.
Was, den "Absturz" oder den Feinstaub?
g.vogt hat geschrieben:Auf Arbeit sind die Dinger tatsächlich aus dem Büro verschwunden und privat habe ich mir aus bekannten Gründen niemals einen Laser angeschafft. Aber ja, das Papier staubt auch im Tintenstrahldrucker.
Auf Arbeit ist das Ding nach unserem Abteilungsumzug nun in per Tür abgetrennten Nebenraum mit Fenster. Privat steht der Farblaser bei mir im Keller im Arbeitszimmer (da halte ich mich aber relativ selten auf, also gehe ich das "Risiko" ein.
g.vogt hat geschrieben:Das ist einfach albern.
Das sehe ich nicht so, denn Feinstaub tritt nahezu überall auf, aber Schuld ist immer nur der Autofahrer. Nur darauf wollte ich hinaus.
g.vogt hat geschrieben:Das solltest du noch mal nachrechnen. Selbst mit dem Gaspedal auf dem Bodenblech dürfte die Reisschüssel das mit weniger als 40 Litern schaffen. Bei normaler Fahrweise reichts ungefähr für 600km.
Ich meinte natürlich hin und zurück. Du musst doch zum Bemmenschmieren wiede zurück nach SA. :twisted:

Re: Rund ums Auto

Verfasst: Do 28. Feb 2019, 10:03
von Weyoun
g.vogt hat geschrieben:Ich kenne Stuttgart nur aus der Ferne. Aber u.a. lese ich gelegentlich einen Fahrradblog, aus deren Sicht ist Stuttgart eine gnadenlose Autostadt und für Radfahrer so ziemlich die schlimmste Hölle. Das lässt mich zumindest vermuten, dass die von dir erlebten Staus nichts mit grüner Ideologie zu tun haben, sondern schlicht und einfach mit Überforderung des zur Verfügung stehenden Verkehrsraums durch allzu ideologische Ausrichtung auf den MIV.
Die Radler schimpfen über die "Autohölle" und die Autofahrer über die "Stauhölle". Fazit: Stuttgart ist DIE Hölle! :mrgreen:
Egal, wer politisch gerade am Ruder sitzt, die Stadt scheint verkehrstechnisch nicht rettbar zu sein.

Erst wenn Daimler und Porsche pleite sind, wird sich da was ändern. :twisted:
joe.i.m hat geschrieben:Da ich ja schon seit einigen Jahren die Entwicklung mitverfolgen kann, Sei dazu folgendes gesagt. Aus meiner Sicht liegt das stetige ansteigen der Stausituationen auch daran, das die unsehlige Entwicklung zu immer mehr Konzentration von Arbeit im Großraum Stuttgart (ähnliche Entwicklungen gibt es aber auch in anderen Ballungszentren) eben dazu führt, das immer mehr Menschen zur Arbeit fahren oder anders gesagt ihrer Arbeit hinterherfahren, die früher in ihrer Nachbarschaft angesiedelt war.
Nürnberg hat das gleiche Problem, die A6 zwischen Schwabach und Nürnberg ist eine Katastrophe und auch im Norden tobt täglich der Verkehrsinfarkt.