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LP's digitalisieren
Verfasst: Mi 27. Jul 2005, 16:11
von SoNie
Hallo alle miteinender,
ich habe eine kurze Frage, bei der mir evtl. jemand weiter helfen könnte.
Ich möchte LP's digitalisieren und auf CD's archivieren, jetzt stellt sich mir die Frage wie ich das am besten anstelle.
Technik ist soweit vorhanden (relativ leistungsstarker PC, Plattenspieler, Verstärker, etc.).
Hat evtl jemand schon Erfahrung damit ?
Was brauche ich noch an Technik ? Hard.-/Software ?
Vielen Dank im Vorraus
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Verfasst: Mi 27. Jul 2005, 16:21
von Koala
Es gibt Software, die automatisch versuchen das Gerumpel aus dem Signal zu extrahieren, ob sie dabei einen simplen Rumpelfilter integrieren oder mit substraktiven Filtern arbeiten, weiß ich allerdings nicht... Auf jeden Fall wäre ein Audioedtiro wie CoolEdit von großem Nutzen, um Korrekturen an den Samples vorzunehmen.
greetings, Keita
Verfasst: Mi 27. Jul 2005, 17:16
von BlueDanube
Wenn die Soundkarte nicht absolut Spitze ist, hilft es, wenn man ein mittelpreisiges dig. Aufnahmegerät hat, wie zB. DAT oder MD. Dieses Gerät schafft die Analog/Digital-Wandlung sicher besser als eine billige Soundkarte.
Ich habe mit der Software Steinberg Clean gute Erfahrungen gemacht. Sie kann entkratzen, entknistern, entrauschen, grobe Fehler im Frequenzgang ausbügeln.
Ein Wave-Editor wie zB. Cool-Edit hilft einem beim Zurechtschneiden und Anstückeln von Pausen, Normalisieren, usw.
Brennen zB. mit Nero.
Verfasst: Mi 27. Jul 2005, 17:18
von g.vogt
Hallo SoNie,
du wirst zu diesem Thema sicherlich verschiedene Auffassungen lesen können (bis zu der, dass das Original - die LP - natürlich besser klingt als eine davon hergestellte CD).
Ein leistungsstarker PC ist IMHO nicht unbedingt vonnöten, wichtiger ist eine anständige Soundkarte, die keinen nennenswerten zusätzlichen Müll erzeugt - der Onboardsound ist bspw. in der Regel nicht gut geeignet. Wenn du dann noch über einen guten Plattenspieler und einen Verstärker mit gutem Phonoeingang verfügst, dann kannst du dir das Eingangssignal für den Computer aus einem Tape-Ausgang des Verstärkers schnappen. Obacht, falls die Hifi-Anlage mit einer Antennenanlage (terrestrisch oder Sat) oder Kabelfernsehen verbunden ist - hier kommt es sehr häufig zu Brummstörungen (Brummschleife wegen Doppelerdung; Antenne und Schutzkontakterdung am PC). Diese Antennenanschlüsse solltest du für die Zeit der Überspielung abklemmen.
Ich tue mich mit der Nachbearbeitung der Überspielungen etwas schwer, zumal man für gute Ergebnisse vermutlich auch entsprechend gute und teure Programme benötigt.
Wenn die Schallplatten in einem guten Zustand sind, dann ist es IMHO genauso gut möglich, die Überspielung ungeschönt und ohne eventuelle Verschlimmbesserungen zu archivieren. Ein guter Phonovorverstärker sollte auch schon über eine gewisse Rumpelunterdrückung verfügen. Knistern und Knacksen gehören für mich dagegen zum Flair einer Schallplattenaufnahme und stören mich weniger als das Pumpen irgendwelcher nicht perfekten oder nicht perfekt eingestellten Rauschminderungsroutinen.
In diesem Falle sollte die Soundkarte aber in der Lage sein, direkt mit der Samplingfrequenz zu arbeiten, die nachher für die CD nötig ist (44,1 kHz). Viele Soundkarten arbeiten hier gerne mit 48 kHz, die dann nötige Umrechnung auf 44,1 kHz soll als Verschlechterung hörbar sein.
Eine bis an die Grenze ausgereizte Aussteuerung, wie du das vielleicht noch von Tonbandaufnahmen kennst, ist übrigens nicht erforderlich. Der Dynamikumfang der CD ist erheblich größer als der der Schallplatte, so dass du mit Vollaussteuerung nur die Störgeräusche "besser" archivierst. Wichtiger ist eine hinreichende Übersteuerungsreserve, als sehr laut eingeschätzte Stellen sollten einige dB unter 0 bleiben, denn selbst kurze Übersteuerungen klingen digital richtig übel.
Ich verwende für diese Aufgabe das Programm Feurio. Es verfügt über einen einfachen Trackeditor, mit dem man auch auf leistungsschwächeren PCs ohne zeitraubende Bearbeitung der WAV-Dateien Trackmarken setzen und Übergänge (Anlaufrille etc.) wegschneiden kann. Feurio verfügt über eine entsprechende Aufnahmefunktion und eine Aussteuerungsanzeige, die selbst kürzeste Übersteuerungen durch eine stehenbleibende Warnung anzeigt, so dass man so danebengegangene Aufnahmen ohne ständige Beaufsichtigung erkennt und wiederholen kann.
Nur für die Archivierung von arg ramponierten, aber unwiederbringlichen arabischen Schallplatten habe ich mich mal der "Verschönerungsfunktionen" des Programmes Steinberg Clean bedient.
Mit internetten Grüßen
Gerald Vogt
Verfasst: Mi 27. Jul 2005, 17:19
von hkbf
Ich habs mit Nero Wave Editor gemacht, der zu Nero Burning Rom gehört.
Aufnehmen, schneiden, bearbeiten alles kein Problem.
Verfasst: Mi 27. Jul 2005, 17:23
von burki
Hi,
Hat evtl jemand schon Erfahrung damit ?
ja (ist aber schon eine Weile her), mit dem Ergebnis, dass ich wieder wesentlich mehr Vinyl hoere
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Was brauche ich noch an Technik ? Hard.-/Software ?
Moeglichst sauber gewaschene Platten (ein digitalisiertes Knacken/Knistern hoert sich in meinen Ohren wesentlich unangenehmer an, als die Lagerfeuer-LP), ordentlichen Dreher + PhonoPre, moeglichst einen externen A/D-Wandler oder zumindest eine hervorragende Soundkarte (hab immer moeglichst mit 96/24 aufgenommen und erst vor dem Brennen resampelt), Software wie z.B. (falls es diese noch gibt) Steinberg-Plugins und vorallem viel, ja wirklich viel Zeit
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Gruss
Burkhardt
Verfasst: Mi 27. Jul 2005, 18:20
von OL-DIE
Hallo,
ich überspiele meine LPs folgendermaßen:
Vom Plattenspieler (Lenco L 78 ) geht das Signal in den Phonoeingang des Marantz PM-14, von da aus in den analogen Eingang meines MD-Decks (Sony MDS-JE 520). Dort wird das Signal von analog nach digital gewandelt. Die beiden Seiten der LP werden dann nacheinander überspielt. Die Indexmarkierungen für die MD/ CD werden mit Hilfe des MD-Decks gesetzt. Außerdem können mit einem Drehregler die Geräusche der Einlauf- und Auslaufrille abgeschnitten werden. Das geht sehr komfortabel. Wenn die Aufnahme und die Indexmarkierungen stimmen, wird die MD digital in einem Rutsch auf meinen Audiorekorder Philips CDR 870 kopiert. Da die Ursprungsquelle analog war, greift das SCMS nicht zu. Der PC bleibt bei mir in diesem Fall außen vor.
Gruß
OL-DIE
um dr Himmelswillen ....
Verfasst: Mi 27. Jul 2005, 18:24
von SoNie
.. also ich dachte da eher so an eine Antwort im Stile von "klar, da gibts so n modul ... "
Naja, das mit der Zeit war mir schon bewusst ... aber irgendwie bekomm ich das Gefühl nicht los das da ein riesen Berg von Arbeit auf mich zu kommt ....
Ich verwende für diese Aufgabe das Programm Feurio
In welchem Preislichen Rahmen würde ich da ungefähr liegen ?
anständige Soundkarte, die keinen nennenswerten zusätzlichen Müll erzeugt - der Onboardsound ist bspw. in der Regel nicht gut geeignet
Naja, ganz ehrlich, meine Soundkarte ist onboard, ist ne SoundMax auf nem Asus P4P 800 SE, also nicht das Allerbeste um es mal vorsichtig auszudrücken. Was ist in euren Augen ne anständige Soundkarte ? Preislich ?
Ich meine mich aber zu entsinnen vor etwas längerer Zeit im Stiftung Warentest (bitte nicht prügeln wenn ich diese Zeitschrift hier zitiere) gelesen zu haben, dass es Module gibt, die man zwischen Plattenspieler und PC irgendwie dazwischenschließt um den gesamten Vorgang zu erleichtern. Weiß da jemand zufällig was dazu ?
Vielen Dank schon mal bis dahin
Verfasst: Mi 27. Jul 2005, 18:24
von Christof
Verfasst: Mi 27. Jul 2005, 18:27
von SoNie
thx Ol-DIE,
ist auch ne Anregung, klingt für mich der relativ wenig Ahnung von Audio-bearbeitung am PC hat auch nach einer sehr komfortablen und leicht verständlichen Methode.
Ich glaube die werd ich mir mal durch den Kopf gehen lassen.
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