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Unterschiede zwischen Nuwav 35 und ADAM Hörbericht !!!! 2te!

Verfasst: Do 1. Dez 2005, 15:12
von ++Stefan++
Ein Bekannter von mir möchte sich neue Monitorlautsprecher im Preisbereich bis 550€ kaufen.
Eigentlich empfehle ich immer gerne Nubert-Lautsprecher weiter (die 35 habe ich schon 2mal erfolgreich empfohlen :D ).
Nun, kann ich die Nuwave auch als Monitorlautsprecher weiterempfehlen? Laut Nuwave Ruf wird der Klang nicht künstlich geschönt wie bei Dynaudio und "Konsorten" (oben und unten etwas mehr).
Allerdings frage ich mich, ob konstruktionsbedingt eine Ausrichtung auf Hifi besteht, z.B. was den Nahfeldschall betrifft (ich weiß nicht, ob das Abhören weit über 50cm geschehen wird).
Letzendlich wird sich die Entscheidung erst nach einem Vergleichshören herausstellen, aber vll. lassen sich ja die 16€ Bestellkosten einsparen? Gibt es bereits Erfahrungen oder Vergleiche zu z.B. diesen Lautsprechern:

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oder diesen Dyns?

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MFG Stefan

Re: Unterschiede zwischen Nuwav 35 und einem Monitorlautspre

Verfasst: Do 1. Dez 2005, 17:33
von Meister Li
++Stefan++ hat geschrieben: Allerdings frage ich mich, ob konstruktionsbedingt eine Ausrichtung auf Hifi besteht, z.B. was den Nahfeldschall betrifft (ich weiß nicht, ob das Abhören weit über 50cm geschehen wird).
Interessant wäre auch noch, ob hinter den Boxen genug Platz ist. Die NuWave 35 sollten IMHO schon (von der Schallwand gemessen) so 80 cm Abstand zur Rückwand haben - und zu den Seitenwänden auch. Wenn dieser Abstand nicht zu machen ist, würde ich eher zu aktiven Monitoren raten. Ich setze bei mir die 35er als Front ein und Behringer Tröten 2030A als Rears. Die Behringer klingen deutlich kühler - ich weiß aber nicht, ob kühler = analytischer ist - und ich weiß auch nicht, ob der warme Klang der 35er evtl. auf den Marantz Verstärker zurückzuführen ist. Aber ich kann die Behringer wunderbar an eine wandnahe Aufstellung anpassen.

Verfasst: Do 1. Dez 2005, 17:49
von bony
Hallo,

leider habe ich die Modelle auch noch nie vergleichen können.
Gutes liest man auch immer über die neue Genelec 8000er Serie. Preislich passend wäre hier die kleine 8030 genau passend. Die größere 8040 liegt allerdings schon bei 744 EUR.
Die Mackies sind glaub auch noch sehr beliebt, z.B. die HR624 (539 EUR).

Gruß
Christoph

Verfasst: Do 1. Dez 2005, 19:12
von ++Stefan++
Ich bezog mich in dem Preis auf ein Paar, was die Auswahl von dir zunichte macht ;-) Gibt es im Frequenzgang denn heftige Unterschiede unterhalb dieses Meters? Hochtonanhebung???
Gangunterschiede zwischen HT und MT die zubuche fallen???

Verfasst: Do 1. Dez 2005, 20:52
von bony
++Stefan++ hat geschrieben:Ich bezog mich in dem Preis auf ein Paar, was die Auswahl von dir zunichte macht ;-)
Uuups. Ich dachte, bei den obigen Abbildungen handelt es sich um die aktiven Versionen.

Schade eigentlich, dass sich Malte, US und Co. stark aus der HiFi-Foren Szene zurückgezogen zu haben scheinen; die könnten sicherlich einiges zu den jeweiligen Vor- und Nachteilen beitragen.

Ich stelle jetzt mal frei von der Leber ein paar Vermutungen an. Vielleicht regt das jemanden an (korrigierend) einzugreifen. :wink:

Die Dynaudio könnte wegen des wohl etwas geringeren Abstands zwischen Hoch- und Tieftöner möglicherweise besser für das Nahfeld geeignet sein als die nuWave 35. Für sehr ausgewogene Frequenzgänge ist Dynaudio ja auch bekannt. Was mir nicht so recht gefällt, ist die Dynaudio typische 6 db-Weiche (Interferenzen). Falls beim passiven Modell die Übernahmefrequenz genau wie beim aktiven Modell bei nur 1500 Hz liegt, wäre ich sehr skeptisch, ob der Hochtöner das auch bei gehobeneren Pegeln ohne übermäßigen Klirr mitmacht!
Die aktive Version wiegt übrigens genau so viel wie die passive nuWave 35 bei nicht viel kleineren Gehäuseabmessungen (was immer das bedeuten könnte ...).

Die Adam hat wohl eine ähnliche Übernahmefrequenz wie die nuWave 35. Woran mag es liegen, dass die Belastbarkeit wesentlich geringer angegeben ist? Am für Klirr empfindlichen Hochtöner? Die Wirkungsgradangabe von 89 dB macht mich ein wenig skeptisch (bei einer angeblich unteren Grenzfrequenz von 50 Hz). Die Adam wiegt ungefähr so viel wie eine nuBox 310 (was immer das bedeuten könnte ...).

Gerhört habe ich allerdings noch keine der Boxen!

Verfasst: Fr 2. Dez 2005, 00:48
von teite
Hallo Stefan,

Die nw35 ist zwar ein guter Lautsprecher, aber für Nahfeld und Monitoranwendungen nicht ganz optimal geeignet.

Bei 50cm Hörabstand wird die Luft schon ziemlich dünn wenn man einen ausgewogenen Frequenzgang und tiefreichenden Bass will.

Ausm Bauch raus, und ohne das Teil schonmal gehört zu haben, würde ich da das Syrincs M3-220 empfehlen. Das ist auf Grund der D´Appolito Bauform für extremes Nahfeldhören gut geeignet.

Glaub Burki hat das Teil, vielleicht kann er noch was zu sagen.

Alternative ist ev. noch die kleinste Genelec 8020, was Genelec aus den Böxle holt, ist schon ziemlich krass.

cu,
Stefan

Verfasst: Fr 2. Dez 2005, 09:39
von R.Spiegler
Hallo zusammen!
Ich möchte mich nicht großartig in diese Diskussion einmischen, bin auch nicht der richtige Gesprächspartner für die technische Argumentation...
Möchte aber anmerken, dass es etliche Tonstudio-Ingenieure und Künstler unter unseren Kunden gibt, die auf eine nuWave 35 oder eine nuBox 310 oder 380 als Abhörmonitore schwören!
(z.B. Wolfgang Dauner, der uns gestattet hat, dies offiziell zu promoten)
Es gibt sogar Stimmen von Profis, die eine nuWave 35 weit über allen möglichen professionellen (und wesentlich teureren) Monitoren einstufen...
Aber diese Szene hat ihre eigene "Denke" und es ist nicht einfach, in dieser Profi-Welt "einen Fuß reinzubekommen"...

Mein Tipp wäre: Einfach selber ausprobieren. Wozu haben wir ein Rückgaberecht? :wink:

Verfasst: Fr 2. Dez 2005, 18:09
von Meister Li
R.Spiegler hat geschrieben:Möchte aber anmerken, dass es etliche Tonstudio-Ingenieure und Künstler unter unseren Kunden gibt, die auf eine nuWave 35 oder eine nuBox 310 oder 380 als Abhörmonitore schwören!
Stimmt, gerade die NuBox 310 würde ich noch als interessante Alternative sehen. Ich glaube, der wurden im Forum auch schon Nahfeldqualitäten zugeschrieben. Wie es mit der wandnahen Aufstellung aussieht, muss man halt sehen - fürs Abhören müsste man sie wohl noch mit ATM tunen - oder mit einem DEQ, dann kann man auch einen evtl. roomgain mildern. Die werde ich mir wohl irgendwann auch mal als Rears holen... in ferner Zukunft. Aber erst muss der zweite AW-75 her. :mrgreen:

Verfasst: Mo 5. Dez 2005, 17:11
von ++Stefan++
Ich bin heute mit den zwei Musikern losgefahren um in einem sehr netten Geschäft die Lautsprecher probezuhören.
Alle Aktiven Lautsprecher in der angedachten Preisklasse sind erstmal gleich am Anfang weggefallen. Sie klangen entweder Dumpf, zu scharf (und sahen scheiße aus), man hat also deutlich gemerkt, dass die Aktivelektronik deutlich mehr Produktionskosten verursachen als die Passivweichen.
"Wunderlicherweise" haben genau die zwei oben abgebildeten Lautsprecher das Rennen gemacht.
Die Dynaudio klang sehr klar, vielleicht sogar übermäßig?! Ich vermute, dass auch sie jedoch nicht so ausgeprägt, wie die HIFI DYNAUDIOS die Höhen etwas anhebt.
Die ADAM klangen sehr viel räumlicher und daher was Raumeffekte angeht auch etwas präsenter, jedoch standen die Stimmen nicht so im Vordergrund wie bei der Dynaudio.
Insgesammt klangen sie angenehmer als die Dynaudios. Unter dem Aspekt, dass wenn man mit den Dynaudios etwas abmischt, das gerade auf der Grenze liegt nicht mehr klar zu sein (es wird jedenfalls keine Klassik abgemischt), wird es sich an Otto-normal Lautsprechern wahrscheinlich noch viel schlimmer anhören.
Auch vorstellbar wäre, dass die angehobenen Höhen vielleicht bei einem ausgedehnten konzentrierten Arbeiten "anstrengend" werden.
-> Die ADAM werden das Rennen erstmal machen. Die Verarbeitung jedoch finde ich grausig, das Gehäuse ist total leicht, das Bassreflexrohr ist selbst bei der Aktiven 1200€ teuren Variante fast messerscharf an den Kanten.

Ich hoffe also, dass ein letzter Test mit der ausgeliehenen ADAM und der Nuwav 35 zustande kommen wird. Die Nuwav ist jedenfalls von der Verarbeitung ein gutes Stück "besser" als die ADAM, jedoch der Klang ist entscheidend und erst recht die Vorlieben.

Verfasst: Di 6. Dez 2005, 13:34
von bony
Ich vermute, dass auch sie jedoch nicht so ausgeprägt, wie die HIFI DYNAUDIOS die Höhen etwas anhebt.
Welche HiFi-Dynaudios meinst du damit eigentlich? Bei der Audience 52 hatte ich beispielsweise eher den Eindruck (tendenziell) etwas "gesofteter" Höhen. Aus der Stereoplay:

Bild

Auffallend hier jedenfalls der starke Abfall bereits ab 10 kHz.

Ein gutes Argument für die nuWave 35 ist imho auch immer die Nachrüstbarkeit mit einem ATM, womit man eine ähnliche Bassentzerrung erreicht, wie bei einem aktiven Monitor.