Umbau Marantz SR-8500 für ABL/ATM
Verfasst: Sa 4. Aug 2007, 23:49
Hallo Bastler, hallo Rudi!
Jetzt ist es so weit: Ich habe meinen Marantz SR-8500 mit vier Main-In-Buchsen ausgerüstet. Die passenden, auch von Rudi verwendeten Cinch-Einbaubuchsen vom Conrad (NYS 367, #731085 rot, #721112 weiß) hatte ich schon in weiser Voraussicht vor einigen Tagen käuflich erworben. In Ermangelung einer Ständerbohrmaschine konnte das Vorhaben bislang aber nicht umgesetzt werden. Nachdem sich aber kurzfristig eine Möglichkeit gefunden hat, meinen Bruder und dessen Werkstatt zu besuchen, habe ich die Gelegenheit beim Schopfe gepackt und den Marantz zerlegt.
Hier sind einige Bilder dieser Aktion:
Der Marantz SR-8500 von hinten, mit markiertem Einbauort der Buchsen:
Mit abgenommener Rückwand:
(Kleiner Tipp für Nachahmer: Die Rückwand lässt sich wesentlich leichter entfernen, wenn man auch die Schrauben der DVI-Buchsen entfernt. )
In der Werkstatt haben wir dann die Bohrungen angerissen (19mm Abstand), gekörnt, mit 5mm vorgebohrt und mit 10mm aufgebohrt. Damit die Grate vom Bohren auf der Innenseite entstehen (und sich dann leichter abfeilen lassen) haben wir die Rückwand von der Außenseite aus durchbohrt.
Jetzt wieder heim zum "nackten" Verstärker. Erstmal die Buchsen eingeschraubt und bemerkt, dass sie ziemlich weit oben gelandet sind; eine Kunststoffscheibe berührt fast die Abdeckung.
Das kommt davon, wenn man die Löcher anreißt und das Gerät zum Abgleich nicht danebenstehen hat. Ich wollte die Bohrungen weit genug von der Platine der "Speaker-C"-Buchsen entfernt setzen, aber das wäre fast zuviel des Guten geworden. Naja, Glück gehabt.
Dann die entsprechenden Drähte der grauen Kabel direkt am Stecker an der Vorstufe abgezwickt. Die grauen Kabel leiten das Signal von der Vorstufe über den Kühlkörper in der Mitte zur Endstufe, und genau hier soll ja aufgetrennt werden. Vorsicht beim Abzwicken, nicht die falsche Seite erwischen! Die Vorstufe ist von vorne gesehen rechts, also dort, wo die grauen Kabel in eine horizontale Platine reingehen, die Endstufe ist links, am anderen Ende der Kabel die vertikale Platine.
Die Adern der abgezwickten Kabel werden abisoliert, an jede schwarze Ader wird die Öse für Masse gelötet. Dann die Ösen mit der zweiten Mutter an die Buchsen geschraubt und die weiße Signalader an die Buchse gelötet:
Ein kurzer Funktionstest mit ABL für die Hauptlautsprecher und gebrückten Surround-Kanälen bringt Freude und Zufriedenheit: Kein Brummen, keine sonstigen Störgeräusche. Alles funktioniert. Dann noch mit zwei neuen Kabelbindern für Ordnung gesorgt, die alten Kabelbinder im Vorstufenbereich enger gezogen (von acht Kabeln fehlen ja jetzt vier) und den Deckel wieder aufgesetzt. Ab ins Rack damit, komplett verkabelt, fertig!
Fazit: So ein ABL ist schon eine starke Sache, und der Marantz ist sehr umbaufreundlich. Fragen sind jederzeit willkommen, aber jetzt werde ich erst mal ausführlich probehören und genießen!
Squeeze
Edit: Bilder in den Text eingebettet.
Jetzt ist es so weit: Ich habe meinen Marantz SR-8500 mit vier Main-In-Buchsen ausgerüstet. Die passenden, auch von Rudi verwendeten Cinch-Einbaubuchsen vom Conrad (NYS 367, #731085 rot, #721112 weiß) hatte ich schon in weiser Voraussicht vor einigen Tagen käuflich erworben. In Ermangelung einer Ständerbohrmaschine konnte das Vorhaben bislang aber nicht umgesetzt werden. Nachdem sich aber kurzfristig eine Möglichkeit gefunden hat, meinen Bruder und dessen Werkstatt zu besuchen, habe ich die Gelegenheit beim Schopfe gepackt und den Marantz zerlegt.
Hier sind einige Bilder dieser Aktion:
Der Marantz SR-8500 von hinten, mit markiertem Einbauort der Buchsen:
Mit abgenommener Rückwand:
(Kleiner Tipp für Nachahmer: Die Rückwand lässt sich wesentlich leichter entfernen, wenn man auch die Schrauben der DVI-Buchsen entfernt. )
In der Werkstatt haben wir dann die Bohrungen angerissen (19mm Abstand), gekörnt, mit 5mm vorgebohrt und mit 10mm aufgebohrt. Damit die Grate vom Bohren auf der Innenseite entstehen (und sich dann leichter abfeilen lassen) haben wir die Rückwand von der Außenseite aus durchbohrt.
Jetzt wieder heim zum "nackten" Verstärker. Erstmal die Buchsen eingeschraubt und bemerkt, dass sie ziemlich weit oben gelandet sind; eine Kunststoffscheibe berührt fast die Abdeckung.
Das kommt davon, wenn man die Löcher anreißt und das Gerät zum Abgleich nicht danebenstehen hat. Ich wollte die Bohrungen weit genug von der Platine der "Speaker-C"-Buchsen entfernt setzen, aber das wäre fast zuviel des Guten geworden. Naja, Glück gehabt.
Dann die entsprechenden Drähte der grauen Kabel direkt am Stecker an der Vorstufe abgezwickt. Die grauen Kabel leiten das Signal von der Vorstufe über den Kühlkörper in der Mitte zur Endstufe, und genau hier soll ja aufgetrennt werden. Vorsicht beim Abzwicken, nicht die falsche Seite erwischen! Die Vorstufe ist von vorne gesehen rechts, also dort, wo die grauen Kabel in eine horizontale Platine reingehen, die Endstufe ist links, am anderen Ende der Kabel die vertikale Platine.
Die Adern der abgezwickten Kabel werden abisoliert, an jede schwarze Ader wird die Öse für Masse gelötet. Dann die Ösen mit der zweiten Mutter an die Buchsen geschraubt und die weiße Signalader an die Buchse gelötet:
Ein kurzer Funktionstest mit ABL für die Hauptlautsprecher und gebrückten Surround-Kanälen bringt Freude und Zufriedenheit: Kein Brummen, keine sonstigen Störgeräusche. Alles funktioniert. Dann noch mit zwei neuen Kabelbindern für Ordnung gesorgt, die alten Kabelbinder im Vorstufenbereich enger gezogen (von acht Kabeln fehlen ja jetzt vier) und den Deckel wieder aufgesetzt. Ab ins Rack damit, komplett verkabelt, fertig!
Fazit: So ein ABL ist schon eine starke Sache, und der Marantz ist sehr umbaufreundlich. Fragen sind jederzeit willkommen, aber jetzt werde ich erst mal ausführlich probehören und genießen!
Squeeze
Edit: Bilder in den Text eingebettet.