NuVero 4 und die Mitten
Verfasst: Mo 30. Aug 2010, 23:49
Guten Tag allerseits!
Seit 10 Tagen habe ich eine NuVero 4 samt ATM in meinem 18 Quadratmeter großen Musikzimmer. Die Nuveros schicken sich an, die Nachfolge zu meinen knapp 10 Jahre alten NuWave 10 (inkl. ABL) anzutreten. Diese sind in meinem Zimmer (neue Wohnung) optisch zu dominant, zudem möchte ich nach so langer Zeit einfach gerne neue Lautsprecher.
Ein längerer Hörproben-Umweg über die Monitor-Szene (MEG 940 - genial aber halt doch sehr teuer), K&H o300 (weniger teuer, aber viel zu gnadenlos schlechteren Aufnahmen gegenüber) sowie Emes Black (sehr gute Räumlichkeit, leider in der Basspower limitert) führte mich entgegen meinen Plänen wieder zu passiven Lautsprechern bzw. zu Nubert: Die Nuvero-Serie macht halt doch neugierig.
Tja, und was soll ich sagen: Die ursprüngliche Vermutung, wahrscheinlich gar keinen großen Unterschied zur NuWave 10 zu hören, war ein ziemlicher Trugschluss! Die Nuvero 4 ist in jeder Hinsicht mindestens eine Klasse besser als die NuWave, der Unterschied zur ebenfalls in meinem Haushalt befindlichen NuBox 380 ist noch viel größer. Die Räumlichkeit und Detailfreude der NuVero 4 ist verblüffend, ich höre hier zum Teil mehr neue Information als über die Klein & Hummel! Klar, im Bass kann die NuVero nicht mithalten, was die Straffheit angeht. Allerdings ist sie untenrum meiner Meinung nach noch direkter als die Studiomonitore und erst recht direkter als die NuWave 10. Auch die Impulstreue bzw. Schnelligkeit im Bass habe ich so noch von keinem anderen bezahlbaren Lautsprecher gehört, hier sitze ich teilweise mit offenem Mund vor den Lautsprechern. So einen "liveartigen" Bass, den ich immer leicht spüre, habe ich jahrelang gesucht.
Überhaupt halte ich die Abstimmung der NuVero für sehr gelungen: alles ist irgendwie prall, "vollmundig", rund und fließend, trotz toller Tiefenstaffelung kommt jede Menge Musik bei mir an: Ich versinke in der Musik! Ich halte die Box auch unerwartet gnädig schlechten Produktionen gegenüber, das ATM-Modul ist hier zusätzlich eine Riesenhilfe.
Eine Sache irritiert mich allerdings etwas: die Mitten. Diese empfinde ich im Gegensatz zu meinen NuWaves (und erst recht im Gegensatz zu den Monitoren) als fast schon zu rund, trotz Schalterstellung "prägnant". Stromverstärkte Gitarren verlieren so etwas ihre "Gemeinheit", Kuyss "Green Machine" ist da ein sehr gutes Beispiel. Erst eine 45°-Aufstellung (also Ohren auf Achse) bietet hier Abhilfe. Zur Not drehe ich auch am ATM etwas auf, allerdings gehen dann die Höhen ja auch mit nach oben, was dann oftmals zu viel ist.
Meine Frage an alle NuVero-Kenner: Geht Euch das auch so? Oder sind die Standboxen mit ihren Mitteltönern hier etwas präsenter? Vielleicht sind meine Ohren einfach nur von den seeeehr transparenten Mitten einer K&H oder Emes "versaut"? Oder spielt mir die Raumakustik einen Streich?
Über Antworten freut sich,
Bateman77
Seit 10 Tagen habe ich eine NuVero 4 samt ATM in meinem 18 Quadratmeter großen Musikzimmer. Die Nuveros schicken sich an, die Nachfolge zu meinen knapp 10 Jahre alten NuWave 10 (inkl. ABL) anzutreten. Diese sind in meinem Zimmer (neue Wohnung) optisch zu dominant, zudem möchte ich nach so langer Zeit einfach gerne neue Lautsprecher.
Ein längerer Hörproben-Umweg über die Monitor-Szene (MEG 940 - genial aber halt doch sehr teuer), K&H o300 (weniger teuer, aber viel zu gnadenlos schlechteren Aufnahmen gegenüber) sowie Emes Black (sehr gute Räumlichkeit, leider in der Basspower limitert) führte mich entgegen meinen Plänen wieder zu passiven Lautsprechern bzw. zu Nubert: Die Nuvero-Serie macht halt doch neugierig.

Tja, und was soll ich sagen: Die ursprüngliche Vermutung, wahrscheinlich gar keinen großen Unterschied zur NuWave 10 zu hören, war ein ziemlicher Trugschluss! Die Nuvero 4 ist in jeder Hinsicht mindestens eine Klasse besser als die NuWave, der Unterschied zur ebenfalls in meinem Haushalt befindlichen NuBox 380 ist noch viel größer. Die Räumlichkeit und Detailfreude der NuVero 4 ist verblüffend, ich höre hier zum Teil mehr neue Information als über die Klein & Hummel! Klar, im Bass kann die NuVero nicht mithalten, was die Straffheit angeht. Allerdings ist sie untenrum meiner Meinung nach noch direkter als die Studiomonitore und erst recht direkter als die NuWave 10. Auch die Impulstreue bzw. Schnelligkeit im Bass habe ich so noch von keinem anderen bezahlbaren Lautsprecher gehört, hier sitze ich teilweise mit offenem Mund vor den Lautsprechern. So einen "liveartigen" Bass, den ich immer leicht spüre, habe ich jahrelang gesucht.
Überhaupt halte ich die Abstimmung der NuVero für sehr gelungen: alles ist irgendwie prall, "vollmundig", rund und fließend, trotz toller Tiefenstaffelung kommt jede Menge Musik bei mir an: Ich versinke in der Musik! Ich halte die Box auch unerwartet gnädig schlechten Produktionen gegenüber, das ATM-Modul ist hier zusätzlich eine Riesenhilfe.
Eine Sache irritiert mich allerdings etwas: die Mitten. Diese empfinde ich im Gegensatz zu meinen NuWaves (und erst recht im Gegensatz zu den Monitoren) als fast schon zu rund, trotz Schalterstellung "prägnant". Stromverstärkte Gitarren verlieren so etwas ihre "Gemeinheit", Kuyss "Green Machine" ist da ein sehr gutes Beispiel. Erst eine 45°-Aufstellung (also Ohren auf Achse) bietet hier Abhilfe. Zur Not drehe ich auch am ATM etwas auf, allerdings gehen dann die Höhen ja auch mit nach oben, was dann oftmals zu viel ist.
Meine Frage an alle NuVero-Kenner: Geht Euch das auch so? Oder sind die Standboxen mit ihren Mitteltönern hier etwas präsenter? Vielleicht sind meine Ohren einfach nur von den seeeehr transparenten Mitten einer K&H oder Emes "versaut"? Oder spielt mir die Raumakustik einen Streich?
Über Antworten freut sich,
Bateman77