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Gedanken zum Thema "Hörverlust"

Wenn's nicht so gut in die anderen Themenbereiche passt...
Celador
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Gedanken zum Thema "Hörverlust"

Beitrag von Celador »

Hallo zusammen, ich möchte heute mal ein Thema aufgreifen, dass mich schon eine Weile lang beschäftigt: Hörverlust. Meistens schiebt man das ja weit von sich weg: "So was bekommt man mit 70+ oder wenn man sich verantwortungslos Lärm aussetzt. Oder man hat es eben von Geburt an." Aber wenn man ehrlich zu sich ist, kann es doch schneller zu Höreinbußen kommen als man meint. Einerseits baut das Gehör bei jedem Menschen in jungen Jahren im Hochtonbereich ab. Andererseits gibt es natürlich unerwartete Ereignisse, die jeden treffen könenn. So kann ein stressbedingter Hörsturz "mal eben" einen permanenten Hörverlust mit sich bringen. Auch der Alltagslärm oder andere Umwelteinflüsse sind nicht zu unterschätzen.

Otto-Normal-Hörer ist das wahrscheinlich egal. "So schlimm wirds schon nicht sein und wenn doch, gibt's halt ein Hörgerät". Das Hörgerät hebt dann ein paar Frequenzbänder an und schon versteht man die Sprache wieder besser. Und für Musik aus dem Handy-Lautsprecher oder den Brüllwürfeln aus dem Supermarkt reicht das auch noch! Super! Es gibt natürlich auch Menschen, die zum Hören ein anderes Verhältnis haben. Zum Beispiel viele der Leute, die sich hier in diesem Forum versammeln. Bei diesen Menschen steht bewusstes Hören im Vordergrund. Viel Herzblut fließt in das Erreichen eines möglichst neutralen und präzisen Klangs im heimischen Wohnzimmer. Musik und das zugehörige Equipment sind eine Leidenschaft. Diesen Leuten gibt man ihre Lebensfreude nicht mit einer extra Portion Sprachverständlichkeit mittels Knopf im Ohr zurück.

Ich persönlich mache mir viel Gedanken über dieses Thema, seit ich vor 7 Jahren einen Hörsturz hatte und eine kleine "Delle" im Frequenzgang übrig geblieben ist. Musik (hören und machen) ist ein wichtiger Bestandteil meines Lebens. Manchmal wünsche ich mir insgeheim, dass mal jemand (wie Herr Nubert?) ein absolut lineares Hörgerät entwickelt, quasi ein ATM-Modul fürs Ohr ;-). Einfach damit man weiß, dass selbst wenn das Gehör mal richtig nachlässt, das Leben weitergehen kann.
Macht ihr euch über so etwas auch Gedanken? Ist vielleicht schon jemand in der unglücklichen Situation, neben seinem Nubi ein paar Hörgeräte im Regal liegen zu haben?
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tf11972
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Re: Gedanken zum Thema "Hörverlust"

Beitrag von tf11972 »

Klar macht man sich darüber Gedanken. Ich habe zwar in meinem Alter (40) noch ein exzellentes Gehör (wie mir der Arzt erst diese Woche bescheinigte), aber in unserer heutigen Welt ist man halt immer Lärmquellen ausgesetzt, egal, ob bewusst oder unbewusst. Auf dem Land, wo ich wohne, zwar weniger, aber trotzdem muss man aufpassen, dass man Geräuschpegel reduziert, wo immer möglich. So mähe ich den Rasen zum Beispiel nur mit Gehörschutz, und auch (seltene) Rockkonzerte tu ich mir nur noch mit entsprechenden Ohrstöpseln an.
Andererseits ist man dank fehlender Nachbarn immer in Versuchung, die Anlage lauter als nötig aufzudrehen. Da ich davon aber schnell Kopfschmerzen bekomme, stellt sich das Problem nicht. Aber auch ein den ganzen Tag laufender PC kann schon eine Gefahr für die Ohren sein.

Was ich etwas fragwürdig finde: Beim HNO wird ein Audiogramm nur bis 8 kHz erstellt. Auch wenn sich in diesem Bereich die meisten akustischen Ereignisse abspielen, so möchte ich doch ab und zu wissen, wie weit denn mein Hörsinn noch reicht. Gut, dass es Testtöne gibt.

Viele Grüße
Thomas
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Celador
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Re: Gedanken zum Thema "Hörverlust"

Beitrag von Celador »

tf11972 hat geschrieben:Was ich etwas fragwürdig finde: Beim HNO wird ein Audiogramm nur bis 8 kHz erstellt. Auch wenn sich in diesem Bereich die meisten akustischen Ereignisse abspielen, so möchte ich doch ab und zu wissen, wie weit denn mein Hörsinn noch reicht. Gut, dass es Testtöne gibt.
Über die 8 KHz habe ich mich auch schon mal gewundert. Ich würde es definitiv als eingeschränktes Hören empfinden, wenn ich einen starken Abfall überhalb dieses Wertes hätte. Mir ist dieses ganze Audiogramm sowieso suspekt. Habe jedes Mal das Gefühl, dass ich was verfälsche (sowohl ins Positive als auch ins Negative). Gerade weil ich einen recht indifferenzierten Tinnitus habe, bin ich manchmal stark am Überlegen, ob das jetzt das Testsignal oder einer meiner kopfeigenen Pfeiftöne war.
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Re: Gedanken zum Thema "Hörverlust"

Beitrag von pølsevogn »

Hörstürze habe ich gehabt, leichten Tinnitus habe ich, Mittenverschiebung sowieso. Zudem auf beiden Ohren ganz unterschiedliche Bassempfindungen. Und alt bin ich ohnehin (61). Alles das merke ich, wenn ich – ein Ohr verschließen, Kopf gezielt bewegen, Musik ausstellen und auf tinnitöse Phänomene achten – sozusagen künstlich Laborbedingungen schaffe.

Natürlich verstehe ich sehr gut, dass sich jemand Gedanken macht, ob sich's denn noch lustvoll hören lässt, wenn die Jahre sich sammeln. Ist wohl so wie mit den Gedanken an künftig nachlassende Libido, gell.

Und vielleicht sind meine Hörbeeinträchtiugungen ja auch noch nicht sonderlich gravierend.

Dennoch möchte ich alle beruhigen. Mit zunehmender Muße durch Rente, Pension oder einfach nur mehr Gelassenheit wird das Musihören immer schöner. Dass etwas fehlt, bemerke ich nicht. Das Gehirn scheint da gnädig mit uns zu sein. Vielmehr freue ich mich, was ich alles noch mitbekomme, dass Impulse mir noch immer den Atem verschlagen können, dass mich Stimmen zuweilen immer noch zu Tränen rühren können, dass ich während witziger Kompositions- oder Arrangementeinfälle immer noch auflachen kann.

Kurzum: Ich höre heute leidenschaftlicher Musik als früher. Und lerne immer mehr, die Wiedergabe als zweitrangig zu betrachten und Musik ohne analytischen Zensor im Kopf zu genießen.

Also freut Euch auf das Alter, Jungenz und Mädelz!
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Re: Gedanken zum Thema "Hörverlust"

Beitrag von volker.p »

Hallo Celador,

nichts mehr, oder schlechter zu hören, darüber habe ich mir auch schon Gedanken gemacht. Alleine schon der Gedanke daran ist schlimm. Schliesslich wäre das eine zusätzliche gravierende Einschränkung einer guten Lebensqualität, auch für mich..

Bedingt kann ich mitfühlen. Ich z.B. habe seit einigen Jahren 100 % keinen Geruchssinn und zu ca. 50 % keinen
Geschmacksinn. Mir ist kein Gerät bekannt welches Geruchs- bzw. Geschmacksverlust kompensieren kann.
Mein Musikgeschmack ist übrigens nicht betroffen :mrgreen: .
Manchmal habe ich mich schon gefragt was denn „schlimmer“ wäre, nichts hören, nichts schmecken, nichts riechen oder gar blind sein. Alle Sinne sind wichtig. Wenn man gesund ist, ist das alles so selbstverständlich.

Aber ich will nicht jammern oder gar das Thema verfehlen, denn es geht ja hier im Forum schliesslich um Musik, also um das Hören.
Deswegen finde ich die Idee, das Herr Nubert ein Hörgerät baut, welches aktiv linear über alle hörbaren Frequenzen arbeitet, gar nicht so schlecht :wink: .
Älter werden wir alle. So ist das Leben.

Dir wünsche ich trotz deiner Höreinschränkungen weiterhin viel Spass beim Musikmachen und Musikhören.
Auch im Beitrag über meinem kann man ja sehr schön lesen, das das gut funktionieren kann.

Noch eine Anmerkung zum HNO. Ich habe meinen letzten Hörtest vor ca. 1 Jahr machen lassen.
Laut HNO-Arzt war dabei alles bestens i.O. Das nur bis 8 kHz gemessen wird war mir gar nicht bewusst.
Danke noch an Thomas für die Info.

Gruss Volker
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Re: Gedanken zum Thema "Hörverlust"

Beitrag von joe.i.m »

Das ich Schwerhörig bin weiß ich seit meinem 12. Lebensjahr. da gab es in der Schule so einen Check wegen der Gesundheit und dem Zukünftigen Berufsleben. Bin jetzt aber auch schon seit über 10 Jahren nicht mehr hingegangen zum Audiogramm machen. Im Grunde gehe ich davon aus, das ich warscheinlich schon immer dieses Problem habe, das ist dann vieleicht auch garnicht so tragisch bei mir, da mir dadurch nicht bewußt ist, das mir etwas fehlen sollte. Ich denke das Menschen die erst im Verlauf ihres Lebens Schwerhörig werden, schlimmer dran sind. Menschen die von anfang an schwerhörig sind, stört es dann nicht so, sie haben ja ein Hörbild, mit dem sie so groß geworden sind.

Das einzige was mich dann stört sind Menschen mit einer undeutlichen Aussprache die auch die Lippen nicht so doll bewegen, weil man sich als Schwerhöriger dann auf den Mund des Gegenüber konzentriert. Das hilft einfach Sprache besser aus den Umgebungsgeräuschen rauszufiltern. Zumindest ist es hilfreich, wenn man es mal gelernt hat.

Gruß joe
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Re: Gedanken zum Thema "Hörverlust"

Beitrag von Tinitus »

volker.p hat geschrieben:
Dir wünsche ich trotz deiner Höreinschränkungen weiterhin viel Spass beim Musikmachen und Musikhören.
Auch im Beitrag über meinem kann man ja sehr schön lesen, das das gut funktionieren kann.
Dem kann ich mich 100%ig anschließen und mich gleichzeitig in die Riege der Hörbeeinträchtigten einordnen. Nach einer Tumor OP ist mein Hörvermögen links sowohl im Pegel als auch im Frequenzgang beeinträchtigt. Stören tut das mich zurzeit nicht wirklich. Natürlich kann ich das geschwubble der High Ender nicht mehr nachvollziehen, um einen guten von einem schlechten Schallwandler zu unterscheiden reicht es noch vollkommen. Und gute Musik hört man mehr mit dem Herzen denn mit den Ohren :wink:

Gruß, Uwe.
Streite dich nie mit Idioten. Sie ziehen dich auf ihr Niveau herab und schlagen dich dann mit Erfahrung.
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Re: Gedanken zum Thema "Hörverlust"

Beitrag von thor »

Nachdem ich diesen thread gelesen hab war ich erstmal erleichtert. Ich dachte schon ich bin der einzige der sich Gedanken darum macht, ob sein Gehör überhaupt hifi-konform ist und ob seine Ohren würdig genug sind für die Mitgliedschaft an diesem Forum.
Ich hatte mir wegen des Kaufs meiner NV 14 einen Termin beim Hörakustiker besorgt und der Kauf von Lautsprechern kam mir ziemlich bescheuert als Begründung vor. Glücklicherweise fragte keiner danach. Ausser einer altersbedingten Delle im mittleren Frequenzbereich war auch nichts aussergewöhnlich. Wobei das Wort „altersbedingt“ schon Allergien auslösen kann.
Was mich aber sehr beeindruckt hat, sind die offenen Beiträge über mir. Manchmal habe ich den Eindruck, dass sich in diesem Forum unter den Alteingesessenen nur analytische „Überhörer“ tummeln, die jeden Ton, jede beliebige Frequenz aus jedem Gerät mühelos sezieren können.
Nachdem ich obige Beiträge gelesen habe denke ich da etwas anders drüber. Grossen Respekt dafür. Schönen Sonntag Abend !

Gruß, Thorsten
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Re: Gedanken zum Thema "Hörverlust"

Beitrag von joe.i.m »

Hallo Thorsten,

was willst Du machen, wenn einem das Lebrn nicht so verwöhnt mit der Gesundheit?
Sich deshalb selbst ausschließen bringt es ja nun nicht. Und sich einreden lassen, das man dazu nicht taugt, nee das bringt es auch nicht.

Einfach frohen Mutes das Hobby weiter angehen, und sich nicht verdrießen lassen passt glaub ich eher.

Gruß joe
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Re: Gedanken zum Thema "Hörverlust"

Beitrag von Brette »

Hallo,
seit letzter Woche kann ich leider mitfühlen, denn da fing es an beidseitig in den Ohren zu pfeifen. :evil:
Super!!!, jetzt hab ich einen Tinitus und hänge schon die ganze Woche an der Flasche (Infusion). :)
Ab ca. 1kHz macht das Audiogram eine Talfahrt.
Morgen geht es weiter mit den Infusionen, und ich hoffe das es wieder besser wird.
Denn so richtig Musik geniesen ist momentan absolut nicht möglich.

Ist zwar echt doof, aber es tut trozdem gut zu wissen das sich hier noch mehr Leidgeplagte tummeln.

Genug gejammert und ab in die Heia.

Gruß Brette
Arbeits- Hobbyzimmer: nuPro A200 - AW1300DSP - Acourate
Küche: nuPro A20 / Bluelino
....aber Musik momentan hauptsächlich über Kopfhörer:
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