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Kunst

Verfasst: Do 14. Aug 2014, 22:41
von Frog2
Hi Forum,
heute wurden in meinem Stadtteil 3 Kunstwerke aufgestellt. Ich beschreibe sie mal. Drei Säulen bestehend aus Bremsscheiben, Zahnrädern und Ketten. Ich würde gern Bilder dazu einstellen, aber haut nicht hin, meine Bilder überschreiten das zulässige Maß.( gebt mir Tipps wie ich es trotzdem schaffe.) Meiner Stadt steht das Wasser bis zum Hals (Haushaltssperre)
Für diesen aus meiner Sicht " totalen Unsinn" scheint aber immer noch genug Geld zu Verfügung zu stehen. Ich will weiß Gott nicht die Kultur abwürgen, aber man muss doch Prioritäten setzen. So setzt sich das fort, es wird ein Konzerthaus gebaut, mit kaum zu überschauenden Folgekosten. Hier wandert die Industrie ab und das massiv. Es ist aus meiner Sicht so." Ein Sozialhilfe Empfänger gewinnt 100000 Euro kauft sich einen Porsche und kann die Folgekosten nicht tragen" und trotz aller Warnungen der Bürger wird einfach weiter gemacht. Ich kann mit der Verantwortungslosigkeit unserer Politiker einfach nicht mehr umgehen. Was kann man nur machen um diesem Treiben ein Ende zu setzen?
Gruß Wolfgang

Re: Kunst

Verfasst: Do 14. Aug 2014, 22:47
von Marcel123
Nabend Wolfgang,

ich verkleinere die Bilder über Windows Paint...... :wink:

Das geht recht easy, aber es gibt bestimmt noch andere Möglichkeiten.


Gruß, Marcel

Re: Kunst

Verfasst: Do 14. Aug 2014, 22:51
von Langerr1

Re: Kunst

Verfasst: Do 14. Aug 2014, 22:52
von palefin
paint.net ist wesentlich komfortabler.

Re: Kunst

Verfasst: Do 14. Aug 2014, 22:55
von Frog2
Hi Forum, ich werde es versuchen.Danke
Gruß Wolfgang

Re: Kunst

Verfasst: Do 14. Aug 2014, 23:22
von tf11972
Hallo Wolfgang,

ich verwende Tinypic zum Verkleinern.

Ansonsten verwende ich in Bayern bei Modern Art gerne den Spruch "Kunst ma des moi erklärn?" :wink:

Re: Kunst

Verfasst: Do 14. Aug 2014, 23:58
von caine2011
Frog2 hat geschrieben:Ich kann mit der Verantwortungslosigkeit unserer Politiker einfach nicht mehr umgehen. Was kann man nur machen um diesem Treiben ein Ende zu setzen?
Gruß Wolfgang
um das echt hart auszudrücken:

nichts oder nicht genug

das problem ist folgendes:
ort a hat ein strukturproblem
z.b.:
- keine gute verkehrsanbindung
- keine infrastruktur anderer art
- nicht ausreichende entwicklungen in den letzten jahrzehnten:
--> nicht genügend bildung
--> zu geringes lohnaufkommen, damit verbunden abwanderung
--> lokalpolitische schlechte entscheidungen im bezug auf wirtschaft/subventionen
- fehlende kultur und freizeitmöglichkeiten für die bevölkerung

das sorgt für negative tendenzen, die meist auf mehreren der ursachen beruhen
das problem manifestiert sich zuerst in hohen arbeitslosigkeitszahlen, oder aber beschäftigungen außerhalb des steuereinzugsgebietes des ortes, was indirekt die kaufkraft/steuerzahlungen vorort mindert

danach gehts ohne entschlossenes politisches vorgehen schnell bergab, in einer spirale
das einzige, was in den finanzausschüssen genehmigt wird ist dann kunst statt der wirtschaftrlich wichtigen autobahnanbindung (das eine kostet tausende € das andere millionen)

ich kann deinen ärger sehr gut nachvollziehen, auch insbesondere den unmut in der bevölkerung, aber man versucht auf politischer ebene halt irgendwie den ort attraktiv zu halten und ein image zu halten/aufzubauen
- fehlende kultur und freizeitmöglichkeiten für die bevölkerung
dem punkt wird man so gerecht

und seien wir ehrlich wer will denn vorort echt industrie?


industrie bedeutet für direkte nachbarn immer eine belastung:
schmutz, lärm, errichtung von zufahrtswegen und andere unmittelbar benötigte dinge fordern immer ihren tribut

die meist die anwohner nciht tragen wollen, bürgerbegehren werden eröffnet und die industrie meiste vertrieben

ich komme aus einer kleinen stadt (die früher größer war) in thüringen, dort gibt es nichts mehr, außer pflegeheimen und angeboten für alte menschen
viel kultur, viel tradition, aber viel armut, 25% arbeitslosigkeit, hohe schulden, und perspektivlosigkeit
-->schaffung von mehr kulturellen möglichkeiten

meine freundin kommt aus einer ähnlich großen stadt umland von berlin/potzdam
wenig kultur, nahezu keine tradition, kaum nennenswerte arbeitslosigkeit, keine schulden, ausgeglichener haushalt, große kaufkraft
--> langsame schaffung von kulturellen möglichkeiten, die nicht auf kredit bezahlt werden sondern von einlagen der stadt
--> wirtschaftliche investitionen

sicher hängt das auch immer von der lage und der entwicklung der gesamten region ab und kann nicht pauschalisiert werden
aber einige trends zeichnen sich schon ab


was kann man tun: die "richtige" partei wählen, unabhängig vom bundesdeutschen auftritt/den eigenen politischen interesse auf bundesebene (ala die idioten von partei XXX wähle ich nie)
manchmal kann es auf lokaler ebene sinnvoll sein keine der blockparteien zu wählen, weil die oft die falschen wege gehen, da kann ein kleiner freier wählerbund besser auf die situation vorort reagieren, oder die fdp oder die grünen oder wer auch immer (na gut die npd wohl eher nicht)
zu veranstaltungen diverser parteien gehen und bekannte und freunde, die auch unzufrieden sind informieren
stadtratssitzungen sind mMn auch höchst interessant, wenn man auch mal sehen will, was aus versprechungen wird

wichtig ist wie immer in der demokratie: ein einzelner kann nur einen stein zum rollen bringen, nur mit genug geduld und initiative kann es eine lawine werden die etwas ändert

Re: Kunst

Verfasst: Fr 15. Aug 2014, 00:15
von Frog2
Hallo Maestro,
ich freue mich sehr,dass du dich einlässt. Der Grundtenor geht nicht gegen Kunst an sich, sondern gegen das verantwortungslose Verhalten der Kommunalpolitiker. Kunst an sich ist für mich ein sehr hohes Gut, egal welcher Couleur, egal ob Musik oder bildende Kunst,ich achte alles, auch wenn ich es oft nicht verstehe. Hier geht es um Verantwortung, mir ist durchaus klar, dass die Kunst zu aller erst leidet.( Zu Unrecht ). Klar mache ich Unterschiede zwischen einem Orgelkonzert oder ein für mich kaum zu verstehendes Gebilde.Siehe (Beuys , Fettecke)
Ich fühle ich dann einfach nur verarscht .Hape Kerkeling sang (HURTZ) und erntete Applaus, obwohl er es darauf anlegte seine Zuhören zu verunsichern. Kunst an sich ist also äußerst fragil. Abwägen kann nur der Zuhörer oder Betrachter. Nur um es klar zu definieren, Ein Orgelkonzert in einer Kirche ist für mich weit ergreifender als irgend ein " Kunstwerk" an der Straße. Gruß Wolfgang

Re: Kunst

Verfasst: Fr 15. Aug 2014, 00:23
von caine2011
ich würde auch nie etwas gegen kunst sagen, das ist nicht mein punkt, mein punkt ist immer ob man untzer pragmatischen punkten der kunst den vorzug zu realen problemen geben sollte

ich las letztens etwas davon, das ein screenshot eines forenbeitrages über das thema kunst wohl für mehrere zehntausend dollar versteigert wurde
das ist mir relativ schnuppe, solnage es dem käufer das wert ist

in einer stadt sollte es aber so sein, das die volksvertreter nur kunst finanzieren, die die mehrheit des volks haben will
aber es ist denke ich müßig darüber zu diskutieren, ob da ein paar säulen aufgestellt werden, viel interessanter ist das konzerthaus und dessen notwendigkeit

in meinem heimatort wurde bspw. ein theater neu geschaffen für schlappe 20 millionen €, der preis ist mMn ein wenig hochgegriffen, da es flächentechnisch das 4 fache bietet und gar die 5fache zuschauermenge trägt und das trotz sinkender besucherzahlen (und eben diese tendenz setzt sich nach kurzen hochs nach der neueröffnung jetzt wieder fort)
die frage ist ob man unter diesen vorzeichen derartig bauen muss, oder einfach die realität sehen muss als politiker

wie gesagt nichts gegen kultur und kunst an und für sich, auch moderne kunst kann immer wieder (zumindest mich) begeistern, aber immer mit bedacht und nur wenn dafür echt geld übrig ist

Re: Kunst

Verfasst: Fr 15. Aug 2014, 00:56
von Frog2
Hallo caine,
wie so oft, muss ich dir in vollem Umfang Recht geben. Du vermutest zwar ich lebe in einer kleinen Stadt, falsch gedacht ! Ich wohne in einer Großstadt ! Allein an der UNI wohnen 40000 Studenten. Ich habe in der Kommunalpolitik alles versucht ( was mein Mandat) hergab, aber man rennt gegen Wände.Alles ist ein Filz. Ich werde an dieser Tatsache noch verzweifeln.
Wenn jeder auch noch so dusselige Honk, aus welchem Grund auch immer hier das Sagen hat, wird sich nichts ändern.
Gruß wolfgang