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Verstärkertuning extrem ;-)

Verfasst: So 23. Jan 2005, 20:18
von g.vogt
Hallo alle miteinander,

schon mal richtiges Tuning gesehen?

Bild

Mit internetten Grüßen
Gerald Vogt

Verfasst: So 23. Jan 2005, 20:22
von kenwoodfan87
.....öhhhmmmm, ja. 8O
und wie soll der ins rack passen?? :?

:lol:

Verfasst: So 23. Jan 2005, 20:23
von raw
Hä? Also soll ich nun Gurkengläser auf meinen AMP stellen damit der mehr leistet? Voodoo?

Gruß
Denis :wink:

Verfasst: So 23. Jan 2005, 20:25
von g.vogt
raw hat geschrieben:Hä? Also soll ich nun Gurkengläser auf meinen AMP stellen damit der mehr leistet?
Nö, raw, aber immer fein Mörchen essen, wegen der Augen.
Das sind keine Gurkengläser, das sind Coladosen :lol:

Verfasst: So 23. Jan 2005, 21:53
von OL-DIE
Hallo Gerald,

das ist doch nicht wirklich extrem :wink: . Meinen alten Revox B-780 habe ich mit 4 großen Elkos im DJ-Gehäuse netzteilmäßig verstärkt (je 68000 uF/63 V Long-Life-version):

Bild

Die Elkos passen aber im Viererpack in kein Verstärkergehäuse (nicht mal in den großen Korsun) hinein. Seinerzeit habe ich eine spezielle "Box" angefertigt, welche die "Viererbande" beherbergte. Die war über dicke Anschlusskabel direkt mir den Verstärkerplatinen des Revox verbunden. Hat im Tiefbassbereich tatsächlich mehr Druck bei kurzen Impulsen gegeben.

Gruß
OL-DIE

Verfasst: So 23. Jan 2005, 23:03
von Amperlite
Elko-Tuning bringt tatsächlich etwas!

Aber man sollte halt aufpassen, dass es das Netzteil (besser die Sicherung) nicht durchhaut.
Die Einschaltströme sind bei dem bierflaschengroßen Elko wohl nicht zu verachten.

Verfasst: So 23. Jan 2005, 23:34
von g.vogt
Hallo,
Amperlite hat geschrieben:Elko-Tuning bringt tatsächlich etwas!
schon klar, aber ich habe da durchaus Zweifel, ob hier viel wirklich viel hilft. Wenn die Kapazität der Elkos so riesig ist, dann erfordert auch das Nachladen der Elkos mehr Zeit. Es könnte doch sein, dass kleiner dimensionierte Elkos sich nach jedem Bassschlag wieder auf nahezu Maximalspannung erholen, während die dicken Dinger von Schlag zu Schlag immer weiter mit der Spannung absacken?

Mit internetten Grüßen
Gerald Vogt

Verfasst: So 23. Jan 2005, 23:55
von Frank Klemm
g.vogt hat geschrieben:Hallo,
Amperlite hat geschrieben:Elko-Tuning bringt tatsächlich etwas!
schon klar, aber ich habe da durchaus Zweifel, ob hier viel wirklich viel hilft. Wenn die Kapazität der Elkos so riesig ist, dann erfordert auch das Nachladen der Elkos mehr Zeit. Es könnte doch sein, dass kleiner dimensionierte Elkos sich nach jedem Bassschlag wieder auf nahezu Maximalspannung erholen, während die dicken Dinger von Schlag zu Schlag immer weiter mit der Spannung absacken?
Wenn der Verstärker ordentlich dimensioniert ist, dann bringen
zusätzliche Elkos nur marginale Verbesserungen, die meßbar,
aber nur bei synthetischen Signalen hörbar sind.

Nachteilig sind sie aber erst mal nicht, solange das Netzteil beim
Einschalten nicht stirbt (sollte aber bei ausreichend dimensionierten
Gleichrichter auch kein Problem sein). Sie brauchen BTW genauso
lange zum Aufladen wie kleinere Elkos, wenn die kleineren Elkos
die Situation noch meistern konnten. Im Überlastfall für kleinere
Elkos brauchen sie zwar etwas länger, meistern aber dabei trotzdem
aber noch Situationen, die die kleineren nicht meistern würden.

Insgesamt bezweifle ich aber, daß diese Effekte bei ausreichend
dimensionierten Verstärkern (z.B. NuWave 35 + 200 Watt/4 Ohm)
auch nur ansatzweise hörbar sind. Der geschaffene zusätzliche
Headroom ist zu klein und liegt in einem Bereich, in dem
der Lautsprecher ohnehin schon >10% Klirr hat.

Einen positiven Effekt haben natürlich große Elkos. Das
Modulationsrauschen des Verstärkers nimmt deutlich ab,
was bei schlechten Verstärkern und kritischer Musik hörbar
werden kann. Moderne Popmusik gehört da aber weniger dazu.

Zu den meisten Tuningtips. Das meiste sind Behauptungen,
die sich zumindest mit den experimentellen Aufbauten, die
viele benutzen, nicht verifizieren lassen.
Für das Verifizieren sind beide Aufbauten notwendig, damit
man ohne Zeitverzögerung zwischen beiden vergleichen kann.
Behauptungen wie "vorgestern gehört, gestern modifiziert und
heute klingt alles viel besser" kann man getrost in die Tonne
treten. Subtile Unterschiede ist mit so was nicht auf die Spur zu
kommen. Selbst größere Unterschiede machen bei so großen
Zeitdifferenzen Probleme.

Wenn ich in der Nähe von SG wohnen würde, könnte ich mal ein
paar Sachen vorführen.

Verfasst: Mo 24. Jan 2005, 00:09
von Amperlite
Mehrere kleine Elkos hätten den (theoretischen) Vorteil, dass der Gesamtinnenwiderstand kleiner würde, aber bei Hifi-Verstärkern sind die Stromflanken wohl nicht so steil, dass ein Unterschied bemerkbar wird.

Bei billigen Verstärkern merkt man einen deutlichen Unterschied. Zumindest bei bestimmter Musik, denn ein lang anhaltendes Tiefbass-Signal saugt die Elkos leer und das Netzteil kann die Kondensatoren auch nicht mehr laden.