Zweck0r hat geschrieben: Di 20. Jul 2021, 15:27
Fehlen nur noch die Kraftwerke bzw. Zwischenspeicher und Stromnetze, die während der Rush Hour solche Leistungen zigtausendfach liefern können.
In Zukunft wird es keine Großkraftwerke mehr geben, die zentral 1.000 MW pro Meiler oder mehr Leistung erzeugen. Viel mehr wird es dezentral viele kleinere Kraftwerke geben, die miteinander kommunizieren, um die Lastspitzen abfedern zu können. Und wer muss ausgerechnet während der Rush-Hour an der Schnellladesäule stehen? Da steht man doch im Stau.
Im Ernst: Für die tägliche Fahrt zur Arbeit benötigt man die Schnellladesäulen weniger, weil man über Nacht ja nicht vollladen muss, sondern nur die Strecke nachtanken muss, um am Ende des Tages die gleiche Menge im Akku zu haben wie am Ende des Vortrages. Und dafür reicht AC-Laden mit 11/22 kW mehr als aus. Schnellladen macht ja nur Sinn, wenn man große Strecken fahren (Urlaub, Dienstreise, Wochenend-Pendelstrecke) und zwischendurch in endlicher Zeit nachtanken muss.
Zweck0r hat geschrieben: Di 20. Jul 2021, 15:27
Wenn ich das richtig verfolgt habe, sind fehlende Reserven und/oder Speicherkapazitäten für Lastspitzen doch jetzt schon das größte Problem erneuerbarer Energien. Massenhaftes Schnelladen zur Rush Hour wird das Problem drastisch verschärfen, statt es zu lösen, wie es ein Wechselakku-Tankstellensystem "nebenbei" könnte.
Wir reden hier von einer Umstellung bis zum Jahr 2050 und nicht von einer Hau-Ruck-Aktion über Nacht. Bis dahin dürfte auch der schwärzeste CSU-Politiker in Bayern den Widerstand gegen weitere Windkraftanlagen aufgegeben haben.
Zudem: Ein Wechsel-Akku-Ladesystem würde nicht die benötigte Energie reduzieren, sondern nur gleichmäßig verteilen.