SiMMenS hat geschrieben:Na dann sind wir ja einer Meinung. Ich wollte halt nur darauf hinweisen, dass eine edle Vor-/Endstufenkombi um mehrere 1000 heutzutage nur noch sehr schwer als Investition auf lange Zeit erachtet werden kann, da sich einfach wahnsinnig viel tut!
Mal ganz abgesehen von der Software, was bringt dir ein super Plasma, wenn du dann kein HDMI hast? Natürlich gibt es das schon fast standardmäßig, aber könnte ja sein dass in zwei Jahren schon wieder ein neuer Standard Einzug findet ...
Ich bin immer mehr dazu geneigt wieder auf klassisch Stereo zurückzugehen, da man hier einfach mehr Gegenwert fürs Geld findet.
Also mit einer guten DVD auf einen passablen DVD Player kriegst du auch auf einem grossen Plasma TV ein gutes Bild. Als Beispiel sei hier "Herr der Ringe" genannt. Mir reicht diese Qualität im Grossen und Ganzen schon sehr gut aus, auch wenn es mit HD-Auflösung und HDMI sicher noch etwas besser gehen würde. Die Frage ist mit welcher Qualität man sich zufriedengeben kann ohne Unsummen von Geld ausgeben zu müssen. Es gibt also immer einen Kompromiss zwischen Investition und tolerierbarer Qualitätsstufe. Ich bin da auch in gewisser Hinsicht ein "schwäbischer Geizkragen", was durchaus positiv zu verstehen ist, denn 30 EUR für einen Blu-ray Titel auszugeben übersteigt meinen Verstand. Ich versuche da immer einen Mittelweg zu gehen, zwischen "nicht-zu-teuer" und "angemessene "Qualität fürs Geld".
Mit der teuren Anschaffung von Hardware hat man lebenslang etwas davon, sofern nichts kaputt geht. Eine sehr gute Vor-/Endstufen Kombi ist vor allem bei Mehrkanal-Ausgabe für mich persönlich schon Pflicht. Man braucht sich nur das prall gefüllte Gehäuse einer Stereoendstufe ansehen, die aber auch einen entsprechenden qualitativen Gegenwert für diese Materialschlacht bietet (Stabil an allen Lasten und aussreichend Leistungsreserve für kurzzeitige Dynamiksprünge im Quellmaterial, sehr wenig Klirr und saubere Transientenwiedergabe, sehr präziser und straffer Bass und all diese Eigenschaften bleiben immer erhalten unabhängig von der tatsächlich gefahrenen Lautstärke ausser vielleicht bei sehr kleinen Pegeln).
Ehrlich gesagt ist mir das auch ziemlich egal, was die Industrie an neuen Schnittstellen ermöglicht und auf den Markt bringt, denn es ist nicht immer zum Nutzen des Käufers gedacht. Beispielsweise würde die HD-Wiedergabe eines Filmes auch mit DVI-Anschlüssen funktionieren, die aus der Computertechnik stammen. Das will aber die Industrie nicht, weil dabei keine Kopierschutzüberwachung stattfindet. Deshalb hat man alle Hersteller gezwungen auf HDMI zu setzen. Die ersten Flachbildfernseher hatten tatsächlich alle noch DVI-Anschlüsse. Heute wirst du keinen mehr finden ohne HDMI.
Ich bin auch kein Freund von Technologien, die einen sehr geringen Mehrwert bieten, wie beispielsweise die SACD von Sony. Sie basiert auf der DSD-Technologie, die nicht kompatibel mit dem bisherigen PCM-Verfahren von der Audio-CD ist, denn das PCM-Verfahren mit 24 Bit und 96 kHz ist qualitativ quasi gleichwertig mit dem DSD-Verfahren. Ein Tonstudio müsste sein gesamtes Equipment in die Mülltone werfen, da quasi jedes digitale Gerät bis zum Computer mit dem PCM-Verfahren kommuniziert. Um DSD zu produzieren müsste man spezielle Produktionsgeräte von Sony kaufen. Oder nimm das Beispiel für THX - es besagt garnichts über die Qualität des eigentlichen Produktes (Endstufe, Vorstufe, Lautpsrecher) doch es kostet dem Hersteller sehr viel Geld um es lizenzieren zu dürfen... du ahnst was ich damit sagen will.
Gruss,
Jorge