Liebes NuForum'ianer,
heute nehme ich mir etwas Zeit und beschreibe meine Höreindrücke über meine neue alte Musikanlage, die hoffentlich den ein oder anderen von Euch interessiert. Vor einigen Monaten verkloppte ich aus verschiedenen Gründen meine alte NAD-Anlage, bestehend aus C-372 Vollverstärker, C-542 CD-Player und C-422 Tuner plus Panasonic DVD-S 75, bei EBAY um Platz für eine adaquate Surroundanlage zu machen.
Als bereits vorhandene Frontboxen standen und stehen meine mittlerweile 4 1/2 Jahre 'alten' NuLine 100 zur Verfügung, die schon an o.g. Stereokette spielte, übrigens in der relativ seltenen, aber für meine Augen umso ästhetischeren Farbkombination Kirschfurnier mit silbernem Gitter.
Als zusätzlicher Boxenlieferant stand Nubert von vornherein fest, und bei der Ausverkaufsaktion letzten Sommer erstand ich ein Pärchen NuLine DS-50 (für Nubert-Neulinge: kleiner Surround-Dipol) auch in kirsch/silber, welcher jedoch ein 3/4 Jahr in seiner Verpackung überwintern musste. Vor wenigen Monaten kam ein NuLine CS-72 dazu sowie als Ständer für die Rückboxen die BS-103 in silber. Sämtliches Kabelgedöns kam ebenfalls von Nubert, wobei ich hier unbedingt den hervorragenden Service von Herrn Härter loben musste, welcher stets kompetent und zügig auf meine vielen Fragen antwortete.
Nun stellte sich noch die Frage nach einem Subwoofer, und aus optischen Gründen sowie wegen des begrenzten Platzes hatte ich wenig Lust darauf. Somit hatte ich Hoffnung, daß mir der Bass der NuLine 100 ausreicht...
Was die Surroundgerätschaft anbetrifft, so waren mir die akustischen Fähigkeiten weitaus wichtiger als die Funktionen als A/V-Schaltzentrale und ggf. Scaling etc.: Verteilung bei mir 70 % Musik // 30 % Film und Musik-DVDs. Somit wusste ich, daß ich etwas tiefer in die Tasche greifen musste - als A/V-Receiver schwebten mir Modelle von Denon (4806 ?), Onkyo (905 ? 906 ?) oder auch Marantz (SR-9600) vor... samt passendem DVD-Player, welcher ausdrücklich auch eine hochwertige Zweikanalausgabe erlauben sollte.
So hangelte ich mich von Test- zu Testergebnis und hatte meinen Favoriten nicht recht gefunden... sollte ich bei dem Marantzschnäppchen zugreifen oder mir z.B. durch eine Onkyo-Kombi Zugriff auf HD-Bild- und Tonformate sichern ? (Zumal sich mittlerweile ein HD-ready-Plasma in meinem Besitz befand)
All meine Planungen wurden über den Haufen geworfen, als ich eines Tages in der Stereoplay (jaja.... *g) eine Anzeige fand eines bekannten Mannheimer HiFi-Geschäftes, welches eine Art Ausverkaufsaktion der M-Anlage von T+A startete... zur Info: bei der M-Anlage (siehe auch hier : http://www.taelektroakustik.de/deu/ta2/ ... 820_fe.htm) handelt es sich um eine Art Surround Vor- und Endstufenkombination... genauer: DVD-Spieler 820M - abgeleitet vom DVD-1230R, seinerzeit verzüglicher DVD-Spieler -, Vorverstärker-Tuner (zweikanalig) PT 820M, Surround-Decoder mit 3-Kanal-Endstufe DD 820M (abgeleitet vom DD 1230 R) sowie Endstufe (zweikanalig) PA 820 M. Technische Daten... bitte auf der Homepage durchlesen. UVP der Komponenten war (ohne die Garantieerweiterung) insgesamt 7.700 Euro, und T+A-Freunde wissen, daß die Gerätschaften somit auch vor Ausverkauf für weniger als 6.500 bis 7.000 über den Tresen gegangen sind...
Highlights:
* Im Surroundbetrieb insg. 70.000 MikroFarad Siebung (Kondensatorkapazität).... welcher AV-Bolide hat das ? *g
* Dämpfungsfaktor der Endstufen über 500
* Ringkerntransformator im Decoder und der Endstufe
* Getrennte Spannungsversorgung Digital- / Analogteil im DVD-Spieler
* 5 Jahre Vollgarantie durch T+A !
Im Endeffekt laufen im Zweikanal (Stereo) Betrieb die Signale vom PLayer über den Vorverstärker zur Endstufe, im Surroundbetrieb ist der Decoder samt Endstufe für Center und Backs dazwischengeschaltet. Die Signale für die Frontboxen laufen stets vom Decoder zur Zweikanal-Endstufe (im Surroundmodus Bypass), was mir die Möglichkeit einer ATM-Nutzung im Stereo- UND Surroundbetrieb ermöglichte ohne jegliche Umbauten. Diese Situation hatte ich bei der NAD-Kombi auch schon einmal, war jedoch mit dem Ergebnis besonders im Bassbereich nicht so sonderlich zufrieden. Nachteil der Kombi ist sicherlich, daß decodierbare Tonformate außer ProLogic 2 nur DTS (96/24) und DD sind, ohne Aufrüstmöglichkeiten oder großartige DSP-Spielereien, von ausgefeilten Einmesssystemen mal abgesehen.... und der DVD-Spieler gibt max. 576p über YUV aus..... also eher eine High-End-Ton-Anlage mit Videozugabe...
Nach der etwas komplizierten und langwierigen Verkabelung (und nachdem ich nach endloser Suche ein TV-Rack fand, in das der CS-72 reinpasst.. 21 cm Höhe sind einfach ein Kracher...) und dem Ausbau der Ständer BS-103, welcher auch etwas Nerven und Geschick und Konzentration beim Befolgen der Bebilderung erfordert ging es schließlich ans Ausprobieren mit...
MUSIK:
* Aimee Mann (Smilers, One more drifter in the Snow, Lost in Space)
* Cheryl Wheeler (Sylvia Hotel, Defying Gravity)
* Kris Kristofferson (Best of, This old road)
* Air (Pocket Symphony)
* Warren Zevon (The Wind)
* Rosenstolz (Die Schlampen sind müde, Herz)
DVDs:
* Eagles (Hell freezes over)
* Herr der Ringe 1-3
* Alien 1-4
Als Zusammenfassung der Höreindrücke möchte ich nur ein einziges Wort verwenden
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*** KKKRRRRRASSSS ***
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=:-))
Was mir - insbesondere im Vergleich zur NAD-Kombi - auffällt: wesentlich besser aufgelöster Hochtonbereich, Mitten tendenziell etwas zurückgenommen und 'nüchtern-trockener', jedoch wesentlich stabiler platziert, wenn man das so sagen kann. Die Instrumente und Stimmen sind wesentlich besser ortbar und voneinander unterscheidbar. Im Vergleich zur NAD-Kombi auch etwas weniger voluminös, wobei es jedoch nun 'Richtiger' klingt und die Stimmen nicht so mit den übrigen Instrumenten verschwimmen und auch nicht so zum Dröhnen neigen. Auch im Mittenbereich ist die Auslösung spürbar besser. Manchmal scheint es mir, als hätte die NAD-Kombi im Hochtonbereich etwas mehr Glanz gehabt und auch 'ausladender', aber da werde ich noch mit Schalter und Aufstellung experimentieren. Mit der T+A-Kombi stehen besonders Frauenstimmen (Aimee Mann: Little Tornado) viel besser 'im Raum', sie scheinen tatsächlich aus der Luft zu kommen und nicht von den Boxen (wobei hier auch der Hörplatz wichtig ist). Größter Unterschied, mit Abstand, jedoch im Bass. Besonders Oberbässe kommen mit absolut knackiger Präzision, so einen Unterschied zur auch nicht gerade billigen NAD-Anlage hätte ich nie im Leben erwartet ! Besonders bei Trommeln und anderen Percussions ist ein unfassbarer Fortschritt spürbar, der die Atmosphäre wesentlich steigert. Im Surroundbetrieb fallen die selben Unterschiede auf, wobei bei der T+A-Kombi besonders im DTS-Betrieb m.E. herausragende Ergebnisse besonders bei Stimmen / Gesang erzielt werden. 'Help me make it through the night' (Joe Walsh von den Eagles) klingt unfassbar stimmungsvoll und emotional. Durch die Surrounddipole sehr gute Räumlichkeit, und excellente Sprachverständlichkeit des Centers mit immensem Volumen der Männerstimmen.
Kritikpunkt: deutlich unterschiedliche Klangcharakteristik des Centers (heller) im Vergleich zu den Hauptboxen.
Zur T+A-Anlage bliebe noch hinzuzufügen, daß der eigentliche EInstellungsvorgang der Audio-und Videofunktionen sehr einfach vonstatten geht, das optische ergebnis am Panasonic-Plasma über 576p ist für meine AUgen sehr anständig und nicht wesentlich schlechter als bei meinen Eltern, die denselben Bildschirm per HDMI (1080p hochskaliert von Panasonc DVD-S 54) ansteuern. Bedienung per Fernbedienung ist kinderleicht, es gibt eine Art Stereo-Direct-Modus, zuschaltbare Loudness und fpr alle Geräte nur eine einzige (metallne) Fernbedienung. Verarbeitung der Geräte ist excellent ! Das sind keine Geräte, das sind Brecher ! Tresore für die Ewigkeit. Die Anleitungen sind ausführlich, aber verständlich und zweisprachig. Nach Registrierung bekam ich von T+A noch ein schicke Garantieurkunde bis 2013 auf silbernem Hochglanzpapier zugesandt... feine Sache.
Der Hammer kam jedoch, als ich mir - man soll nie verzagen - das ATM-Modul bestellte. Ich kann über das Ergebnis derselben Kombi an der NAD-Anlage nur lachen... ich weiß nicht, woher die Unterschiede kommen, aber sie sind in Überfülle vorhanden. Der Tieftonbereich ist nicht nur erweitert, sondern absolut kontrolliert und knochentrocken. Bei entsprechenden Szenen in Herr der Ringe, z.B. wenn Baumbart durch den Wald geht, greift man eilend zur Fernbedienung, um den nicht vorhandenen Subwoofer leiser zu schalten. Überraschen tut der wahnsinnige, an die GRenzen der Magengrube stoßende Frequenzgang, aber wieder auch hier die absolut umwerfende Präzision... selbst Bassimpulse zwischen 30 und 50 Hertz sind absolut sauber und konturiert.... und so unfassbar druckvoll, sodaß ich sage: eine NuLine Standbox mit ATM-Modul an einer ausreichend potenten Anlage macht einen zusätzlichen Subwoofer überflüssig. Mehr und besser geht einfach nicht !
Soviel für heute... Euch eine gute Nacht !
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Hörbericht: NuLine 100 (+ATM) an T+A Surroundanlage
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Gruß
SenecaMed
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NuLine 34 an Naim Uniti Star, außerdem : VW Golf SV Maraton Edition mit Dynaudio-Soundsystem
SenecaMed
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