Zu dem Callas-Beispiel: Was ich damit sagen wollte: Es gibt Leute, die ihre Qualitäten erkennen und genießen können, ohne dazu HIFI oder "eine hochwertige Abhörsituation" zu brauchen! D.h. weder antike Aufnahmequalität noch der Brüllwürfel hat für diese Leute negativen Einfluss auf den Musikgenuß.
Das ist die ( bekannt ) absolut beneidenswerte Minderheit. Hier im Forum treffen sich die, welchen dieses Glück nicht vergönnt ist.
Umgekehrt könnte man diese Leute in die hochwertigste Abhörsituation setzen - sie hätten nix davon, die Zufriedenheit würde nicht steigen.
Das ist nicht mein Problem, das ist ihrs. Kleiner Kratzer im Lack derer Glückseligkeit. Mehr nicht. Oder doch ? Mir kannst du z.B. den besten Kaviar oder ultraexklusiven Kugelfisch vorsetzen : Ich krieg´von dem Zeug wie von allem Fischigen Brechreiz.
Diese fehlgeleiteten Hifi-Glücksanleitungen
Meine führt in jedem Fall zu einer hochwertigen Abhörsituation. Gefällt mir eindeutig besser als die Variante der Highender, sich ohne Fixpunkt wie ein Brummkreisel beliebig irgendwie herumzubewegen. Heute ist dies das beste, morgen jenes, und übermorgen : Schaun mer mal. Das ist nix für mich.
So weit sind wir wirklich nicht voneinander weg. Jeder beschreibt hier seinen Weg zum Glück. Das ist doch nichts verbotenes. Alles kann, nichts muss. Wer sich an meinen Ausführungen ein Beispiel nimmt und leiten läßt, der soll das tun, ebenso gilt das für die Anleitungen anderer. Hier wird niemand zu etwas gezwungen. Meinungen können polarisieren, da grundverschieden; das ist doch legal und gut an einer freien pluralistischen Gesellschaft.
Den von den Heftchen erfundene Begriff des "Hoch-Hörens", das ausleben des Hoch-Hörens : Ich kann nur jedem Neuling raten, sich diesen Quatsch nicht einreden zu lassen und diesen Habitus an den Tag zu legen. Es ist durchaus möglich, Reproduktionstechnisch von Anfang an ganz weit oben einzusteigen; man muss sich nicht Jahre durch einen Berg aus Hai-Ent-Schallschmutz durchhören.
In der absolut überwiegenden Mehrheit der Fälle ( > 80% ) Ursächlich für Audio-Neukäufe, die stets Verbesserungskäufe sein sollen ( wer will sich schon verschlechtern ? ), ist die persönliche Unsicherheit darob "Es" denn gut ( genug ) ist. Möglich wird diese Unsicherheit mangels Wissen. DAS kann man sich aber aneignen, das liegt nicht unerreichbar verschlossen in einem Tresor. Indem man z.B. objektiv gute LS zum hören gebraucht. Ganz nebenbei lernt + begreift ( hört ) man dann, was gute Reproduktion ist, schafft sich eine solide Basis, die das Verbesserungs-Teufelchen auf der Schulter verstummen läßt und möglich macht, dass aus dem Testhörer ( ohne valides Fundament ) wieder einen Musikhörer wird.
Nur damit ich es verstehe : Wohin genau zielt die Platzpatrone, ich könnte unzufrieden sein ? Womit ?
Vermutlich kann man mit horch! angenehmner diskutieren als mit mir, ganz sicher aber viel länger. Denn obwohl er ganz viel schreibt und zu präziseren versucht, fühlt er sich dauernd missverstanden. Das zieht eine simple Darlegung von Standpunkten natürlich in die Länge und verkompliziert die Sache unnötig.
Stefan