Hi Leute,
nochmals: hier geht's nur um das Kabel, bzw. um die Uebertragung ueber dieses.
Was jetzt an Fehlerkorrektur gemacht wird oder eben nicht mehr (dann gibt's tatsaechlich Aussetzer) hat zunaechst nichts mit dem Kabel zu tun, sondern mit einem hoechst fehlerhaften Auslesen (was aufgrund der massenhaften "Un-CDs" allerdings immer oefters passieren kann).
Auch bei PCM (DD oder dts ist noch ein ganz anderes Kapitel) gibt's durchaus ein "Pruefbit", doch bei der analogen Uebertragung des Digitalsignals kann es eben durch aeussere Einfluesse evtl. zur Beeinflussung des Signals kommen, was sich halt durch Interpolation (da wird versucht, noch etwas "hoertaugliches" zu erzeugen) oder maximal durch einen Interrupt (da kommt es tatsaechlich zu einem Tonaussetzer) aeussert.
Nur hat das eben nichts mit den Problemen bei der Uebertragung eines analogen Signals zu tun, wo z.B. der Frequenzbereich beschnitten werden kann.
Ebenso wage ich es zu bezweifeln, dass bei optischer Uebertragung (wenn die Signalstaerke ausreichend ist) noch derbere Fehler auftauchen koennen, bzw. gerade hier ist der Einfluss aeusserer Stoerungen absolut minimiert.
Gruss
Burkhardt
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Wieviel COAX-Digitalkabel(-Klang) braucht der Mensch?
Also als neuralgische Punkte zwischen zwei Geräten sehe ich
a) die Kontaktierung / Verbindung Cinch-Buchse Gerät zum Cinch-Stecker Kabel (jeweils bei Gerät 1 und Gerät 2)
b) die Verbindung Cinch-Stecker Kabel zum (zumeist angelöteten) Kabel (jeweils an beiden Enden des Kabels)
c) elektrischen Eigenschaften des Kabels, die wesentlich von seiner Länge abhängen.
Das man auf a) achten sollte, wurde kurzem in einem Thread mit einem ABL-Modul durch praktische Erfahrungen bestätigt, wo die Verwendung von Contact 60 Spray den Klang deutlich verbesserte und sich somit sicherlich auch positiv auf die gewünschten (aber nie idealen) Rechtecksignale auswirkt.
b) könnte bei gealterten Kabeln zum Problem werden durch die entstehenden "kalten" Lötstellen.
Bei c) würde mich interessieren, mit welchen Spannungspegeln die Binärwerte übertragen werden (ich gehe mal davon aus, das es sich nicht um Strom- sondern um Spannungsübertragung handelt).
Gruß
NuWriter
a) die Kontaktierung / Verbindung Cinch-Buchse Gerät zum Cinch-Stecker Kabel (jeweils bei Gerät 1 und Gerät 2)
b) die Verbindung Cinch-Stecker Kabel zum (zumeist angelöteten) Kabel (jeweils an beiden Enden des Kabels)
c) elektrischen Eigenschaften des Kabels, die wesentlich von seiner Länge abhängen.
Das man auf a) achten sollte, wurde kurzem in einem Thread mit einem ABL-Modul durch praktische Erfahrungen bestätigt, wo die Verwendung von Contact 60 Spray den Klang deutlich verbesserte und sich somit sicherlich auch positiv auf die gewünschten (aber nie idealen) Rechtecksignale auswirkt.
b) könnte bei gealterten Kabeln zum Problem werden durch die entstehenden "kalten" Lötstellen.
Bei c) würde mich interessieren, mit welchen Spannungspegeln die Binärwerte übertragen werden (ich gehe mal davon aus, das es sich nicht um Strom- sondern um Spannungsübertragung handelt).
Gruß
NuWriter
b) korrodierte Lötstellen könnten tatsächlich zu einem Übertragungsproblem werden. Ansonsten bitte bedenken, dass sämtliche Bauteile in eurer Hardware auf Platinen gelötet sind.
c) dürfte vernachlässigbar sein. Hochfrequenztechnik wäre was anderes. Aber selbst bei im Mhz-Bereich betriebenen Monitor- oder Netzwerkkabeln (x-mal länger als so ein 1m Audio Kabel) gibts ja keine Probleme
Die ganze Fehlerkorrektur findet bereits in der Auslese-Einheit des CD Players statt. Wenn sich Sektoren gar nicht wiederherstellen lassen, kommt es zu Aussetzern, ansonsten kommt eine Fehlerkorrektur zum Einsatz. Dies ist eine Sache des Laufwerks. Nicht des Kabels.
c) dürfte vernachlässigbar sein. Hochfrequenztechnik wäre was anderes. Aber selbst bei im Mhz-Bereich betriebenen Monitor- oder Netzwerkkabeln (x-mal länger als so ein 1m Audio Kabel) gibts ja keine Probleme
Die ganze Fehlerkorrektur findet bereits in der Auslese-Einheit des CD Players statt. Wenn sich Sektoren gar nicht wiederherstellen lassen, kommt es zu Aussetzern, ansonsten kommt eine Fehlerkorrektur zum Einsatz. Dies ist eine Sache des Laufwerks. Nicht des Kabels.
[size=75]Und für die Ohren: Nubox 400 an H/K 3270 RDS.[/size]
- Thias
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Der Vorteil der Digitaltechnik besteht ja nun mal darin, "Kabelfehler" ausgleichen zu können. Z. B. sind beim TTL-Pegel 5V hi und 0V low. Wenn durch Kabelverluste nicht mehr 5V übertragen werden, sondern nur noch 3V, erkennt der Empfänger immer noch hi und hebt den Pegel auf 5V wieder an. Genauso beo low-Pegel. Durch Einstreuungen können durchaus 2 V erreicht werden, der Empfänger erkennt aber low und senkt auf 0V ab. Ab einem bestimmeten Grenzwert (z.B. opt. Anschluß halb rausgezogen) kommt es dann zu massiven Fehlern. Diese Fehler bewirken aber immer Aussetzer, Knacken etc. Eine "saubere" digitale Verbindung wird aber nie (wie oftmals behauptet) das Klangbild transparenter oder wie auch immer machen (wie man den Unterschied zwischen schlechten und guten LS hört).
Bei einer CD wird die Hauptfehlerquelle immer das Auslesen durch Kratzer und Verschmutzung sein. Die Fehler durch die Übertragung sind dann verschwindend gering.
Bei komplexen Datenströmen in einem Netzwerk (z.B. 100 Mbit) sieht es natürlich wieder anders aus. Dort kann man nur noch mit Prüfsummenprotokollen leben und Übertragungsfehler sind durchaus von Bedeutung...
Bei einer CD wird die Hauptfehlerquelle immer das Auslesen durch Kratzer und Verschmutzung sein. Die Fehler durch die Übertragung sind dann verschwindend gering.
Bei komplexen Datenströmen in einem Netzwerk (z.B. 100 Mbit) sieht es natürlich wieder anders aus. Dort kann man nur noch mit Prüfsummenprotokollen leben und Übertragungsfehler sind durchaus von Bedeutung...
Bei c) denke ich ebenfalls an induzierte Störungen. Wenn ich das jetzt richtg gelesen habe, dann hält Pinglord diese eher für unwahrscheinlich, während Thias durchaus Störpegel von 2 V für möglich hält (bei TTL mit Vss = 5 V).
@Thias: Bist Du Dir sicher, das der SPDiff Datenstrom mit Vss = 5 V übertragen wird. Früher war TTL einmal mit 5 V gleichzusetzen, das ist heute aber wohl nicht mehr so (aktuelle CPU's arbeiten inzwischen mit TTL-Pegeln < 2 V). Vielleicht ist die Vss kleiner und entsprechend störanfälliger?!
@Pinglord: Absolut richtig, deshalb wird Platinen-Elektronik mit den Jahren sicherlich auch nicht besser, kalte Lötstellen sind z.B. ein beliebter Ausfallgrund bei Fernsehern. Bei Hifi könnte sich im Vorfeld eines Ausfalls z.B. der erhöhte Übergangswiderstand negativ auf den Klang auswirken.
Weiß denn jemand genau, mit welcher Frequenz (und welchen Pegeln) die digitalen Musik-Signale übertragen werden?
Ein Versuch: CD-Signal mit 44 kHz * 16 Bit = 704 kHz = 0,7 MHz
Bei 5.1 Signalen dürfte die Frequenz noch deutlich höher liegen.
Gruß
NuWriter
@Thias: Bist Du Dir sicher, das der SPDiff Datenstrom mit Vss = 5 V übertragen wird. Früher war TTL einmal mit 5 V gleichzusetzen, das ist heute aber wohl nicht mehr so (aktuelle CPU's arbeiten inzwischen mit TTL-Pegeln < 2 V). Vielleicht ist die Vss kleiner und entsprechend störanfälliger?!
@Pinglord: Absolut richtig, deshalb wird Platinen-Elektronik mit den Jahren sicherlich auch nicht besser, kalte Lötstellen sind z.B. ein beliebter Ausfallgrund bei Fernsehern. Bei Hifi könnte sich im Vorfeld eines Ausfalls z.B. der erhöhte Übergangswiderstand negativ auf den Klang auswirken.
Weiß denn jemand genau, mit welcher Frequenz (und welchen Pegeln) die digitalen Musik-Signale übertragen werden?
Ein Versuch: CD-Signal mit 44 kHz * 16 Bit = 704 kHz = 0,7 MHz

Gruß
NuWriter
Das währe schlimm.Christian Strotmann hat geschrieben:Hi,
ich muß da auch noch was ergänzen: Das "Protokoll" der Daten-CD&s ist fehlertoleranter als das der Audio CD&s.
Vieleicht gibt es hier ein missverständnis bei dem Begriff Fehlertoleranz
und Fehlerkorektur.
Für mich heißt Fehlertoleranz das trotz Fehlern, welche NICHT durch
eine Fehlerkorrektur mehr wieder hergestellt werden können, trotzdem
ein Bitmuster ausgegeben wird, wenn auch nicht das richtige, so wie
es bei der Audio CD und bei SPDIF übertragungen üblich ist.
Daten CD Protokolle haben zwar eine stärkere Fehlerkorrektur, deshalb
passen auch mehr audio Daten als Computer Daten auf eine CD, aber
ein Daten CD Protokoll heiß gleich NULL Fehlertoleranz. Das heißt
wenn ein Fehler nicht mehr wieder herstellbar ist bricht die Übertragung
ab und meldet dieses dem Anwernder.
Währe auch schlimm wenn nicht.
MfG
Michael Pascal Paepcke