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Verfasst: Do 7. Okt 2010, 14:21
von Linearbevorzuger
alp650 hat geschrieben:Ich hatte an einen Lowland gedacht....... ein Islay in cask strength überdeckt das Klanbild völlig. Gleichzeitiges Schmecken und Hören überfordert den einfachen Hörer.... :wink:
Der eindeutige positive Effekt eines Cask Strength Islay Single Malt im Munde des Hörers erschließt sich dem ungeübten Ohr eben nicht sofort. Den muss man mit viel Geduld und auf gar keinen Fall verblindet in langen Hörsessions mühevoll herausarbeiten.

Ich empfehle hierfür Black Bowmore. High End hat eben seinen Preis. :cool:

SCNR :mrgreen:

Gruß Holger

Verfasst: Do 7. Okt 2010, 14:29
von PlanetHell
Krypton hat geschrieben:Und wenn Dich dann jemand darüber aufklärt, dass es keine Auswirkungen hat? Abstreiten?
Gegenfrage: Was für einen Effekt - ausser Strom leiten - haben dann bitteschön die Fantasiekabel, das sie besser machen könnten?
Du siehst das so. Erstens geht es nicht um Fantasiekabel - ich kenne keine Marke, die ein Kabel mit diesem Namen anbietet - und zweitens sagt dir doch deine Wahrnehmung etwas über besser oder schlechter aus. Ich red nicht von klanglichem " kann so oder so sein" - das wäre rein subjektiv im Geschmacksbereich angeordnet.

Nein, von besser, rede ich. Du hast also einen sagen wir noch leicht schwammigen Bass, farblich würden wir bräunlich dazu sagen, weil Schwärze und Definition fehlen, einfach das Ganze mit normalen Worten, die jeder versteht, ausgedrückt.

Du veränderst nichts am Raum, wechselst nur beispielsweise ein NF Kabel. Oder der Freund und Betreiber der Anlage wechselt es, ohne, dass du es weißt. Du kennst sein Klangbild mit den erwähnten Schwächen durch X wegen x Hörabenden.

Nun stellst du fest, dass sein Klangbild sauberer, Bass schwärzer ist wie vorher, dass du nun mit deiner dir vertrauten Software nicht mehr auf die gleichen Probleme stößt. Plötzlich ist bei der Kirchenorgel, wo vorher für die tieferen Basspgfeifen lediglich Erahnung war, Klarheit und Erkennen gegeben.

So und nun willst du erzählen, dass sowas nicht auffällt oder dass genau dieser Eindruck immer noch einem Trugschluss unterläge. Also muss ich vorher in den 25 Besuchen bei gleicher Software immer irgendwie schlecht drauf gewesen sein und beim 26. Besuch stimmt dann pötzlich alles? Und wenn man es genau nimmt, könnte ich mir nicht mal sicher sein, dass wenn ich jetzt bestimmte Bassfrequenzen sauber und hörbar habe, es di wirklich im Moment so gibt. Denn ich könnte mich ja wieder täuschen und das was mir nun klarer und sauberer vorkommt in Wirklichkeit gar nicht so ist.

Also, ich empfinde es als dreist, die Wahrnehmung nicht mal ein bißchen ernster zu nehmen, gleich alles als HokusPokus abzustempeln.

Ich würde sogar wetten, dass dieser stattfindende und erkennbare Qualitätszuwachs, auch real existierend, gar nicht per Messgerät so doll festgemacht werden kann. Ich glaube einfach, meßtechnisch ist zur Zeit nicht alles erfassbar. Nicht mit den zur Verfügung stehenden Methoden.

Verfasst: Do 7. Okt 2010, 14:35
von Uwe M
Krypton hat geschrieben: Vielleicht verstehst Du meine Formulierung nicht so, wie ich sie gemeint habe - aber inhaltlich: Natürlich ist es korrekt. Ich schliesse unter "Defekt usw." den Fall ein, wo ein FALSCHES Kabel, also eines, das für diese Verwendung nicht geeignet ist, gebraucht wird. Wenn Du so einen Extremfall mit Unterschieden aufbauen kannst, könntest Du auch einfach das wirklich passende Kabel verwenden.

Eine VERBESSERUNG so zu erreichen ist aussichtslos.
Und mas macht dann der, dem dieser dann nachweißlich vorhandene Unterschied subjektiv besser gefällt?

Grüße,

Uwe

Verfasst: Do 7. Okt 2010, 14:47
von Linearbevorzuger
Sorry, wenn ich mich in die Diskussion einmische...
PlanetHell hat geschrieben:Du veränderst nichts am Raum, wechselst nur beispielsweise ein NF Kabel. Oder der Freund und Betreiber der Anlage wechselt es, ohne, dass du es weißt. Du kennst sein Klangbild mit den erwähnten Schwächen durch X wegen x Hörabenden.

Nun stellst du fest, dass sein Klangbild sauberer, Bass schwärzer ist wie vorher, dass du nun mit deiner dir vertrauten Software nicht mehr auf die gleichen Probleme stößt. Plötzlich ist bei der Kirchenorgel, wo vorher für die tieferen Basspgfeifen lediglich Erahnung war, Klarheit und Erkennen gegeben.
Dann muss der Unterschied so drastisch sein, dass er im Vergleich mit der Erinnerung an frühere Hörerfahrungen, die wohl teilweise tagelang zurücklagen, immer noch deutlich wahrgenommen werden kann. In einem - natürlich verblindeten - A/B-Vergleich müsste er einem also praktisch sofort "ins Ohr springen", eine Versuchsserie mit meinetwegen 10 randomisierten Hörproben sollte eine annähernd hundertprozentige Trefferquote ergeben.

Andererseits:
Ich würde sogar wetten, dass dieser stattfindende und erkennbare Qualitätszuwachs, auch real existierend, gar nicht per Messgerät so doll festgemacht werden kann. Ich glaube einfach, meßtechnisch ist zur Zeit nicht alles erfassbar. Nicht mit den zur Verfügung stehenden Methoden.
Das halte ich, ob der offensichtlichen Deutlichkeit der Verbesserung (s. o.) für unwahrscheinlich.

Aber wie bereits weiter oben in Thread gefordert: erst sollte ein Effekt nachgewiesen werden (natürlich unter "sauberen" Bedingungen und mit ausreichender Signifikanz), dann kann man anfangen, nach Gründen zu suchen - im Physikbuch oder mit dem Messinstrument in der Hand.

Sorry, nur meine Meinung. :)

Schöne Grüße Holger

Verfasst: Do 7. Okt 2010, 14:53
von alp650
Linearbevorzuger hat geschrieben: Ich empfehle hierfür Black Bowmore. High End hat eben seinen Preis. :cool:

SCNR :mrgreen:

Gruß Holger
Sorry for o.T.: Dafür bekomme ich aber schon ein Pärchen NuVero11! Die habe ich mir übrigens bestellt und warte auf die Lieferung... und trinke solange Lagavulin.....für den Gegenwert gibt es noch nicht mal ein vernünftiges Kabel..... :lol: :lol:

Verfasst: Do 7. Okt 2010, 15:06
von PlanetHell
Linearbevorzuger hat geschrieben:Sorry, wenn ich mich in die Diskussion einmische...
PlanetHell hat geschrieben:Du veränderst nichts am Raum, wechselst nur beispielsweise ein NF Kabel. Oder der Freund und Betreiber der Anlage wechselt es, ohne, dass du es weißt. Du kennst sein Klangbild mit den erwähnten Schwächen durch X wegen x Hörabenden.

Nun stellst du fest, dass sein Klangbild sauberer, Bass schwärzer ist wie vorher, dass du nun mit deiner dir vertrauten Software nicht mehr auf die gleichen Probleme stößt. Plötzlich ist bei der Kirchenorgel, wo vorher für die tieferen Basspgfeifen lediglich Erahnung war, Klarheit und Erkennen gegeben.
Dann muss der Unterschied so drastisch sein, dass er im Vergleich mit der Erinnerung an frühere Hörerfahrungen, die wohl teilweise tagelang zurücklagen, immer noch deutlich wahrgenommen werden kann. In einem - natürlich verblindeten - A/B-Vergleich müsste er einem also praktisch sofort "ins Ohr springen", eine Versuchsserie mit meinetwegen 10 randomisierten Hörproben sollte eine annähernd hundertprozentige Trefferquote ergeben.

Andererseits:
Ich würde sogar wetten, dass dieser stattfindende und erkennbare Qualitätszuwachs, auch real existierend, gar nicht per Messgerät so doll festgemacht werden kann. Ich glaube einfach, meßtechnisch ist zur Zeit nicht alles erfassbar. Nicht mit den zur Verfügung stehenden Methoden.
Das halte ich, ob der offensichtlichen Deutlichkeit der Verbesserung (s. o.) für unwahrscheinlich.

Aber wie bereits weiter oben in Thread gefordert: erst sollte ein Effekt nachgewiesen werden (natürlich unter "sauberen" Bedingungen und mit ausreichender Signifikanz), dann kann man anfangen, nach Gründen zu suchen - im Physikbuch oder mit dem Messinstrument in der Hand.

Sorry, nur meine Meinung. :)

Schöne Grüße Holger
Ja Holger, da hast du Recht. Das sollte so sein. Ich bin auch genrell kein Diskutant für oder gegen einen BT. Sagen wir mal so, er ist mir nicht wichtig. Es kommt bei mir eh nie zu irgendwelchem Highendgerät mit Schleifchen dran und meine Zeit mit 1000€ Kabeln ist Vergangenheit. So, beispielsweise jetzt kaufe ich mir einen Vollverstärker für 1000€ was weiß ich von NAD oder einen Creek. dann gefällt mir das Teil entweder oder nicht. ich komm doch erst gar nicht in den zugzwang, etwas gegeneinander vergleichen zu müssen. was weiß ich und wenn dann irgendwo noch ein Amp rum fleucht, der das Gleiche für 700€ macht, hab ich halt Pech gehabt. Deshalb hat mein teil für mich immer noch den gleich guten Stellenwert.

Ich benutze NF Kabel um die 80€ das Paar, also nix preislich weltbewegendes. wenn ich nun durch Zufall wegen eines Freundes oder eines Händlers an ein Kabelpaar käme, wo 150€ drauf steht und ich wär der Meinung, ich müßt sowohl an meinem Klangbild etwas machen, wie auch einen Sinn darin sähe, es mal mit der NF Strecke zu probieren, würd ich es tun. äme dann für mich ein wie auch immer gearteter saubererer Klangschnitt raus, dann würde ich mir gar keine weiteren Gedanken machen und die Strippe drin lassen. Es geht doch dann wirklich nicht um so viel.

Verfasst: Do 7. Okt 2010, 15:12
von Krypton
Uwe M hat geschrieben:
Krypton hat geschrieben: Vielleicht verstehst Du meine Formulierung nicht so, wie ich sie gemeint habe - aber inhaltlich: Natürlich ist es korrekt. Ich schliesse unter "Defekt usw." den Fall ein, wo ein FALSCHES Kabel, also eines, das für diese Verwendung nicht geeignet ist, gebraucht wird. Wenn Du so einen Extremfall mit Unterschieden aufbauen kannst, könntest Du auch einfach das wirklich passende Kabel verwenden.

Eine VERBESSERUNG so zu erreichen ist aussichtslos.
Und mas macht dann der, dem dieser dann nachweißlich vorhandene Unterschied subjektiv besser gefällt?

Grüße,

Uwe
Das ist dann Geschmackssache, darüber braucht auch nicht gestritten zu werden. Wenn ich ein Kabel soweit vom Soll entferne, dass ein Unterschied tatsächlich nachweislich vorhanden ist, dann heisst das ja noch nichts darüber, was wem besser gefällt.

Verfasst: Do 7. Okt 2010, 15:13
von Krypton
alp650 hat geschrieben:
Linearbevorzuger hat geschrieben: Ich empfehle hierfür Black Bowmore. High End hat eben seinen Preis. :cool:

SCNR :mrgreen:

Gruß Holger
Sorry for o.T.: Dafür bekomme ich aber schon ein Pärchen NuVero11! Die habe ich mir übrigens bestellt und warte auf die Lieferung... und trinke solange Lagavulin.....für den Gegenwert gibt es noch nicht mal ein vernünftiges Kabel..... :lol: :lol:
Ich trinke verschiedenste Malts, bevorzuge jedoch eindeutig Islay Malts. Und Caol Ila gefällt mir ausgezeichnet - oute mich als Fan der Marke.

Verfasst: Do 7. Okt 2010, 15:32
von PlanetHell
Krypton hat geschrieben:
alp650 hat geschrieben:
Linearbevorzuger hat geschrieben: Ich empfehle hierfür Black Bowmore. High End hat eben seinen Preis. :cool:

SCNR :mrgreen:

Gruß Holger
Sorry for o.T.: Dafür bekomme ich aber schon ein Pärchen NuVero11! Die habe ich mir übrigens bestellt und warte auf die Lieferung... und trinke solange Lagavulin.....für den Gegenwert gibt es noch nicht mal ein vernünftiges Kabel..... :lol: :lol:
Ich trinke verschiedenste Malts, bevorzuge jedoch eindeutig Islay Malts. Und Caol Ila gefällt mir ausgezeichnet - oute mich als Fan der Marke.
Ich bevorzuge einen Bowmore gereift im Bordeaux Fass. Ganz ohne BT und hiermal voll subjektiv über die Gaumenfreuden bezeichne ich ihn als einen Knaller. Er hat wegen der Fasslagerung das gewisse Etwas - wunderbar fruchtig, aber nicht übertrieben.

Verfasst: Do 7. Okt 2010, 15:37
von alp650
Bordeaux-Fass klingt interessant.

In meinem Schränkchen befinden sich Lagavulin, Talisker, Bruichladdich... also eher Mainstream - Islay-Malts. Und ein Fläschchen Aberlour A'bunadh cask strength als Sherry-Bombe. Hatte dieses Jahr das Vergnügen einer Motorradtour durch Schottland... :lol:

Ups!... wie war das jetzt noch mit dem Kabel? :wink: