AndyRTR hat geschrieben: Mi 19. Jan 2022, 19:29
Ich versteh den Anschluss noch nicht ganz. Du gehst aus dem ampX direkt in die Front-LS und nur die Subs hängen am miniDSP oder laufen die FrontLS auch am DSP? Hast Du überhaupt die Chance, wie bei einem AVR den Abstand(=Delay) von den FrontLS im Vergleich zum DBA zu verschieben? Das wäre der einzige Weg, im Bereich der Übergangsfrequenz noch zu tunen. Und du hast noch die Option, alle vier Subs in der Phase 0/180Grad gemeinsam umzustellen. Vielleicht trifft dass im Übergang besser.
Ich kenn nur die miniDSP ohne Dirac und weiß nicht, welche Einstellungen dort manuell noch möglich sind. Nur für ein DBA hätte es auch ein 2x4HD ohne Dirac getan.
Sonst sieht der Wasserfall im DBA-Bereich gut aus und sollte auch knackig trocken klingen. Gezupfte Jazz-Kontrabässe müssten trocken rauf und runter knarzen.
Ich habe das Setting mal kurz aufgemalt - nicht schön, aber man erkennt alles.
Die Fronts sind im AmpX mit 85 Hz HP getrennt. Die Subs bekommen jeweils Full Range Signale und sind im jeweiligen DSP bis 145 Hz begrenzt (wie von dir empfohlen).
Den Delay im Vergleich zu den FrontLS könnte ich verschieben, wenn ich die Front Subs nicht über den AmpX laufen ließe, sondern an den freien Out 3 des MiniDSP hänge. Aber ich dachte, das sei nicht nötig, da der AmpX das Delay der Subs an die Fronts anpasst, scheint ja auch zu funktionieren?
Aber der Tipp mit der Phase des DBA insgesamt ist natürlich interessant - ich könnte allerdings auch einfach bei jedem Sub einzeln im jeweiligen DSP die Phase drehen, dann könnte es weiterhin über den AmpX laufen

Die Schwachstelle im Graph bei um die 80 Hz scheint übrigens gar nicht am Übergang der Fronts zu liegen, aber dazu gleich mehr.
Vom Klang ist es wirklich furztrocken - ich habe ein Testlied, das die 48 Hz-Mode massiv anregt. Kann sogar sein, dass das der Auslöser für diesen Thread war... Nun klingt das sowas von trocken und geil
Indianer hat geschrieben: Mi 19. Jan 2022, 19:32
Paffi hat geschrieben: Mi 19. Jan 2022, 18:51
Kann mir jemand erklären, wie das Group Delay zu lesen ist?
die Millisekunden geben an, wieviel zu spät die Reproduktion eines Schallimpulses der jeweiligen Frequenz stattfindet, beispielweise 40ms bei 30Hz, keine überraschende Gruppenlaufzeit ...
bei hohen Frequenzen liegt der Mittelwert nahe bei Null, das ist normal und soll/muss so sein, zur Trennfrequenz hin, vermutlich bei 80Hz, steigt der Wert deutlich an, auch bis auf etwa 40ms, so langsam sind die LS50 eigentlich nicht, auch wenn sie dort schon im Bassreflex laufen, aber im Bereich der Trennfrequenz verzögern die jeweiligen Filter, ist aber insgesamt imho dennoch überraschend viel, eigentlich viel zu viel, dann übernimmt der Sub (außerhalb der Filterüberschneidung) bei etwa 15ms, na ja ...
Die LS50 laufen bei mir geschlossen, mit den Stopfen drin. Das Thema bei um die 80 Hz. und über 110hz zeichnet sich als grundsätzliches Thema ab, bei dem ich nicht mehr weiß, wie man das angehen könnte. Ein Verändern der Trennfrequenz der Fronts von 85 Hz auf 140 Hz oder runter auf 10 Hz hat NULL Effekt, es scheint also nicht am DBA an sich zu liegen.
Das es in diesem Bereich Probleme gibt, sieht man schon, wenn man die LS50 Full Range (ohne Subs, also komplett alleine) sieht (Hier nochmal das alte DBA erster Wurf, in dem die Full Range LS50 enthalten waren, Das war der rote Graph):

Da sieht man schon die beiden Einbrüche recht deutlich (Das sich mit Tür auf im Vergleich zu Tür zu ja etwas verbessert hatte).
Hier eine Gegenüberstellung bei unterschiedlicher Trennfrequenz der Fronts, wo man sieht, das diese keinen wesentlichen Einfluss auf die beiden Einbrüche hat (bei 85 Hz. etwas weniger stark, weswegen das auch meine Trennfrequenz ist):
Also: Die 80 Hz und 110Hz Einbrüche existieren, wenn gar keine Subs mitlaufen und gleichwohl auch beim DBA. Hier das DBA mal alleine (Kein EQ und kein DIRAC, nur PUR), d.h. es laufen KEINE FRONTS mit. Dabei an unterschiedlichen Positionen um den Sweetspot
Die Einbrüche sind bei jeder Position vorhanden, wenngleich der 85 HZ und 110hz- Einbruch links vom Sweetspot am geringsten ist - dafür ist der Pegel zwischen 90 und 100 Hz dort auch deutlich niedriger.
Für mich sieht das nach einem Längsmodenthema aus, bei dem das DBA nicht greift (wobei es 50Cm vor dem Sweetspot scheinbar auch besser ist, also ggf. eine Kombination aus Längs- und Quermode)
Im Ergebnis ist es am Sweetspot nahezu perfekt, auf der linken Sofaseite ist weniger Kickbass, auf der rechten Seite ist mehr Kickbass. Ich hätte das gerne noch homogener, ggf. mit einer Wedelmessung einen EQ ermitteln. Darunter leidet dann natürlich die "Perfektion" im Sweetspot... Herrje, ich dachte, mit einem DBA wäre ich die Sweetspotabhängigkeit im Bassbereich etwas los
Indianer hat geschrieben: Mi 19. Jan 2022, 19:32
Paffi hat geschrieben: Mi 19. Jan 2022, 18:51
Dann hier die Impulse Response
dazu fällt mir nix ein, was soll eine Dämpfung (negative dB) im Diagramm über Millisekunden sein?
Ich dachte, das zeigt die Reflexionen (
https://www.youtube.com/watch?v=pqruV6T ... &index=10) an (daher habe ich das auch ab und an wieder gepostet, in der Vergangenheit).
KEF LS50 meta, Antimode X2, minidsp DDRC24, Apollon 1ET400A mini, NuXinema PreAV, WIIM Pro,
KEF LSX (Rear), 4 x NuSub XW800 in DBA-Konfiguration, Raumakustik von Hofa, RTFS, Addictive Sound sowie Schaumstofflager, 4 TRX-Module
Zu verkaufen: 2 XW700