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Re: nuPower A vs. nuPower D

Verfasst: Mi 15. Feb 2017, 20:27
von StefanB
C16 und Schukosteckdose ist unzulässig, kurz und bündig.

Stefan

Re: nuPower A vs. nuPower D

Verfasst: Mi 15. Feb 2017, 21:00
von stan libuda
Warum?
Es bleibt bei 16 Ampere, es geht nur um die Trägheit.
Vielmehr würde mich interessieren, ob die Hütte überhaupt mit 3* 1,5mm verdrahtet ist.
Gruß Dirk

Re: nuPower A vs. nuPower D

Verfasst: Do 16. Feb 2017, 09:19
von Weyoun
C16 ist für "leistungsstarke Stromkreise" angedacht (hohe Anlaufströme von elektrischen Motoren mit hohem induktivem Anteil). Nur der magnetische Auslöser ist hier toleranter und lässt kurzzeitig (ms-Bereich) mehr "Bumms" durch als bei B16. Die thermische Absicherung ist jedoch identisch mit B16. Außer der EMV-Thematik fällt mir kein Grund ein, warum C16 nicht erlaubt sein sollte. Aus welcher DIN / ISO hast du diese Info?
stan libuda hat geschrieben:Vielmehr würde mich interessieren, ob die Hütte überhaupt mit 3* 1,5mm verdrahtet ist.
Ja, vor allem bei Altbauten erlebt man hier oft sein Wunder. :wink:

Re: nuPower A vs. nuPower D

Verfasst: Do 16. Feb 2017, 09:53
von Viktor Novyy
Der Auslösestrom (Kurzschlussstrom) von B und C ist unterschiedlich, 80A zu 160A. Demzufolge könnte man sich im allerschlimmsten Fall die Bude anzünden, falls der Strippenzieher vorher nicht die vorgeschriebene VDE Messung des Kurzschlussstromes macht. Deshalb kann man nur apellieren, dies durch geeignetes Fachpersonal mit einer Messung durchführen zu lassen.

Re: nuPower A vs. nuPower D

Verfasst: Do 16. Feb 2017, 10:05
von StefanB
Verlegeart, Schleifenimpedanz, liegt die Zuleitung ( auch nur zum Teil ) in einer wärmegedämmten Wand, Zahl der belasteten Adern ( wurde irgendwo abgezweigt ).

Solange das nicht hundertpro bekannt ist ....

Stefan

Re: nuPower A vs. nuPower D

Verfasst: Do 16. Feb 2017, 10:25
von Weyoun
Bzgl. der Elektroinstallation sollte hier aber ein Plan vorliegen. Bei Eigenheimen besitzt man diesen Plan selber, bei Mietwohnungen hat ihn der Vermieter oder die Hausveraltung. Sollte das Haus natürlich "asbach uralt" sein, dann muss eine Änderung an der Elektroinstallation mit sehr viel Bedacht durchgeführt werden.

Bzgl. Kurzschlussstrom (magnetischer Auslöser): Der ist nur für wenige ms von Relevanz. Bei echtem (dauerhaftem) Überstrom schaltet in beiden Fällen die thermische Sicherung aus, die JEWEILS bei Faktor 1,13 bis 1,45 gegenüber dem Nennstrom auslöst. In den wenigen ms wird sich die Leitung, so sie denn 1,5 mm² entspricht, nicht nennenswert erwärmen.

Also sehe ich da immer noch kein echtes Argument gegen C16.

Re: nuPower A vs. nuPower D

Verfasst: Fr 17. Feb 2017, 06:55
von nuChristian
Weyoun hat geschrieben:Bzgl. der Elektroinstallation sollte hier aber ein Plan vorliegen. Bei Eigenheimen besitzt man diesen Plan selber, bei Mietwohnungen hat ihn der Vermieter oder die Hausveraltung. Sollte das Haus natürlich "asbach uralt" sein, dann muss eine Änderung an der Elektroinstallation mit sehr viel Bedacht durchgeführt werden.

Bzgl. Kurzschlussstrom (magnetischer Auslöser): Der ist nur für wenige ms von Relevanz. Bei echtem (dauerhaftem) Überstrom schaltet in beiden Fällen die thermische Sicherung aus, die JEWEILS bei Faktor 1,13 bis 1,45 gegenüber dem Nennstrom auslöst. In den wenigen ms wird sich die Leitung, so sie denn 1,5 mm² entspricht, nicht nennenswert erwärmen.

Also sehe ich da immer noch kein echtes Argument gegen C16.

+1

Während eines satten Schlusses fließt sowieso ein höherer Strom als 80A und sogar als 160A.
Wie Du ja bereits erwähnt hast, löst zum "Leitungsschutz" eh der thermische Auslöser aus.
Ich bin zwar schon lange aus der Thematik Gebäudetechnik raus, aber war nicht mindestens ein C16 Automat im Keller Gang und Gebe, für Geräte mit einem hohen Anlaufstrom (großer Winkelschleifer etc)?

*Klugscheißmodus an*

Nehmen wir an es käme zu einem Körperschluss / Gehäuseschluss mit einem menschlichen Körper, dann wäre der fließende Strom sicherlich geringer als 80 - 160Ampere.
Ist aber ein FI Schutzschalter installiert, so ist die Summe der zufließenden Ströme nichtmehr gleich der der abließenden, ergo wird durch den Summenstromwandler/Spule/ Auslösemechanismus der Stromkreis geöffnet.
Und das schon bei einem Delta I von 30mA!

*Klugscheißmodus aus*

Also prinzipiell sehe ich da auch kein Problem, nicht für die Anlage und WENN ein FI installiert ist, auch kein Problem für den Benutzer!

Re: nuPower A vs. nuPower D

Verfasst: Sa 18. Feb 2017, 10:22
von StefanB
stan libuda hat geschrieben:Warum?
Weil auch B16 an Schuko unzulässig ist.
Deswegen wird seit längerem 1,5mm^2 mit B10 oder C13 abgesichert.

Stefan

Re: nuPower A vs. nuPower D

Verfasst: Sa 18. Feb 2017, 11:43
von stan libuda
Sicher???
In der Nachbarwohnung bei mir im Haus wurde vor 6.Monate die komplette Elektrik auf neuen Stand gebracht.Alles außer E-Herd und Durchlauferhitzer, mit 1,5mm und B16.Das war ein Fachbetrieb der die Vorschriften kennen wird.Und anhand deiner Aussage, sind millionen Haushalte demnach falsch verkabelt und zu hoch abgesichert...
Blödsinn.
Gruß Dirk

Re: nuPower A vs. nuPower D

Verfasst: Sa 18. Feb 2017, 12:37
von StefanB
Nicht falsch verkabelt, nur gefährlich hoch abgesichert.

Das wird einem klar, wenn man sich vor Augen führt, dass ein B16/C16 Automat ( gemütlich erreichte ) 18A nicht in Millisekunden thermisch abschaltet...

Und Schuko für solche Dauerströme nicht spezifiziert ist. Max. 16A, und Ende.

Es gibt eine VDE, die für 16A Steckverbindungen 22A Prüfstrom für 1h/70°C vorschreibt ( die blauen CEE Verbinder ). Für Schuko gibt es das nicht. Es ist mehr oder weniger verboten, Schuko derart hoch zu belasten. 23,49A für 2min wird über Schuko brandgefährlich, dafür ist es nicht ausgelegt.

Zumal 16A Dauertests auch Markenware übel zusetzen...

Stefan