Hallo,
heute ein letzter Beitrag zur Bilderserie aus dem Verkehrsmuseum Budapest. Nun mit dem Schwerpunkt Diesel- und Elektrolokomotiven sowie Waggons.
In Budapest sah ich Fahrzeuge dieser Art im Original, wie ich sie nur als „Sondereditionen“ der namhaften Modellbahnhersteller kannte.
Es war für mich absolut erstaunlich, welche außergewöhnlichen Fahrzeuge dort zu sehen waren. Da habe ich mir schon verwundert die Augen gerieben!
Ich fange mal mit den Diesel- und Elektrolokomotiven an.
Hier ein klassische Diesellokomotive M61 020, gebaut in den 60er Jahren. Diese Bauart gab es schon lange im Märklin-Katalog:
Nun das Foto eines Schnelltriebwagens für den hochwertigen Fernreiseverkehr. Er besteht aus zwei Endtriebwagen mit dieselmechanischem Antrieb. Das laute mechanische Getriebe bereitete jedoch gelegentlich Probleme. Er wurde ca. 1944 bis 1955 gebaut:
Das nachfolgende Foto zeigt einen Triebwagen für den Nebenstreckendienst. Er erreichte eine Geschwindigkeit von etwa 50 km/h, hatte eine Dienstmasse von 18 t und eine Leistung von 90 PS. Die Leistungsübertragung erfolgt mechanisch. Auf dem Wagendach befinden sich Rippenkühler. Ursprünglich wurde diese Fahrzeuggattung mit Benzinmotoren ausgestattet. Später wurden diese Maschinen durch Dieselmotoren ersetzt:
Jetzt folgt eine elektrische Lokomotive mit Mittelführerstand. Das Baujahr dürfte ca. 1910 oder etwas später sein:
Bei der nun gezeigten Lokomotive handelt es sich um V41.523. Dieser Typ wurde 1958–1962 gebaut. Es handelt sich um eine Zweispannungslokomotive. Zweispannunglokomotive bedeutet, dass die Lok ihre Betriebsspannung wahlweise über Oberleitung oder Stromschiene oder verschiedene Spannungen (16 kV, 50 Hz ~ oder 25 kV, 50 Hz ~) beziehen konnte:
Nun noch die elektrische Lokomotive V60.003. Die Baujahre waren 1932 und 1938. Die Maschine fuhr eine Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h, hatte 2200 PS und wurde mechanisch über Schrägstangen angetrieben. In den Vordergrund des Bildes drängt sich bereits ein gelber Kesselwagen:
Nun zu dem in Budapest vorhandenen Wagenmaterial. Hier sieht man einen zweiachsigen Kesselwagen in genieteter Ausführung für Petroleum:
Gleich anschließend ein genieteter Schüttgüterwagen mit Seitentüren:
Die folgenden Bilder zeigen sehr gut restaurierte zweiachsige Personenwagen von ca. 1860 bis 1890 mit Speichenrädern. Sie besitzen teilweise noch Trittbretter und die dritte Klasse. Ein Wagen ist unterteilt und besitzt ein Postabteil:
Hier noch der letztgenannte Wagen in Nahansicht:
Nun wird es etwas moderner:
Damals waren Personenwagen noch an beiden Wagenenden mit Plattformen ausgestattet. Aus Sicherheitsgründen, wegen des Komforts und der großen Windwiderstände bei höheren Geschwindigkeiten werden solche Fahrzeuge schon lange nicht mehr gebaut:
Jetzt zeige ich einige Fahrzeuge des Orient-Express. Ich beginne mit einem der sehr seltenen Teakholzwagen. Wagen aus Holz stellen materialbedingt ein Sicherheitsrisiko dar. Bei Unglücken splittert das Holz und kann die Reisenden besonders schwer verletzen. Das ist übrigens auch beim klassischen Armaturenbrett oder Holzlenkrad im Auto der Fall. Aber das Aussehen ist einfach klasse:
Hier ein moderner Wagen des Orient-Express:
Das Wappen des Orient-Express:
Und noch ein Wappen der königlichen ungarischen Bahn:
Von einem alten genieteten Steg aus hat man einen schönen Überblick über den Wagenpark des Museums:
Abschließend ein wunderschöner historischer Aussichtswagen, der einen herrlichen Eisenbahnausflug ermöglicht:
Da möchte „man“ doch glatt mitfahren, möglichst auf dem Oberdeck!
Beste Grüße
OL-DIE