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Der Ohren-nach-vorne-klapp-test..

Wenn's nicht so gut in die anderen Themenbereiche passt...
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elektrip
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Der Ohren-nach-vorne-klapp-test..

Beitrag von elektrip »

Hallo Forum

Nach erneutem "Test" eher komischer Art ringe ich mich durch, dies hier zu posten, auf die Gefahr
hin dass dieser Thread zur Lachnummer wird. Die Tatsache, andernorts etwas ähnliches gelesen zu haben
ermutigt mich auch dazu :oops:

Vorsicht Nachahmer: Mann kommt sich etwas ulkig vor, am besten alleine durchführen und waf von vornherein
ausschliessen.

...hat schon mal jemand beim Musikhören die Ohren nach vorne geklappt, so dass die Hände
zur Schale geformt die Ohren nach vorne biegen und gleichzeitig seitlichen Schall absorbieren? Quasi
die Ohren von den seiten und hinten abgeschirmt zum Direktschall hin ausgerichtet.

Bin mal zufällig darauf gekommen, weil ich an der Wirkung von Absorbern (wie z.B. die von Fast Audio)
rumstudierte. Die Musik spielt irgendwie _aus_ den 125er und nicht vor mir im Raum, kann die Diskussionen
um Ortbarkeit und Präzision nicht nachvollziehen, denn trotz hohem Klangniveau (imho) kann ich immer
die Box als Schallquelle Orten. Dies muss ich verbessern. So, dies zum Hintergrund.

Ihr könnt mich nicht für voll nehmen, aber hier ein paar Notizen während dem Ohren-nach-vorne-biegen "test"
(zur Lesbarkeit etwas editiert;) :

Die Fokussierung nimmt gravierend zu: Die Stimme (d. krall - i remember you) lässt sich auf den punkt festnageln. ebenso ihr piano ist jetzt eindeutig positioniert. Massiver Unterschied beim Schlagzeug, speziell Beckenstreicher und hi-hats kommen _zwischen_ den boxen und nicht diffus "aus den boxen" und von den Seitenwänden. Achwas, alle intrumente sind jetzt auf der bühne vor mir. Ich kann auf sie zeigen, und diana ist zum greifen nah.

Gerade fällt mir auf: Das Schlagzeug ist hinter Diana, was nur mit geklappten ohren klappt.
Sonst ist das Schlagzeug überhaupt nicht räumlich einzuordnen. Die Streicher wirken dort wo man sie sich auf der Bühne vorstellen könnte (wie z.B. Diana Krall DVD) zuhinterst (hinter dem Schlagzeug). Bässe, konnten fast immer zugeordnet werden können (meist mittig aufgenommen).

Gehe stark davon aus, dass dieser Test praktisch seitlich an den Wänden angebrachte Absorber
simuliert, mindestens stelle ich mir eine ähnlich Wirkung vor, denn genau diese Effekte werden so oft beschrieben. Nachteil beim Ohrenklappertest; die Stimmen wirken ziemlich harsch mit wenig Körper (zischel "s"), allgemein klingt es "wärmer" oder mit mehr Grundton "schmelz" normal gehört. Sorry, das muss für einige wie hifi-redakteur-geschwofe klingen;) Die Hand dämpft vermutlich zuviel erwünschte Frequenzen.

Bin dann wiederum zur Schlussfolgerung gekommen, dass die absorber ja nur den kritischen Frequenzbereich aufsaugen also höhen bis obere mitten und den Raum somit angenehm "trocknen" müssten. Dürfte mindestens soviel bringen (in anderer Disziplin) wie die Endstufen, die gerade hier zum Test meinen Receiver überflügeln. Ich vermute, 2 Absorber seitlich vor den Boxen würden starke Verbesserung bringen, denn oft empfinde ich Hochtonmaterial als diffus, als virtuelle Schallquelle ausserhalb der LS-Basis.

Eine dramatisch andere Wahrnehmung jeder CD die ich testete.
Ohne zu übertreiben, klingt es für meine Ohren sehr viel realistischer. Obwohl die 125er genug Abstand zu allen Wänden haben, wird die Ortbarkeit extrem verbessert mit diesem bekloppten Ohrenklappen.
Werde irgendwann mal Absorber testen bzw. meinen Raum akustisch in Angriff nehmen, ev. noch bevor die
netten Endstufen kommen.

Wahnsinn, probiert das mal aus! Zum Glück kann ich mich nicht über Dröhnen oder andere Raumprobleme beklagen...sonst gehts mir eigentlich auch gut, nur mein Nachbar hat genug und wird bei Gelegenheit ausziehen (kein Witz)

Also haltet die Ohren steif, und nach vorne gerichtet!
elektrip.
MuadDib
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Beitrag von MuadDib »

das kann durchaus sein, aber ein entsprechen hoher Sessel tut es auch, hat wahrscheinlich sogar noch eine bessere Wirkung, leider taugt so ein Sessel überhaupt nicht für Mehrkanalanwendungen :lol:.
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elektrip
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Beitrag von elektrip »

Hinter dem Sofa ist keine Rückwand, ein hoher Sessel hätte also nicht diesen Effekt, auch kein Ohrensessel :D

Hab heute abend meinen Bruder dafür genötigt. Es hat ihn fast umgekippt, nach anfänglichem missbilligendem aber neugierigen Grinsen. Ich musste dann allerdings Grinsen, als er fragte "ach ja, der center lief die ganze zeit nicht mit?". Genau das dachte ich nämlich Stunden zuvor auch, trotz besserem Wissens.

Es ist völlig nachvollziehbar muadDib und ich kann dir empfehlen, falls du auch seitliche, dem Hörplatz gleich nahe Wände hast, das einfach mal zu versuchen, dann wirst du vielleicht von einem "kann sein" zum 8O 8O Gesicht mutieren :wink:

So gings jedenfalls meinem plötzlich Hifi-kundigen Bruder, der die beschriebenen Effekte einfach nachvollziehen konnte und sich so von nun an so begeistert gibt und mir sogar zu einem Akustiker rät, der meine Stube ausmisst(et). 8)

Ist natürlich besonders schön, vom lieben Bruder eine ehrlich gemeinte Bestätigung zu bekommen, auch wenn sonst solches Hifi-Gelaber und solch schräge Tests (bzw. Euphorie) meinerseits nicht immer auf Verständnis stossen *kopfschüttel".

Man kann ja entspannt 2min. mal so hören. Dann die Segel weg und plötzlich klingts diffus und irgendwie langweiliger, nicht auf den Punkt.

Nun ja, noch grössere und nach vorne geklappte Segelohren werde ich deshalb nicht hin operieren, aber an ein paar Fast Akustikelemente ist durchaus zu denken, kostet ja nur ein Bruchteil eines chirurgischen Eingriffes, wobei ein Testlauf bei zweiterem auch nicht möglich ist :D

Gruss
elektrip.
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Beitrag von Master J »

Mach' mir den Elefanten! Bild

Kennt ihr diese Trichter, die Haustiere nach Operationen tragen müssen? ;)

Auch eine gute Methode:
http://www.hifi-forum.de/index.php?acti ... thread=414

Gruss
Jochen
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elektrip
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Beitrag von elektrip »

Jochen

Max11 und PPM beschreiben in deinem geposteten thread genau das selbe wie ich erfahren habe.
Hände hinter die Ohren und nach vorne klappen, dann baut sich vielleicht eine Bühne auf - wahnsinn!

Das mit dem Ohrendruck klappt bei mir nicht, weil ich auf dem rechten Ohr ständig einen
Überdruck habe, der sich auch chirurgisch nicht korrigieren lässt (meint der Arzt). Es fühlt sich
an wie Wasser im Ohr...trage das seit vielleicht 5 Jahren schon mit mir rum. Wirkt sich aber
glücklicherweise nicht auf den Klang aus.

Den "klapp-trick" mal probiert? Und die anderen?

Gruess
elektrip.
eric_the_swimmer
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Beitrag von eric_the_swimmer »

Ich hab's eben mal kurz (bei nur einem Lied) probiert. Fazit: Zumindest die Ortbarkeit in der Mitte war geradezu sensationell verbessert. Zwar singt der Sänger auch normalerweise immer genau in der Mitte, ohne dass ich die Fronts als solche noch höre, aber so präsent und "nah" war er wirklich noch nie. Allerdings habe ich den Test zu kurz gemacht, um beurteilen zu können, ob gleichzeitig nicht weiter seitlich positionierte Instrumente "untergehen".
Da ich gerade erst eine Mittelohrentzündung hinter mir habe, deren Nachwirkungen sich noch bemerkbar machen, muss ich genauere Tests leider vertagen. ;-)
Auf jeden Fall ist es ziemlich abgefahren, allein im Zimmer zu sitzen und sich die Ohren nach vorne zu biegen. :lol:

Gruß,
Philipp
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JensII
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Beitrag von JensII »

Auf Grund der Evolution müßten demnach doch Leute mit Segelohren "die Zukunft" sein oder? Ist ja schon ein kleiner Schritt in die Richtung!
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:music-rockon: :music-rockout:
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Beitrag von Koala »

Das Ohren-nach-vorn-klapp-und-lausch-Spielchen habe ich mal in den 80ern ausprobiert, als ich mal im Bett auf der Seite liegend "Stereo" hören wollte. Also Kopf aufgestützt, dabei die Ohrmuschel mit der Hand soweit nach vorne "gebogen", daß durch die Bündelung der Pegel einseitig erhöht wurde und dann versucht im Liegen Musik zu hören... Weil die Effekte ziemlich lustig waren, habe ich das ganze natürlich auch in normaler Sitzhaltung und im Stereodreieck ausprobiert :wink:
Zwar erhöht sich scheinbar die Ortbarkeit einzelner Quellen, damit einhergehend wird aber auch das Klangbild verändert und auch der Pegel nimmt deutlich zu, ersteres bewirkt bei mir eine Dominanz der oberen Mitten. Auch geht, wie Du ja schreibst, die Diffusion vollends verloren, wodurch die Räumlichkeit logischerweise leidet.

greetings, Keita
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Beitrag von raw »

oooook...... also jetzt lass ich mir meine Ohren von einem Schönheitschirurgen zu Segelohren machen...

8O 8O :D


Den Segelohrentrick hab ich auch schon ausprobiert. Ich muss auch den selben Effekt feststellen. Die Ortbarkeit nimmt aufgrund des fehlenden indirekten Schall zu.
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Raumakustik mit Absorber Elementen?

Beitrag von elektrip »

Das ganze hat mich dazu bewogen, erst mal die Thematik Raumtuning anzugehen, bevor der Gegenwert eines Kleinwagens für Endstufen über die Ladentheke geht. :roll:

Werde deshalb mal ein paar Absorber holen und sie seitlich vor den Fronts anbringen. Ein paar "Corner Blocks" für die Bass "Austrocknung" sollten auch noch drin sein.

Hab mir mal das angesehen, sieht doch vernüntig aus http://www.r-t-f-s.de/ :?:
Die (fast baugleichen) von Fast Audio sind mir dann trotzdem etwas zu teuer, für das 40qm Zimmer.

Wer hat (positive) Erfahrungen mit solchen Absorbern? Bin jetzt nicht so der DIY Typ, weshalb Selbstbau Alternativen schwierig umzusetzen sind (Aesthetik). Die allseits erwähnte üble Optik der Elemente sehe ich nicht so schlimm. Ich würde sie "nackt" bestellen; einen passenden Stoff und eine Näher(in) werden sich finden, so dass die Wandelemente als moderne Kunst Deko durchgehen werden :wink: Mit den grossen Eckteilen wirds dann wieder schwieriger.

Wer hat Absorber und kann man Klangveränderungen in der beschriebenen Richtung (Segelohr) erwarten?

@koala
Gleiche Feststellung hier, weniger Grundton oder betonte obere Mitten, bei subjektiv höherem Pegel.
Ich denke mal, das Klangbild wird sich frequenzmässig mit Absorbern nicht so verschieben (ausser z.B. bei Überdämpfung), aber die anderen Vorteile nutzen?!
Diese diffuse Räumlichkeit nehme ich inzwischen als störend war, nach zu langem Ohrenklappen-hören.
Irgendwie geht ohne dieses Diffuse imo kaum Rauminformation verloren, die Bühne die sich auftut in Breite und Tiefe entschädigt dafür, wieder imho! Erstmal nehme ich überhaupt eine gewisse Bühnentiefe war, bei entsprechendem Material. Auch sind die ausgeliehenen Endstufen hier der Kick...so langsam glaube ich, mit etwas Phantasie die blumigen Worte der Hifi-Spinner nachvollziehen zu können :P

Also Absorber her oder nicht? Mit Händen an den Ohren kann ich nicht tippsen und ohne höre ich mehr die Wände als das dazwischen;)

Dankbar für Input...

elektrip.
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