Hallo xenob,
bei dem von dir verlinkten Projekt handelt es sich um einen Class-T-Amp, eine digitale Endstufe.
Diese Amps verwenden Spulen am Ausgang zur Glättung/Filterung des Ausgangssignals, was ihre Ausgangsspannung etwas von der Lastimpedanz abhängig macht. Ich könnte mir vorstellen, dass es dann bei Biamping im Übernahmebereich (wo ja dann jeweils eine Endstufe zusehends hochohmiger belastet wird) zu einer Pegelüberhöhung kommt und damit zu einer ungewollten Klangveränderung.
Außerdem erreicht man mit Biamping nicht einmal die doppelte Gesamtleistung, zusammengenommen mit dem logaritmischen Hörempfinden ist der Leistungsgewinn ist damit bestenfalls wahrnehmbar, aber keineswegs erheblich.
Desweiteren weiß ich nicht, wie sich Digitalamps ohne Last (und für einen Teil (Frequenzbereich) des Gesamtsignals wäre das ja bei Biamping der Fall) verhalten (bspw. Schaltnetzteile kommen ohne Last ja gerne aus dem Tritt). Einige Leute hier im Forum haben einen Reith-Verstärker gebaut (einen Digitalamp etwas größeren Kalibers), vielleicht können die dir ja dazu was sagen.
Möglicherweise wäre es dann doch sinnvoller, eben noch ein größeres Projekt anzugehen - das ist doch auch interessanter als die gleiche Endstufe ein zweites Mal zusammenzubauen
Sofern du dich traust und vom Betrieb des Amps ohne Last nicht ausdrücklich abgeraten wird könntest du dir die Frage ja im Monobetrieb auf praktische Weise beantworten.
Mit internetten Grüßen
Gerald Vogt
(Edit: "zusehends unbelasteter läuft" - peinlich, peinlich, wenn das meine Deutschlehrerin wüsste...)