So, ich habe das Verhalten von Shibatch ausgestet:
- Die bei der Definition von Frequenzbändern angegebene Grenzfrequenzen liegen beim tatsächlichen Frequenzgang auf "halber Flankenhöhe".
- Die Flanken sind fix und extrem steil
- Wenn man überlappende Frequenzbänder definiert addieren bzw. subtrahieren sich die Effekte entsprechend.
Ich habe nun eine Konfigurationsdatei für den Shibatch EQ erstellt, die den Frequenzgang des ABL-310 mit ~0.3dB Toleranz annähert.
Ausgegangen bin ich von der von mir gemessenen Kurve um die Frequenzbänder und den Gain einzustellen. Den tatsächlichen Frequenzgang habe ich dann mit dem gleichen Verfahren gemessen, welches ich schon für das ABL verwendet hatte: Mehrere Minuten weisses Rauschen generieren (je länger, desto mehr wird gemittelt, also desto weniger wellig wird die Kurve), das ganze durchs ABL oder den EQ scheiben und dann per FFT ausmessen.
Bei den ersten Versuchen waren die Kurven nicht gleich, da das EQ nicht perfekt auf die Einstellungen reagiert. In 15 Iterationen habe ich dann die einzelnen Werte verfeinert, bis ich zu einer sehr genauen Entsprechung gekommen bin. Interessanterweise sind so die Werte im EQ nicht mehr vergleichbar mit denen, die man direkt der ABL-Kurve entnehmen kann. Dass die Einstellung trotzdem stimmt bestätigt die Messung. Hier der Vergleich (Grüne Linie: ABL, rote Linie: Shibatch EQ):
http://files.sknop.net/img/abl310andShibatch.png
Und hier die Config-Datei:
http://files.sknop.net/audio/ABL310.eq
Den Preamp habe ich auf -9dB gestellt, damit ist man auf der sicheren Seite, höchstwahrscheinlich kann man aber beim meisten Musikmaterial deutlich weniger Absenkung verwenden, ohne dass man Clipping bekommt.
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